VLN 8. Lauf 2010 "42. ADAC Barbarossapreis"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 42. ADAC Barbarossapreis
  • 8. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2010
  • Veranstalter: MSC Sinzig e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr.: 223/2010

Zeitplan*  25. September 2010
08:30 – 10:00 Uhr Zeittraining
11:00 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start
16:00 Uhr Zieleinlauf
18:00 Uhr Siegerehrung im Eifel-Stadl 

Das Rennen

... und am Ende gewinnt ein Manthey-Porsche

Nürburgring. Der achte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist von Spannung geprägt. Zahlreiche begeisterte Fans rund um die legendäre Nordschleife erleben packenden Motorsport – und am Ende gewinnt ein Manthey-Porsche. Lucas Luhr (Schweiz) und Richard Westbrook (Großbritannien) feierten unter der Regie von Teamchef Olaf Manthey den dritten Saisonsieg des Haribo-Porsche in Folge. Romain Dumas (Schweiz) und Arno Klasen (Karlshausen) büßten durch einen Reifenschaden ihre Führung kurz vor Rennende ein und belegten Platz zwei. Einen sensationeller Einstand gelang Christian Hohenadel (Illingen) und Lance David Arnold (Duisburg) in der neuen GT3-Corvette, die beim Debüt in der Langstreckenmeisterschaft auf Platz drei ins Ziel kamen. Die erfolgreiche Weltpremiere des neuen SLS AMG GT3 wurde durch einen Startunfall getrübt. Trotzdem sammelte das Team AMG Mercedes HWA GmbH wertvolle Erfahrungen und empfahl sich mit respektablen Rundenzeiten. Der fünffache DTM-Champion Bernd Schneider (Bottighofen) zeigte sich nach seinem Nordschleifen-Comeback begeistert: „Wahnsinn, was hier los ist“, freute sich der Saarländer. „Wir hatten nicht mit so einem großen Zuspruch seitens der Fans gerechnet. Die Nordschleife ist immer etwas Besonderes und eine der größten Herausforderungen im Motorsport.“

Nach knapp mehr als drei Stunden Renndistanz wurde der 42. ADAC Barbarossapreis von der Rennleitung vorzeitig mit der Roten Flagge abgebrochen. In den Streckenabschnitten Hatzenbach, Aremberg und Fuchsröhre hatte sich eine Reihe von Unfällen ereignet. Alle beteiligten Fahrer blieben dabei unverletzt. „Aufgrund von Leitplankenschäden und den laufenden Bergungsarbeiten konnten wir die Sicherheit nicht mehr gewährleisten, so dass wir das Rennen vorzeitig abgebrochen haben“, sagt Rennleiter Peter Bröcher (Olpe). Da zum Zeitpunkt des Abbruchs mehr als 75 Prozent der Renndistanz absolviert waren, geht das Rennen mit voller Punktzahl in die Meisterschaftswertung ein.

Eine Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fiel bereits wenige Sekunden nach dem Start. In Kurve zwei kam es zu einer Berührung zwischen Polesitter Hohenadel und dem von Platz drei nach vorne stürmenden Schneider. Beide Fahrzeuge drehten sich und Audi-Fahrer Frank Stippler (Bad Münstereifel) torpedierte unfreiwillig den SLS AMG GT3. „Ich habe hinten einen Schlag bekommen und hatte keine Chance mehr auszuweichen“, ärgerte sich Stippler, der sich den Audi R8 des Phoenix-Teams mit Marc Basseng (Neusalza-Spremberg) teilte. Die Kollision bedeutete das vorzeitige Aus für den Supersportler aus Ingolstadt – Schneider konnte seine Fahrt nach einer rund 25-minütigen Reparatur hingegen fortsetzen.

Es entbrannte ein spannender Dreikampf an der Spitze. Klasen festigte seine Führungsposition im direkten Duell gegen Westbrook mit schnellen Rundenzeiten. Die Corvette verlor vor allem bei den Boxenstopps an Boden. „Unsere Tankentlüftung wurde bei dem Zwischenfall in der ersten Runde beschädigt“, so Hohenadel. „Dadurch haben wir bei jedem Stopp mindestens 20 Sekunden eingebüßt, weil der Treibstoff nicht mehr mit der gewünschten Geschwindigkeit floss.“ Dumas steuerte in Runde 19 mit einem Reifenschaden unplanmäßig die Box an – der kostete am Ende den Sieg. „Bis zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Rennen im Griff“, so Klasen. Voller Freude war Luhr über sein erfolgreiches Comeback in der Langstreckenmeisterschaft: „Ein glücklicher Rennausgang. Ohne den Abbruch wäre es sicher noch einmal knapp geworden, weil wir im Vergleich zu unserem Schwesterfahrzeug mit einer ganz anderen Strategie unterwegs waren.“ Der zweifache Saisonsieger Lance David Arnold zeigte sich mit der Podiumsplatzierung beim Debüt der GT3-Corvette zufrieden: „Das ist eine vollkommen neue Herausforderung. Was der Corvette im Moment definitiv noch fehlt, ist das Überholprestige. Die anderen Teilnehmer haben sich an die beiden Manthey-Porsche bereits gewöhnt. Dass nun plötzlich eine starke Corvette im Rückspiegel auftaucht, ist nun mal neu. Das gilt es, in der Zukunft zu ändern.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren drei weitere Porsche auf die Plätze vier bis sechs. Armin Hahne (Wimbach), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Marc Gindorf (Monaco) verpassten als Vierte das Podium nur knapp vor Niclas Kentenich (Neuss), Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) sowie Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Oliver Kainz (Kottenheim). Auf Platz sieben pilotierten Rudi Adams (Ahütte), Stefan Aust (Castrop-Rauxel) und Christopher Haase (Kulmbach) den BMW Z4 GT3 von Dörr-Motorsport. Einen tollen Einstand auf der Nordschleife feierten die beiden Spitzenreiter im Porsche Carrera Cup Deutschland, Nicolas Armindo (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien). Zusammen mit Martin Ragginger (Österreich) fuhren die beiden Debütanten zum Sieg in der Klasse SP7 (VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum).

