51. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring 2023

  • 51. ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring
  • Veranstalter: ADAC Nordrhein e.V., Köln
  • Nordschleife und GP-Strecke, 25378 m
  • DMSB Reg.-Nr.: R-13485/23

Zeitplan*

Donnerstag, 18. Mai 2023
13:15 – 15:00 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Qualifying 1 Ergebnisse (PDF)
20:00 – 23:30 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Qualifying 2 Ergebnisse (PDF)
Freitag, 19. Mai 2023
13:30 – 14:45 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Qualifying 3 Ergebnisse (PDF)
17:30 – 19:15 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Top Qualifying Ergebnisse (PDF)
Samstag, 20. Mai 2023
12:40 – 13:25 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Warm-up Ergebnisse (PDF)
14:45 – 15:30 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Startaufstellung  
15:40 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Formationsrunde  
16:00 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Start  
Sonntag, 21. Mai 2023
16:00 Uhr ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring | Gesamtstrecke | Zieleinlauf Ergebnisse (PDF)

Das Rennen

Emotionaler Premierensieg für Frikadelli und Ferrari

  • Sieger verbessern auch den Distanzrekord: 162 Runden oder 4.085,858 km
  • Platz zwei für den Rowe-BMW #98 nach starker Aufholjagd
  • 235.000 Zuschauer feiern eine großartige Party am Nürburgring

Emotionale Doppel-Premiere bei den ADAC TotalEnergies 24h Nürburgring: Das Frikadelli-Team hat zum ersten Mal den „Eifel-Marathon“ gewonnen und damit auch Ferrari den ersten Erfolg bei dem Langstrecken-Klassiker beschert. Nach 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“ steuerte der Brite David Pittard den neuen Ferrari 296 GT3 der Lokalmatadoren als Erster über die Ziellinie. Gemeinsam mit Earl Bamber, Nick Catsburg und Felipe Fernandez Laser stellte er auch einen Distanzrekord auf: Noch nie hatte seit der Premiere des Rennens 1970 ein Siegerteam 162 Runden zurückgelegt. Nach 4.085,858 Kilometern hatte der Frikadelli-Ferrari 26,911 Sekunden Vorsprung vor dem Rowe-BMW #98. Der bisherige Rekord lag bei 159 Runden mit 4.035,102 Kilometern aus den Jahren 2014 und 2022. Überschattet wurde das Wochenende vom Tod eines Sportwarts, der am Sonntagvormittag während seines Einsatzes kollabiert war und trotz sofortiger ärztlicher Versorgung und Transports ins Krankenhaus in Mayen verstorben ist.

„Der Blutdruck ist jetzt im Moment vielleicht etwas hoch, aber natürlich geht es mir jetzt sehr gut. Heute Abend gibt es ein Kölsch“, sagte Frikadelli-Teameigner Klaus Abbelen im ersten Überschwang direkt nach dem Erfolg. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach unglaublich stolz auf alle. Das ist mein erster richtig großer Erfolg. Sabine Schmitz hat uns vom Himmel aus geholfen. Ich freue mich auch sehr für den lieben Klaus“, meinte Fernandez Laser: „Unglaublich, was für ein Sieg“, erklärte Nick Catsburg. Für den Niederländer war es schon der zweite Sieg nach 2020, damals noch im Rowe-BMW. Eine Premiere ist der Sprung auf die oberste Stufe des Siegerpodests für seine Teamkollegen Felipe Fernadez Laser, den Briten David Pittard und Earl Bamber aus Neuseeland, der schon zweimal die 24 Stunden von Le Mans sowie einmal die 24 Stunden von Spa gewonnen hat.

Im Rowe-BMW #98 holten Marco Wittmann und Sheldon van der Linde wie schon 2021 Platz zwei beim „Eifel-Marathon“. Diesmal wurden sie unterstützt von Maxime Martin und Dries Vanthoor, der 2022 noch in einem Audi triumphiert hatte. Das Siegerpodest vervollständigten Raffaele Marciello, Luca Stolz und Philip Ellis in der #4 aus dem Mercedes-AMG Team Bilstein. Insgesamt verfolgten am Wochenende 235.000 Zuschauer den Langstrecken-Klassiker. Die 52. Auflage der 24h Nürburgring steigt vom 9. bis 12. Mai 2024.

