RCN 8. Lauf 2015 „3h-Rennen Schwedenkreuz“

Hauptkategorie: RCN & RCN-GLP
  • Schwedenkreuz
  • RCN 4h-Rundstreckenrennen – Nürburgring Nordschleife 2015
  • Veranstalter: Rundstrecken Challenge Nürburgring e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung, 24,358 km)
  • DMSB-Nr.: 260/2015

Zeitplan*

Samstag, 24.Oktober 2015
14.00-20.00 Uhr Dokumenten-Abnahme | Veranstalter-Büro
14.00-20.30 Uhr Technische Abnahme | TÜV-Abnahmegebäude
Sonntag, 25.Oktober 2015
08.30 Uhr: Fahrerbesprechung | Presse-Zentrum
09.45-11.15 Uhr Zeittraining
Ab 13.00 Uhr Startaufstellung | Eventzone 1 und an Tor 44
14.30 Uhr Start Einführungsrunde
14.45 Uhr Start
18.45 Uhr Aushang der Ergebnisse
19.15 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

  • Gerhard/Walter gewannen das 3h-Rennen „Schwedenkreuz“
  • Büllesbach/Fischer neue Meister 2015

In der Saison 2015 zählte das Finale der RCN, das 3h-Rennen „Schwedenkreuz“, zur Meisterschaftswertung. 197 Teams traten bei herbstlichen Witterungsbedingungen – kühle Temperaturen, aber zum Glück keine größeren Regenschauern – auf dem Nürburgring an.

Der Renntag begann für die Teilnehmer der familiären GT- und Tourenwagen-Breitensportserie mit dem 90-minütigen Zeittraining. Wer direkt eine schnelle Runde fahren wollte, war diesmal richtig beraten. Denn kurz nach Trainingsbeginn verhinderten einige Unfälle rund um die Strecke weitere schnelle Runden.

TAM-Pilot Christopher Gerhard (Viersen, Porsche 991 GT3 Cup), der sich diesmal das Cockpit mit dem Ungarn Csaba Walter teilte schaffte seine Runde in 8.38,665 Minuten. Das war die Abstand schnellste Zeit, die am Ende für die Pole-Position reichte. „Die Runde war nicht optimal. Ich hatte ein wenig Verkehr und die Strecke war teilweise mit Bindemittel und Öl verschmutzt. Anschließend haben wir auf eine weitere Zeitenjagd verzichtet und uns auf die Rennvorbereitung konzentriert.“

Am Ende des Trainings war die Strecke dann wieder frei und weitere schnelle Runden möglich. Tobias Jeckle/Donald Molenaar (München/Niederlande, BMW M3) fuhren auf Startplatz zwei vor Peter Mamerow (Castrop-Rauxel, Porsche 997 GT3 R). Die viertplatzierten Marco Schelp/Peter Scharmach (Berlin/Solingen, Porsche 997 GT3 Cup S) wären fast noch auf Pole gefahren, doch wurde die schnellste Runde gestrichen, da unter gelber Flagge überholt wurde.

Die Anfangsphase des Rennens wurde vom Zweikampf der Porsche-Teams Gerhard/Walter und Schelp/Scharmach bestimmt. Zunächst hatte Gerhard die Führung übernommen. Scharmach war in der Mercedes-Arena umgedreht worden und hatte Zeit verloren, holte aber schnell auf. Bald lieferten sich die beiden Porsche einen spannenden Zweikampf, bis zum ersten Boxenstopp. Dann fiel eine Vorentscheidung.

Nach sieben Runden bog Gerhard planmäßig in die Boxengasse ab. Scharmach folgte ihm, ein fataler Fehler. Scharmach: „Ich hatte keinen Funk und bin sicherheitshalber Gerhard gefolgt. Leider war ich eine Runde zu früh.“ Die Boxencrew war nicht vorbereitet, alle Tanksäulen belegt. Insgesamt verloren Schelp/Scharmach fast vier Minuten bei dem chaotischen Stopp.

Anschließend fuhren Gerhard/Walter das Rennen problemlos nach Hause. Die letzten Runden konnte Gerhard bei einsetzender Dunkelheit und stellenweise leichtem Nieselregen auf Nummer sicher gehen: „Ich freue mich über den Sieg, es war der sechste Saisonerfolg und in der Meisterschaft bin ich sogar noch Vierter geworden.“

Dahinter hatte sich die Konkurrenz weiter reduziert. Ercan Kara Osman (Düsseldorf, Porsche 997 GT3 Cup) schied nach einer Kollision aus, Lukas Moesgen/Tim Breidenbach/Guido Heinrich (Weeze/Solingen/Berlin, Porsche 997 GT3 Cup) kämpften zunächst mit einer gebrochenen Sitzschiene, dann war nach einem Unfall Schluss. Jeckle/Molenaar kamen aus der 16. Runde nicht mehr zurück. Schelp/Scharmach kamen schließlich drei Minuten Rückstand auf Platz zwei. Scharmach: „Ein gutes Rennen, das wir durch den verkorksten Boxenstopp verloren haben. Aber Platz zwei ist auch in Ordnung.“ Den letzten Platz auf dem Podium holten sich Dirk Vleugels/Thorsten (Düsseldorf/Niederzissen, Audi TTS).

Vierter wurde der Porsche Cayman von Prosport Performance mit Fidel Leib/Christoph Breuer (Wangen/Nettersheim) vor Patrick Wagner/Daniel Schellhaas (Ofterdingen/Mössingen, BMW M3). Auf den weiteren Plätzen kamen Rudi Speich/Roland Waschkau/Artur Goroyan (Roßbach/Untereisesheim/Diez, Audi TTS) und Dr. Stein Tveten (Bad Honnef, Porsche 991) ins Ziel.

Hinter der Spitzengruppe kämpften drei Teams um die Meisterschaft. Christian Büllesbach/Norbert Fischer (Königswinter/Köln, BMW Z4), die beim Finale von Daniel Zils (Bendorf) unterstützt wurden, gingen in der Klasse V5 direkt in Führung. Während der gesamten drei Stunden gaben sie diese nicht mehr ab und holten sich dadurch den RCN-Titel 2015. Büllesbach, bereits 2014 Meister: „Toll, dass es mit der Titelverteidigung geklappt hat. Wir haben heute alles richtig gemacht.“ Partner Fischer ergänzte: „Es gab schon einige brenzlige Situationen auf der Strecke, weil es so voll war. Aber wir sind gut durchgekommen. Ich freue mich über den Titel.“

Die beiden anderen Titelanwärter hatten so keine Chance. Heiko Seiwert (Hofweiler, BMW 318iS) gewann zwar erneut seine Klasse V2, musste sich aber mit dem VizeTitel begnügen: „Das ist für mich ein großer Erfolg. Ich bin in dieser Saison nicht einmal ausgefallen, es ist gut gelaufen.“ Jürgen Schulten/„Kiko“ (Hamminkeln/Schmitten, Opel Astra OPC) schafften in der Klasse V3 keinen Klassensieg. Nach rundenlangem Fight mussten sie sich dem schnellen Toyota von Stephen Topham (Stemwede) knapp geschlagen geben. Schulten: „Wir haben trotzdem eine gute Saison erlebt. Die Meisterschaft haben wir nicht erst heute verloren.“

RCN Serienmanager Willi Hillebrand zog ein erstes positives Fazit der Saison: „Wir haben ein tolles Jahr mit großartigen Starterfeldern erlebt. Mit der CNG und dem DMSB haben wir gut zusammengearbeitet. Jetzt freue ich mich auf die Jahressiegerehrung und unseren Auftritt auf der Essen Motor Show.“

Den RCN Gesamtsieger-Cup holte sich wie im Vorjahr Christopher Gerhard (Viersen, Porsche 991 GT3 Cup) vor Patrick Wagner/Daniel Schellhaas (Ofterdingen/Filderstadt, BMW M3) und Lucian Gavris (Grasbrunn, BMW M3).

Andrea Heim (Gronau, Renault Clio) gewann die RCN Ladies-Trophy, „Kiko“ (Schmitten, Opel Astra) den RCN Senioren-Cup. Mit einem weiteren Klassensieg sicherte sich Kevin Wolters (Ruppichteroth, VW Golf GTi) die RCN Junior-Trophy.

Die Teamwertung gewann mit einem weiteren Tagessieg die Meistermannschaft von Adrenalin Motorsport, auf den Plätzen folgen die SFG Schönau und Aesthetic Racing.

Bei den RCN Light holte Daniel Havermans (Prümzurlay, Honda Integra) den Meistertitel vor Volker Geburek (Rommerskirchen, BMW 318 iS) und Michael Daum (Merzig, VW Corrado).

Pole Position #111, Christopher Gerhard / Csaba Walter, 
TAM-Racing,
Porsche 911 GT3 Cup,
8:38.665 Min. = 169.066 km/h
Gestartet 186
Gewertet 139
Nicht gewertet 47
Sieger: #111, Christopher Gerhard / Csaba Walter,
TAM-Racing,
Porsche 911 GT3 Cup,
3:07:56.951 Std.
Schnellste Runde #111, Christopher Gerhard / Csaba Walter,
TAM-Racing,
Porsche 911 GT3 Cup,
8:50.129 min. = 165.410 km/h

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  St.-Nr Kls. Team Fahrer Wagen Rdn. Stopps Gesamt Rückst. Schn.-Rnd Schnitt in Rnd.
1 111 RS 7 TAM-Racing Christopher Gerhard
Csaba Walter
Porsche
911 GT3 Cup
20 2 3:07:56.951 - 8:50.129 155.519 12
2 175 RS 7 - Marco Schelp
Peter Scharmach
Porsche
CUP S
20 2 3:10:57.217 3:00.266 8:51.522 153.072 13
3 193 RS 3a - Dirk Vleugels
Thorsten Jung
Audi TTS 20 2 3:16:20.444 8:23.493 9:24.139 148.872 6
4 393 RS 6 PROsport
Performance
GmbH
Fidel Leib
Christoph Breuer
Porsche
Cayman
20 2 3:16:20.616 8:23.665 9:17.926 148.870 12
5 3 H 6 - Patrick Wagner
Daniel Schellhaas
BMW
E36 M3
19 2 3:08:11.087 1 Runde 9:22.144 147.558 2
6 171 RS 3a MSC Sinzig
e.V. im ADAC
Rudi Speich
Roland Waschkau
Artur Goroyan
Audi
TT 2R
19 2 3:08:13.126 1 Runde 9:21.295 147.531 14
7 375 V 6 aesthetic
racing GmbH
Dr. Dr. Stein Tveten Porsche
911
19 3 3:08:44.531 1 Runde 9:23.213 147.122 14
8 581 V 6 Landgraf
Motorsport
Stefan Schmickler
Klaus Landgraf
Porsche 981
Cayman
19 3 3:09:49.557 1 Runde 9:21.507 146.282 14
9 592 Cup 4 - Gerd Nagelsdiek
Michele Di Martino
BMW M235i
Racing
19 2 3:13:17.497 1 Runde 9:30.069 143.659 17
10 277 RS 3a - Marcel Senn Seat Leon
Cupra
19 2 3:13:55.297 1 Runde 9:32.379 143.192 11

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

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Quelle: RCN e.V.