Hochspannung im Kampf um die Meisterschaft

Um in der Meisterschaft auch weiterhin ein Wörtchen mitreden zu können, wechselten die Tabellenführer Alexander Böhm (Kelberg), Philipp Leisen (Irrel) und Carsten Knechtges (Mayen) zum achten Lauf kurzerhand in die am stärksten besetzte Klasse SP3 (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum). In der angestammten Klasse V5 (VLN-Serienwagen bis 2.500 ccm Hubraum) sind aufgrund der geringen Starterzahl weniger Punkte zu holen. Der Schritt erwies sich als goldrichtig. Wolf Silvester (Nürnberg) und Mario Merten (Nürburg), die ebenfalls noch Titelhoffnungen hegen, sobald die Streichresultate beim nächsten Rennen zum Tragen kommen, errangen im Bonk-BMW Z4 den Sieg in der SP3 und holten 9,83 Punkte. Das Black-Falcon-Trio belegte Platz zwei und erhielt dafür ordentliche 9,50 Punkte. Die zweitplatzierten in der Meisterschaft, Elmar Deegener (Stelzenberg), Jürgen Wohlfarth (Murrhardt) und Christoph Breuer (Nettersheim), fuhren im Audi TTS in der Klasse SP3T (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo) nur auf Platz zwei und verbuchten mit lediglich 9,21 Punkten quasi das dritte Streichresultat. Der Klassensieg ging an Volker Strycek (Dehrn), Hannu Luostarinen und Julius Nieminen (beide Finnland) im Opel Astra OPC. In der Tabelle hat das Black-Falcon-Trio weiterhin die Nase vorne.

Tourenwagen-Revival sorgt für gute Unterhaltung im Rahmenprogramm

Der zweite Auftritt des Tourenwagen-Revivals im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sorgte für Kurzweil auf dem Grand-Prix-Kurs. Auch bei feuchter Piste während der beiden Ausfahrten der historischen DTM-Renner am Freitag und Samstag, ließen die Besitzer keinen Zweifel daran, dass ein Rennwagen auf einer Rennstrecke nicht im Schneckentempo bewegt werden will. BMW M3, Ford Sierra, Mercedes 190, Opel Omega und Volvo 240 Turbo zeigten teils beeindruckende Driftwinkel und eroberten vor allem durch ihren kernigen Sound die Herzen der Fans.

42. ADAC Barbarossapreis
Pole-Position #86, Christian Hohenadel / Lance David Arnold,
GM Corvette,
9:34.226 Min. = 152.777 km/h
Gestartet 198
Gewertet 158
Nicht gewertet 40
Sieger #88, Lucas Luhr / Richard Westbrook,
HARIBO TEAM MANTHEY,
Porsche 911 GT3 R 997,
20 Runden,
2:57:57.006 Std. = 164.331 km/h
Schnellste Runde #114, Romain Dumas / Arno Klasen,
Manthey Racing GmbH,
Porsche 911 GT3 R 997,
8:20.163 Min. = 175.400 km/h