Zweikampf seit Sonnenaufgang

Seit Sonnenaufgang hatten sich der Frikadelli-Ferrari und der Rowe-BMW #98 durch den Boxenstopp-Unterschied von zwei Runden immer wieder an der Spitze abgewechselt. Bereinigt lag allerdings ein deutlicher Vorteil bei der Ferrari-Crew, die lediglich in der Anfangsphase ein wenig Zeit durch einen Reifenschaden wenige Kilometer vor der Box verloren hatte. Die #98 dagegen war nach einem Ausritt im Top-Qualifying 1 nur von Startplatz 31 ins Rennen gegangen, arbeitete sich dann aber mit einem fehlerfreien Auftritt schon nach wenigen Stunden in die Spitzengruppe vor. Den letzten Boxenstopp absolvierte der Frikadelli-Ferrari 61 Minuten vor Ablauf der 24 Stunden. 44 Minuten vor Schluss ging Dries Vanthoor mit knapp einer Minute Rückstand auf die Strecke, kam aber nicht mehr entscheiden heran. „Letzlich können wir total zufrieden sein. Wir sind von Platz 31 gestartet und damit in der letzten Reihe unserer Startgruppe. Um ehrlich zu sein, hätten wir nie gedacht, dass wir so weit nach vorne kommen“, sagte Wittmann. „Aber wenn man in letzten Renndrittel so nah am Sieg dran ist, dann will man auch gewinnen. Aber dafür ist der Ferrari zu schnell. Wir haben keine Fehler gemacht im Rennen und haben uns deswegen auch nichts vorzuwerfen.“

Bester Porsche im Endklassement war die #96 von Rutronik auf Rang fünf, bestplatziertes Modell aus Ingolstadt war der Land-Audi #39 als Sechster. Das Revival der drei ehemaligen DTM-Champions Mike Rockenfeller, Timo Scheider und Martin Tomczyk im Scherer-PHX-Audi #40 endete auf Platz zwölf. Es war zudem das letzte 24h-Rennen des scheidenden Teamchefs Ernst Moser, der mit Phoenix sechs Gesamtsiege beim „Eifel-Marathon“ feierte.

Mapelli im Abt-Lamborghini der Mann der ersten Runden

Nachdem Marciello zunächst noch seine am Freitagabend erkämpfte Pole-Position behauptet und das Feld als Erster auf die Nordschleife geführt hatte, war zunächst Marco Mapelli. Der Italiener Marco Mapelli schob sich im Abt-Lamborghini #27 beim Start zunächst von Platz drei auf Position zwei vor und überholte in der dritten Runde auch Marciello. Damit bescherte er den Äbten bei ihrer 24h-Rückkehr mit dem neuen Hersteller gleich die ersten Führungsrunden. Ein früher Reifenschaden warf das Team aber schon bald danach deutlich zurück, am Ende reichte es zu Rang neun.

Turbulente Nacht mit dem vorzeitigen Aus für mehrere Siegkandidaten

Bis zur Rennhalbzeit gab es einige sehenswerte Zweikämpfe, aber auch bei einbrechender Dunkelheit zunächst kaum größere Zwischenfälle. Die zahlreichen Fans rund um die Nordschleife sorgten mit Grillduft, Musik und gewohnt skurrilen Aufbauten an den beliebten Hotspots wie Hatzenbach, Brünnchen oder Schwalbenschwanz für eine großartige Stimmung. Am frühen Morgen überschlugen sich dann etwas die Ereignisse, als sich innerhalb von kurzer Zeit mehrere Siegaspiranten vorzeitig verabschiedeten. So drehten sich beispielsweise die beiden Scherer-PHX-Audi mit der #1 und der #5 fast synchron auf einer Ölspur von der Strecke, den Schwesterauto mit der #16 warf eine Zeitstrafe von 4:36 Minuten für insgesamt drei Flaggenverstöße weit zurück. Der Rowe-BMW #99 schied nach einer Kollision beim Überrunden aus, später wurde auch der Junior-BMW #72 wegen eines Aufhängungsschadens zurückgezogen. Frühzeitig Feierabend hatte auch der „Grello“ – der Manthey-Porsche #911 hatte nach einem frühen Reifenschaden immer wieder Probleme. Mercedes-AMG verlor frühzeitig die #3 um den aus der ersten Reihe gestarteten Maro Engel.

Nach 24 Stunden durch die „Grüne Hölle“ steuerte der Brite David Pittard den neuen Ferrari 296 GT3 der Lokalmatadoren als Erster über die Ziellinie.

