15. Juni 2006: CHC 3. Lauf: Feste Nürburg

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  • Holle/Weber im Honda S2000 zum Gesamtsieg – 149 Teams eröffnen das 24h-Wochenende auf dem Nürburgring

(Nürburgring/Brühl/Roetgen) Mit einer faustdicken Überraschung endete der dritte Wertungslauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ auf der Nürburgring-Nordschleife: Nach 13 Runden (=270,829 Kilometer) freuten sich Matthias Holle (Diez) und Wolfgang Weber (Aldersdorf) am Steuer des Honda S2000 über den Gesamtsieg. Mit 83 Sekunden Rückstand lenkte Bastian Hüttinger (Neuenstein) seinen Ford Escort RS 2000 auf den zweiten Gesamtrang, dritter wurde Lothar Leifer (Baiersdorf) mit einem Porsche 911 RS. Tabellenführer bleiben Klaus und Julia Flint aus Melle, die mit ihrem Tost-Peugeot 206 erneut in ihrer Klasse siegten

Erst Nebel, dann Regen, dann Sonnenschein: Petrus sorgte einmal mehr für eine Reifenlotterie. Rund 20 Teams der 149 Starter hatte sich für profillose Pneus entschieden. Ein Fehler, wie sich im Verlauf der ersten Runde herausstellen sollte. Starker Regen sorgte für eine feuchte Piste, die erst in den letzten drei Runden abtrocknen sollte.

Von Beginn an drückten drei Piloten dem Geschehen ihren Stempel auf: Holle/Weber, Hüttinger und Patrick Huisman (NL-Hengelo) in der Zakspeed-Viper: Der Niederländer unterbot auch als erster auf der noch feuchten Strecke die Neun-Minuten-Marke. Im weiteren Rennverlauf war es dann Michael Funke (Tönisvorst), der mit dem Schirmer-BMW M3 den Eifelkurs in 7.46 Minuten als Schnellster umrundete.

Auf dem Weg zum Gesamtsieg ließen sich Holle/Weber nicht mehr stoppen, zumal zwei starke Mitbewerber früh strauchelten: Paul Gerd Krell (Bonn) kam in der zweiten Runde mit dem KRS-BMW M3 in Breidscheid von der Strecke ab, nur einen Umlauf später stellte Peter Festl (Hückeswagen) seinen Porsche GT3-RS mit technischem Defekt in der Box ab. Vater und Sohn Hans-Rolf und Sascha Salzer (beide Alpenrod) konnten im Harosa-BMW M3 das Tempo nicht ganz mitgehen, siegten aber bei den 24h-Specials über 2000 ccm. In der Meisterschaft konnte Hans-Rolf Salzer Dank dem dritten Klassensieg vom fünften auf den dritten Rang vorrücken.

Bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm ging zunächst Rudolf Brandl (Walldürn) in Führung. Sieben Sekunden pro Runde war der BMW-Pilot schneller als die Meister Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln) im PPPC-Opel Corsa. Doch dann verabschiedete sich zunächst der linke Scheibenwischer am BMW, in der elften Runde gab es denn einen technischen Defekt und der Nordbadener musste endgültig aufgeben. In Runde sechs hatten Henrich/Schulten aber bereits die Führung übernommen und bis zum Ziel auf über drei Minuten ausgebaut. Die beiden BMW 318iS von Jörg Diekriede (Glandorf) sowie Sascha Lenz/Rold Derscheid (Plaidt/Much) kamen auf die nächsten Plätze.

Vater und Tochter Flint verteidigten die Tabellenführung mit dem dritten Sieg in der Gruppe F/N bis 2000 ccm. Das man mit nur 136 PS in der mit elf Teams stark besetzten Klasse zweiter werden kann, bewiesen Christian Engelberg (Mettmann) und Thomas Asmuth (Solingen) mit ihrem seriennahen BMW 318iS. In der Gruppe F/N über 2000 ccm siegten Dr. Torsten Krey/Michael Herre (Herborn) im BMW M3 CSL.

Mit 30 Fahrzeugen war die Gruppe H bis 2000 ccm am stärksten besetzt. Während Bastian Hüttinger der Konkurrenz enteilte, tobte dahinter der Kampf um die Positionen. Christian Rziczny (Vörden) hatte Pech, als im Audi Coupé auf der Döttinger Höhe der Motor platzte. Marcus Müller (Bleialf) wurde im Opel Manta sicherer zweiter, während um Platz drei am Ende gerade einmal neun Sekunden zwei VW Golf GTi-Teams trennten: Udo Wachsmuth/Ludger Schnietz (beide Nachrodt) hatten knapp die Nase vorn vor Deutschlands schnellsten Polizisten Thorsten Drichel/Ariane Schlüter (beide Selm).

Knapper Sieg für Träger/Zammert in der Michaela-Lochmann-Trophy

Die MLT-Neueinstieger Gerhard Diel und Manuel Schönherr (beide Wermelskirchen) verpassten nur knapp ihren ersten Klassensieg: Mit dem Kissling-Opel Astra mussten sich die beiden bei den Specials bis 2000 ccm den mehrfachen Meistern Holger Träger (Bochum) und Karl-Heinz Zammert (Düsseldorf) nur um 0,1 Sekunden geschlagen geben. Bei strafpunktegleichheit hätte die schnellere Sprintrunde entschieden und da war das Opel-Duo fast zwei Minuten flotter. Träger/Zammert bauten mit dem Benninghofen-VW Golf ihre Tabellenführung somit weiter aus.

Bei den Specials bis 1600 ccm sorgten Frank Mestermann/Dirk Kriwett (Hattingen/Essen) für den zweiten Benninghofen-Sieg. Am Steuer des Daum Motorsport-VW Golf GTi siegten Michael Daum/Alexander Mayer (Dreisbach/Trierweiler) bei den Specials über 2000 ccm. Die beiden Düsseldorfer Jürgen Stölting/Thomas Matuschewski bleiben bei den seriennahen Fahrzeugen unbesiegt und festigten den zweiten Tabellenrang.

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Quelle: RCN