Formel Opel

in Glossar

Die Formel Opel wurde von dem Automobilhersteller Opel 1988 als Markenpokal zur Nachwuchsförderung ins Leben gerufen. Auf internationaler Ebene wurde die Formula Opel Euroseries als europäische Meisterschaft für Rennwagen die der Formel Opel entsprachen von der European Formula Drivers Association (EFDA) ins Leben gerufen. Gefahren wurde in mehreren nationalen Serien in Deutschland, Großbritannien, Irland und den BeNeLux-Ländern sowie in der Formula Opel Euroseries. In einigen Ländern wurde jedoch Markenname "Opel" durch andere GM-Töchter ersetzt. Dort waren "Lotus" bzw. "Vauxhall" die Namensgeber.

Die Teilnahme an der Serie war etwas kostenintensiver als die Formel Ford, Formel Junior oder Formel König und sollte Bindeglied zur Formel 3 darstellen. Daher war Erfahrung in kleineren Rennklassen quasi obligatorisch. Für Mika Hakkinnen, J.J. Letho oder Marc Blundell war die Formel Opel eine Etappe auf dem Weg in die Formel 1.

Die Fahrer starteten mit identischen Fahrzeugen mit 2-Liter 16-Ventil-Opel-Motoren der 117 kW (160 PS) leistete. Aerodynamische Hilfsmitteln wie Front- und Heckspoiler waren gestattet. Die Monoposti hatten ein einheitliches Gewicht von 465 kg und wurden initial von Reynard Motorsport entwickelt und gebaut. Ab 1992 übernahm diese Aufgabe Schübel Motorsport in Deutschland.

1999 ging die Euroserie in ihre letzte Saison, nachdem schon alle anderen nationalen Formel-Opel-Serien ihren Rennbetrieb eingestellt hatten. Die Fahrzeuge waren zu diesem Zeitpunkt in ihrer technischen Basis über zehn Jahre alt und Opel zeigte zu wenig Engagement bei der technischen Weiterentwicklung. Andere Serien boten für Fahrer und Teams interessantere Betätigungsfelder.


Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Formel_Opel
https://de.wikipedia.org/wiki/Formula_Opel_Euroseries
Veranstaltungsflyer ADAC Formel Festival 1993