30. Mai 2002: CHC 2. Lauf: Venntrophy

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  • 104 Teams vor über 100.000 Zuschauern
  • Größter Erfolg für Hans-Rolf und Sascha Salzer

(Nürburgring/Roetgen/Brühl) Zu einem vollen Erfolg wurde der zweite Wertungslauf zum Castrol-HAUGG-Cup "Um die Willi Hieke Pokale" auf dem Nürburgring. Vor über 100.000 begeisterten Zuschauern nahmen 104 (!) Teams die 12 Runden-Distanz auf dem berühmten Eifelkurs in Angriff. Den größten Erfolg ihrer noch jungen Motorsport-Laufbahn feierten Hans-Rolf und Sascha Salzer, Am Steuer ihres BMW M3 E36 meisterte das Vater und Sohn-Team aus Alpenrod im Westerwald die 249,96 Kilometer-Distanz und feierte einen vielumjubelten Geamtsieg. "Insgesamt war es zwar unser siebter Gesamtsieg, aber vor dieser Kulisse 103 andere Teams zu besiegen ist ein absoluter Traum", freute sich Hans-Rolf Salzer nach dem Triumph. In der Meisterschaft konnten die Salzers auf Platz zwei vorrücken. Mit 55 Sekunden Rückstand wurden Thomas Imig und Petra Dams

(Mönchengladbach/Düsseldorf) im VW Golf Gesamtzweite vor Maic Winter (Dingden) im Opel Astra. "Wenn der Salzer-M3 problemlos läuft, haben wir keine Chance", gab Thomas Imig bereits beim Boxenstopp zu und ergänzte: "Der Klassensieg steht für uns aber im Vordergrund." Und in der Gruppe H bis 2000 ccm ließen Imig/Dams der Konkurrenz einmal mehr keine Chance, wenn auch Rainer Stahl (Meerbusch) im Opel Kadett C in der Anfangsphase mächtig Druck machte. Sollzeitfehler von Stahls Teamkollegen Oliver Wenzel (Hagen) in der Schlussphase kosteten sogar noch Platz zwei, den sich Routinier Mathias Bungard mit Beifahrer Jürgen Dorband (Eitorf/Wuppertal) sicherte. Die lange Zeit zweitplatzierten Ives und Manfred Tittmann ausBocholt mussten nach der vorletzten Runde mit technischen Problemen aufgeben.

Weiterhin an der Tabellenspitze liegt Titelverteidiger Maic Winter. Bei den Specials bis 2000 ccm siegte Winter zum zweiten Mal in dieser Saison, und "das mit einem reinen Gruppe N-Fahrzeug", wie der KZF-Meister gerne betont. "Solange ich bei den Specials eine Chance habe, starte ich wegen der vielen Starter lieber dort." Die Dauerrivalen Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) lieferten sich einen tollen Kampf mit Jörg Weber aus Kehrig im Ford Escort um Platz zwei. Zur Halbzeit trennten die beiden gerade einmal eine (!) Sekunde. Doch in Runde sechs ging Schulten im Pflanzgarten der Asphalt aus. "Ich habe zu stark gebremst, dann brach das Heck aus und ich touchierte die Leitplanke. Mein Fehler." Ein gebrochener Querlenker beendete die Fahrt.

Bei den Specials bis 1600 ccm debütierte ein ganz besonderes Team im CHC. Die beiden Tönisvorster Lars Gutsche, aktueller CHC-Streckensprecher, und sein alter Kumpel Charlie
Bruchmann, sein Vorgänger als CHC-Streckensprecher, brachten einen Daihatsu Charade an den Start. Und so wie sich das Duo das Cockpit teilte, gab es auch einen fliegenden (und perfekten) Wechsel in der Sprecherkabine. Die gute Leistung des Duos wurde mit zufriedenen Zuhörern und Klassenplatz zwei belohnt! In der Gruppe H bis 1300 ccm siegte der Neustädter Robert Holl mit seinem VW Polo vor Volker Roß/Thorsten Reuschenbach (Kettig/Neuwied) im Suzuki Swift. Nach einmaligem "Fremdgehen" mit einem Honda Civic brachten die Kölner Kuno Kuttenkeuler und Michael Schmidtke einmal mehr einen Ford an den Start, erstmals einen Focus ST 170. Und prompt gab es auch den zweiten Saisonsieg vor Peter Maurer (Bad Soden) im Opel Vectra.

Der mehrmalige CHC-Meister Herbert Schilling aus Bornheim feierte mit seinem betagten Audi 80 ein tolles Comeback. Zusammen mit Caroline Diehm aus Seelscheid siegte Schilling nicht nur in der Klasse bis 1600 ccm, sondern in der gesamten Wertungsgruppe F! Da hatte sogar der Sieger der Zweiliterklasse, Ulrich Ehret aus Buchen mit seinem BMW 318iS, das Nachsehen. Allerdings profitierten Schilling/Diehm vom Ausfall des zunächst führenden Opel Ascona-Duos Frank Diehl/Stefan Plate (Burbach/Neunkirchen). In der Gruppe G siegten Thomas Franken/Thomas Kessel (beide Bornheim) vor dem BMW 318iS-Markenkollegen Marcel Schmidt aus Wuppertal.

Erstaunliche 23 Teams starteten in der Sonderwertung "CHC light" (sieben statt zwölf Runden). Die Kölner Jörg und Kerstin Kosmalla zeigten mit ihrem Opel Corsa der Konkurrenz den Auspuff und feierten mit nur 0,6 Strafpunkten den light-Gesamtsieg vor Michael Drexelius/Bastian Braun (beide Solingen) im Opel Kadett D. Dank diesem Erfolg (natürlich auch Klassensieg in der Gruppe F bis 1600 ccm) übernahmen die Eheleute auch die Tabellenführung. Gesamtdritte wurden Christof Degener/Dirk Kehrberg (Hattingen/Bochum) im VW Golf, Sieger der Gruppe F bis 2000 ccm. Erfreulich: Nur zwei light-Teams konnten nicht gewertet werden!

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Quelle: RCN