Weitere Bilder vom 51. ADAC 24h Nürburgring findet ihr hier: ADAC 24h Nürburgring 2023

Pole Position #4, Raffaele Marciello / Luca Stolz / Philip Ellis,
Mercedes-AMG Team Bilstein,
Mercedes-AMG GT3,
8:09.058 Min. = 186.810 km/h
Gestartet 131
Gewertet 88
Nicht gewertet 43
Nicht gestartet 0
Sieger #30, Earl Bamber / Nick Catsburg / David Pittard / Felipe Fernandez Laser,
Frikadelli Racing Team,
Ferrari 296 GT3,
162 Runden, 24:07:08.538 Std. = 170.456 km/h
Schnellste Runde #20, Leonard Weiss / Jochen Krumbach / Daniel Keilwitz / Indy Dontje,
WTM by Rinaldi Racing,
Ferrari 296 GT3,
8:08.006 Min. in Runde 93

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10**

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Rückst. (Min.)
Schn. Rnd.
in Rnd.
1. 30 SP9 PRO Frikadelli Racing Team Bamber Earl, Kuala Lumpur, MYS
Catsburg Nick, Voorthuizen, NL
Pittard David, Nideggen
Fernandez Laser Felipe, Leipzig
Ferrari 296 GT3 162 24:07:08.538
170.456
8:09.549
104
2. 98 SP9 PRO ROWE RACING Wittmann Marco, Fürth,
van der Linde Sheldon, Kempten
Vanthoor Dries, Hasselt, Limburg, B
Martin Maxime, Tervuren, B
BMW M4 GT3 162 24:07:35.449
170.403
0:26.911
8:12.434
118
3. 4 SP9 PRO Mercedes-AMG Team Bilstein Marciello Raffaele, Berganzona, CHE
Stolz Luca, Brachbach
Ellis Philip, Baar, CH
Mercedes-AMG GT3 162 24:08:52.849
170.252
1:44.311
8:11.145
112
4. 2 SP9 PRO Mercedes-AMG Team GetSpeed Christodoulou Adam, London, GBR
Götz Maximilian, Uffenheim
Schiller Fabian, Troisdorf
Mercedes-AMG GT3 162 24:09:39.349
170.161
2:30.811
8:11.636
117
5. 96 SP9 PRO Rutronik-Racing Olsen Dennis, Våler i Østfold, N
Cairoli Matteo, Como, IT
Andlauer Julien, Dubai, ARE
Porsche 911 GT3 R (992) 162 24:14:46.916
169.561
7:38.378
8:13.671
108
6. 39 SP9 PRO Audi Sport Team Land Haase Christopher, Kulmbach
Mies Christopher, Düsseldorf
Niederhauser Patric, Kehrsatz, CH
Audi R8 LMS GT3 evo II 161 24:07:35.897
169.350
1 Runde
8:14.659
115
7. 20 SP9 PRO-AM WTM by Rinaldi Racing Weiss Leonard, Monschau
Krumbach Jochen, Eschweiler
Keilwitz Daniel, Villingen-Schwenningen
Dontje Indy, Amsterdam, NL
Ferrari 296 GT3 161 24:08:54.904
169.197
1 Runde
8:08.006
93
8. 6 SP9 PRO-AM Mercedes-AMG Team Bilstein Haupt Hubert, München
Love Jordan, Perth, AUS
Maini Arjun, NL
Mercedes-AMG GT3 161 24:15:34.619
168.422
1 Runde
8:15.599
127
9. 27 SP9 PRO ABT Sportsline Van der Linde Kelvin, Kempten
Mapelli Marco, Lugano, CH
Pepper Jordan, Bromley, GBR
Thiim Nicki, Anif, A
Lamborghini Huracan GT3 EVO2 160 24:07:59.139
168.254
2 Runden
8:12.813
101
10. 44 SP9 PRO Falken Motorsports Eriksson Joel, Tomelilla, S
Heinemann Tim, Fichtenberg
Menzel Nico, Kelberg
Ragginger Martin, Wals, A
Porsche 911 GT3 R (992) 160 24:09:28.383
168.081
2 Runden
8:14.446
116

Das vollständige vorläufige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Video (Highlights)

Video (Re-Live)

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Quelle: ADAC 24h Nürburgring
Fotos: Gruppe C Photograpy
Videos: YouTube/ADAC 24h Nürburgring
* Vorläufiger Zeitplan Version 1, Zeiten können abweichen
** Vorläufiges Ergebnis, Stand 21.05.2023, 16:26 Uhr

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