CHC 1. Lauf 2002: Preis der Erftquelle

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  • Gelungene Premiere des CHC light
  • Meister Maic Winter erneut Tabellenführer

13. April 2002, Nürburgring/Schönau Besser hätte der Saisonauftakt im Castrol-HAUGG-Cup "Um die Willi Hieke Pokale" nicht erfolgen können: 64 Teams, optimale Witterungsbedingungen und packende Positionskämpfe prägten den "Preis der Erftquelle" der Sportfahrergemeinschaft Schönau.

An der Spitze des Feldes jedoch (noch) die gewohnten Bilder. Hans-Rolf und Sascha Salzer aus Alpenrod im Westerwald feierten ihren sechsten CHC-Gesamtsieg und rückten somit in der ewigen Bestenliste auf den fünften Platz vor. Am Steuer ihres BMW M3 E36 drehte das Vater-und-Sohn-Team in 8.18 Minuten auch die schnellste Runde des Tages. Zweiter wurde Johannes Trimborn aus Swisttal im Audi Coupe S2 vor Maic Winter (Dingden) im Opel Astra F GSi. Da die Klasse der Specials bis 2000 ccm mit elf Fahrzeugen am stärksten besetzt war, führt der amtierende Meister Maic Winter auch gleich nach dem Saisonauftakt wieder die Tabelle an. CHC-Neueinsteiger Dirk Werner aus Kissenbrück sorgte für eine große Überraschung und wurde im 1800er-Ford Puma zweiter vor Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) im Opel Astra. Meinhard Hellweg (Homburg) musste seinen Ford Mondeo BTCC mit Kupplungsdefekt nach der ersten Runde abstellen.

Einer Sensation gleich kommt in der Gruppe H der Sieg von VW Polo-Pilot Robert Holl. Am Steuer des nur 1300 ccm-starken Hubraumzwerges zeigte der Neustädter der versammelten Konkurrenz die Rücklichter und feierte den bislang größten Erfolg im CHC. Holl profitierte jedoch vom Pech einiger Wettbewerber. So zum Beispiel Thomas Imig/Petra Dams (Mönchengladbach/Düsseldorf), die lange Zeit wie der sichere Sieger aussahen, ehe sich in der neunten von zwölf Runden zwei Schrauben der Auspuffanlage lösten und gut fünf Minuten verloren gingen. Einen Umlauf zuvor mussten bereits Oliver Wenzel/Rainer Stahl (Hagen/Meerbusch) ihren Opel Kadett C mit Motorschaden abstellen. Somit lagen Vater-und-Sohn Ives und Manfred Tittmann (beide Bocholt) mit ihrem Opel Kadett E an der Spitze, doch in der elften Runde rutschte das Duo im Bereich "Hohe Acht" in die Leitplanken und musste aufgeben. Hinter Robert Holl wurde Newcomer Daniel Ortmann aus Kirchen zusammen mit dem alten Fuchs Paul-Gerhard Haak (Freudenberg) im Opel Kadett zweiter vor Heinz-Gerd Bolz aus Wegberg im Peugeot 205. Mit Platz vier übernahm die Kölnerin Barbara Petrick die Führung in der Michaela-Lochmann-Damen-Trophy vor den punktgleichen Petra Dams und Andrea Derscheid (Much).

In der Gruppe N fuhren die Kölner Routiniers Kuno Kuttenkeuler und Michael Schmidtke im Honda Civic Type-R einem ungefährdeten Sieg entgegen. Pech hatte hier Neuling Melanie Kykal aus Pleidelsheim, die ihren Renault Clio in der elften Runde mit einem technischen Defekt abstellen musste. In der Gruppe F bis 2000 ccm retteten Frank Diehl/Stefan Plate (Burbach/Neunkirchen) den Sieg ins Ziel, nachdem sich in den letzten Runden der Opel Ascona-Motor etwas ungesund anhörte. Doch der bis dahin herausgefahrene Vorsprung auf den Bonner Markus Schumacher im BMW 320 war groß genug. Armin Bickmann (Herzogenrath) bleibt der Pechvogel des CHC und musste einmal mehr mit Motorschaden am Opel Kadett E aufgeben. Einige Strafpunkte in den Sollrunden kosteten dem Koblenzer Stephan Niecknig im Renault Clio Platz drei, den sich Roger Schmitz im Renault 5 sicherte. In der Gruppe F bis 1600 ccm gab es einmal mehr das "Gigantenduell" zwischen dem VW Lupo und dem Opel Corsa 1,4. Im Ziel nach 250 Kilometern hatten Ralf und Tobias Trunz aus Krefeld
im VW Lupo schließlich 40 Sekunden Vorsprung auf das Ehepaar Derscheid im 60 PS-Dauerbrenner-Opel.

Bei der Weltpremiere des CHC-light (sieben Runden statt zwölf) hatten gleich zwölf Teams genannt. Mit 0 (in Worten Null) Strafpunkten meisterten Jörg und Kerstin Kosmalla aus Köln im Opel Corsa die 145,8 Kilometer am besten. Mit nur einem Strafpunkt musste sich das Fiat Cinquecento-Duo Uwe Karp/Ogün Baytekin aus Leverkusen geschlagen geben.

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Quelle: RCN