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 88 SP9 HARIBO TEAM
MANTHEY
Lucas Luhr
Richard Westbrook
Porsche 911
GT3 R 997
20 2:57:57.006 164.331   8:21.101 175.071 2
2 114 SP9 Manthey
Racing GmbH
Romain Dumas
Arno Klasen
Porsche 911
GT3 R 997
20 2:58:32.460 163.788 35.454 8:20.163 175.400 2
3 86 SP9 - Christian Hohenadel
Lance David Arnold
GM Corvette 20 2:59:02.054 163.336 1:05.048 8:22.616 174.544 6
4 112 SP9 Manthey
Racing GmbH
Armin Hahne
Jochen Krumbach
Marc Gindorf
Porsche 911
GT3 R 997
20 2:59:41.802 162.734 1:44.796 8:29.591 172.155 20
5 107 SP9 - Klaus Abbelen
Sabine Schmitz
Niclas Kentenich
Porsche 911
GT3
20 3:00:03.341 162.410 2:06.335 8:27.581 172.836 2
6 110 SP9 WOCHENSPIEGEL
TEAM MANTHEY
Georg Weiss
Michael Jacobs
Oliver Kainz
Porsche 911
GT3 R 997
20 3:00:18.485 162.182 2:21.479 8:21.700 174.862 2
7 105 SP9 Dörr Motorsport
GmbH
Rudi Adams
Stefan Aust
Christopher Haase
BMW Z4
GT3
20 3:01:04.529 161.495 3:07.523 8:24.500 173.892 2
8 104 SP9 - Michael Illbruck
Manuel Lauck
Porsche 911
GT3 R
20 3:02:31.453 160.213 4:34.447 8:24.979 173.727 2
9 677 CUP2 - Dennis Busch
Marc Busch
Porsche 911
GT3 Cup 997
20 3:02:40.861 160.076 4:43.855 8:39.410 168.900 2
10 652 CUP2 AvD e.V.
Scuderia
Offenbach
Kai Riemer
Rodney Forbes
Porsche 911
GT3 Cup 997
20 3:02:41.174 160.071 4:44.168 8:39.923 168.733 2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
Cup2 677 - Dennis Busch
Marc Busch
Porsche 911 GT3 Cup 997 3:02:40.861
20
8:39.410
2
E1-XP 738 AMG Mercedes HWA AG Bernd Schneider
Thomas Jäger
Mercedes-Benz SLS AMG 3:03:12.710
17
8:32.414
5
H1 52 - Fabian Sigwart
Claudia Pulver
BMW 318iS 3:00:48.304
17
10:10.468
11
H2 30 - Günther Schulze-Ardey
Egor Jacob
Peter Jacob
Mercedes-Benz 190 E 3:01:40.615
16
10:47.270
6
H3 25 - Ulli Packeisen
Hubert Nacken
BMW M3 2:59:25.760
18
9:29.092
9
H4 5 - Achim Heinrich
Peter Heinrich
BMW M1 2:57:10.099
18
9:12.194
18
SP2 369 Scuderia Augustusburg Brühl Jana Meiswinkel
Ernst Berg
Ford Fiesta ST 2:52:53.442
16
10:17.638
8
SP2T 412 ALPECIN-SCHIRRA motoring Friedrich von Bohlen
Harald Grohs
Andres Serrano
BMW Mini 2:55:03.621
17
9:34.271
17
SP3 310 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW Z4 3:01:30.379
19
9:16.769
9
SP3T 358 Kissling Motorsport Hannu Luostarinen
Julius Nieminen
Volker Strycek
Opel Astra OPC 3:01:01.434
19
9:05.306
2
SP4T 260 FH Köln Motorsport powered by Ford Anja Wassertheurer
Daniela Schmid
Ford Focus RS 2:57:24.138
16
9:33.529
7
SP5 220 Live-Strip.com Racing Fabian Plentz
Dennis Nägele
BMW 330 iM 2:59:20.726
19
9:05.862
19
SP6 180 - Heinz Schmersal
Stephan Rösler
BMW Z4 2:59:43.171
19
8:55.043
2
SP7 156 Manthey Racing GmbH Martin Ragginger
Nicolas Armindo
Nick Tandy
Porsche 911 GT3 Cup 3:02:22.768
19
8:41.932
2
SP8 130 - Ed Nicelife
Thomas Koll
Daniel Kellwitz
GM Corvette C6 2:54:21.822
17
8:57.906
2
SP8T 145 - Ulf Ehninger
Jochen Ayasse
Audi RS 4 2:58:55.055
10
11:06.914
6
SP9 88 HARIBO TEAM MANTHEY Lucas Luhr
Richard Westbrook
Porsche 911 GT3 R 997 2:57:57.006
20
8:21.101
2
SP10 73 - Wolfgang Weber
Norbert Bermes
Rickard Nilsson
Aston Martin V8 Vantage 2:58:50.002
18
9:13.541
2
V2 607 MSC Wahlscheid e.V. Rolf Derscheid
Michael Flehmer
BMW 318iS 2:53:17.257
16
10:31.367
10
V3 580 - Axel Burghardt
Jens Moetefindt
Michael Bonk
BMW 320 2:54:34.054
16
10:26.374
9
V4 565 - Markus Schmickler
Guido Strohe
Lars Heisel
BMW 390L 2:59:01.307
17
9:56.726
6
V5 506 - Peter Höhensteiger
Richard Weber
BMW M3 2:53:42.537
17
9:49.377
11
V6 482 - Mario Ketterer
Michael Heimrich
Michael Küchenmeister
David Ackermann
BMW M3 3:03:22.594
18
9:38.176
5
VD 471 MSRT Freiamt Valentin Hummel BMW 120d 2:48:09.368
15
10:52.760
8
VD1T 460 - Michael Auriemma
John Edwards
Mike Edwards
BMW 320d 2:54:10.763
17
9:39.440
16
VD3T 432 - Thomas Haider
Gregor Hötzel
BMW 330d 3:03:57.728
18
9:48.121
9

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Quelle: VLN-Media
Video: Youtube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen