VLN 9. Lauf 2006 "30. DMV-250 Meilen Rennen"

Hauptkategorie: VLN
  • 30. DMV – 250 Meilen Rennen
  • 9. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2006
  • Veranstalter: AC Monheim e.V. im DMC, Monheim
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24433 m
  • DMSB Reg.-Nr.: 241/2006

Zeitplan*

Samstag, 14. Oktober 2006
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:15 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
ca. 18:30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Top Ten: Jubiläumssieg für Land-Motorsport

Nürburgring. Große Freude bei Land-Motorsport – mit ihrem souveränen Sieg beim 30. DMV 250-Meilen-Rennen nach 27 Runden sicherten Marc Basseng (Leutenbach) und Patrick Simon (Wiesbaden) dem Rennstall aus dem Westerwald den zehnten Gesamtsieg in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. In der laufenden Saison gelang dem Fahrerduo zum dritten Mal das magische Tripple: Pole-Position, schnellste Rennrunde und schließlich der Sieg. Nach einem wahren Favoritensterben an der Spitze des Feldes komplettierten Dirk Riebensahm (Andernach), Christopher Gerhard (Viersen) und Hans Peter Huppert-Nieder (Blieskastel) in der Dodge Viper GTS-R des Zakspeed-Teams und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) im Irmscher V8STAR vor 21.000 Zuschauern das Podium. Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) haben mit ihrem sechsten Sieg bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum den Meistertitel fast sicher.

Von der Pole-Position aus gestartet übernahm Marc Basseng im Land-Porsche die Führung beim Start. Im Verlauf des Rennens bauten er und Patrick Simon den Vorsprung bis auf sieben Minuten aus. Ein ausreichend großes Polster, um in der Schlussphase des Rennens nach leichten Vibrationen am Fahrzeug noch einen Sicherheitsstopp einzulegen. „Unser Porsche war heute einfach traumhaft zu fahren“, sagte Simon nach seinem siebten Sieg. An allen zehn Erfolgen des Land-Teams war Basseng beteiligt, der nach der Siegerehrung ebenfalls lobende Worte fand: „Mit Ausnahme der leichten Vibrationen, die aufgetreten sind nachdem ich über einige Trümmerteile gefahren bin, hatten wir keinerlei Probleme mit unserem Fahrzeug – und wir waren wirklich schnell.“

Die direkte Konkurrenz im Rennen fiel technischen Problemen zum Opfer. Nicht über das Zeittraining hinaus kamen Raeder-Motorsport (Getriebeschaden am Lamborghini Gallardo) und Alzen-Motorsport (Motorschaden am Porsche 911 GT3). Im Rennen erwischte es nach 20 Runden die bis zu ihrem Ausfall auf Platz zwei geführten Michael Bäder (Ofterdingen), Tobias Hagenmeyer (Köln) und Markus Gedlich (Frankfurt). „Eine defekte Achsmanschette führte zu einem Bruch der Antriebswelle“, analysierte Gedlich den Ausfall. Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) haderten mit Problemen an der Bremsanlage ihres Opel Astra V8 Coupés und zwei Reifenschäden. Einen von beiden fing sich Schlussfahrer Ralf Schall in der vorletzten Runde ein, als er zur Aufholjagd auf den Drittplatzierten Mölig angesetzt hatte. Am Ende belegte die Opel-Mannschaft Platz vier. Jochen Krumbach (Eschweiler) und Tom Clost (Waregem) fuhren im Porsche 911 GT3 von Mühlner-Motorsport auf Platz fünf vor Frank Lorenzo (Willich), Harald Jacksties (Schweiz) und Nils Bartels (Mannheim) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R.

Merten/Silvester trennt nicht viel vom Meistertitel

Eine kleine Formalie trennt Merten/Silvester noch von dem Meistertitel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Sie müssen am Saisonfinale teilnehmen. Egal, ob sie dabei die Zielflagge sehen oder nicht – nur dann wird ihnen das letzte Rennen als Streichergebnis gewertet. Sollten beide beim letzten Rennen nicht antreten, würde diese Nullrunde nicht als Streichresultat zählen.

An dem Triumph von Silvester/Merten konnten auch die Klassensiege zweier Teams nicht rütteln. Claudia Hürtgen (Aachen), Marc Hennerici (Bonn) und Torsten Schubert (Oschersleben) behalten im BMW 120d nach acht Siegen in achtRennen ebenfalls eine weiße Weste, wie Jürgen Schulten (Hamminkeln), Ludger Henrich (Schmitten) und H. Helmut Engelbracht (Rheurdt) im Opel Astra OPC. Gleich zwei Klassensiege in einem Rennen verbuchten Alex Böhm (Kruft) und Daniel Zils (Bendorf). Zusammen mit Michael Luther (Barsbüttel) gelang dem Duo im BMW M3 der Sieg in der Klasse V5. Der dritte Mann im Sieger-BMW 325i in der Klasse V4 war Thomas Ehleiter (Loffenau).

In der schnellsten VLN-Cup-Klasse für Porsche-Cupfahrzeuge fuhren die David Croft (Wuppertal), Jonathan Baker und Daniel Cooke (beide Großbritannien) zum Sieg. Das Manthey-Trio profitierte von dem Pech von Agon-Motorsport, das in Führung liegend mit einer defekten Radaufhängung wertvolle Zeit an der Box einbüßte. Jörn Schmidt-Staade (Dülmen), Stefan Müller (Bovenden) und Michael Schaal (Stuttgart) wurden am Ende hinter dem zweiten Manthey-Porsche von Gary Williams, Stephen Ivermee und Julian Perry (alle Ochtendung) Dritte. Im Honda Civic VLN Cup sicherten sich Uwe Unteroberdörster (Lohmar), Marcel Engels (Willich) und Wilfried Schmitz (Setterich) ihren vierten Saisonsieg, nachdem die in Führung liegenden Bernd Schneider (Hagen) und Gerd-Michael Schumacher (Euskirchen) mit Kupplungsproblemen in der letzten Runde mehr als 50 Sekunden einbüßten. Im schnellsten Honda S2000 fuhren Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg OdT) zum Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum – der siebte Erfolg im Honda S2000 Cup. Unterstützt wurde das Inter-Racing-Team dabei von Ex-No Angel Jessica Wahls, die nicht nur die Daumen drückte, sondern sich im Rahmen der Test- und Einstellfahrt am Freitag als Beifahrerin von Renger selber ein Bild von der Nordschleife machte. „Wir sind zwei Runden gefahren und die waren schon sehr cool“, so die Sängerin, die aktuell an ihrem ersten Soloalbum arbeitet.

Gestartet 177
Gewertet 125
Nicht gewertet 52
Sieger #96, Marc Basseng / Patrick Simon,
Land Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
27 Runden, 4:02:37.820 Std.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min)
in Runde
1 96 SP7 Land Motorsport Marc Basseng
Patrick Simon
Porsche 996 GT3 RSR 27 4:02:37.820 8:23.495
1
2 88 SP8 Zakspeed Dirk Riebensahm
Christopher Gerhard
Hans-Peter Huppert-Nieder
Dodge Viper GTS-R 27 4:07:26.660
4:48.840
8:38.466
2
3 383 E1-XP Mölig Racing Reinhold Mölig Irmscher V8 Star 27 4:07:55.841
5:18.021
8:46.063
2
4 390 E1-XP Schall Motorsport Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra DTM 27 4:10:55.870
8:18.050
8:33.420
2
5 103 SP7 Mühlner Motorsport Jochen Krumbach
Tom Cloet
Porsche 997 GT3 Cup 26 4:05:29.471
1 Runde
8:56.759
2
6 136 SP6 Inter Racing Frank Lorenzo
Harald Jacksties
Nils Bartels
Porsche 996 GT3 RS 26 4:05:45.683
1 Runde
9:03.053
8
7 382 Ei-XP Reik-Racing Reik Kleinherbers
Michael Langer
Detlef Hirsch
Audi V8 Star 26 4:07:19.936
1 Runde
9:04.525
15
8 97 SP7 Frikadelli Racing Klaus Abbelen
Sabine Schmitz
Porsche 997 GT3 Supercup 26 4:08:04.671
1 Runde
8:48.407
1
9 105 SP7 Steam Racing Michael Schratz
Johannes Siegler
Porsche 996 GT3 RSR 26 4:09:00.221
1 Runde
9:06.158
18
10 1 SP10 Schubert Motors Claudia Hürtgen
Marc Hennerici
Torsten Schubert
BMW 120d 26 4:09:19.865
1 Runde
9:12.508
25

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamtzeit (Std.)
Cup1 543 Prosport Jörg Viebahn
Andre Picker
Seat Leon Supercopa 25 4:09:31.565
Cup2 557 - Artur Erkes Renault Clio 23 3:57:38.222
Cup3 568 - Uwe Unteroberdörster
Marcel Engels
Wilfried Schmitz
Honda Civic Typ 24 4:05:33.490
Cup4 601 Manthey Racing Jonathan Baker
David Croft
Daniel Cooke
Porsche GT 3 Cup 26 4:11:38.522
Cup5 613 Autohaus Weißweiler Guido Thierfelder
Sascha Weber
Peugeot 206 23 3:59:12.758
E1-XP 383 - Reinhold Mölig Irmscher V8 Star 27 4:07:55.841
H1 64 - Hartmut Hegner
Stephan Neumeier
Honda ED6 17 3:17:49.641
H2 692 - Dennis Busch
Marc Busch
Ford Puma Cup 23 4:06:21.612
H3 32 - Dr. Werner Bauer
Rainer Wehner
BMW M3 E30 EVO 24 4:04:36.910
H4 20 - Ulli Packeisen
Hanspeter Strehler
BMW 3.0 23 4:07:54.303
H5 2 - Peter Mies
Hans Keutmann
Porsche 993 RSR 25 4:09:50.869
SP1 331 - Veit-Valentin Vincentz
Hermann-Josef Vincentz
VW Polo 6N 21 4:07:26.036
SP2 313 Team rhino‘s Leipert Marcel Leipert
Steffi Halm
Ford Fiesta 23 4:03:18.072
SP3 248 - Andreas Mäder
Reinhold Renger
Honda S 2000 25 4:05:08.652
SP3T 662 - Franz Rohr
Michael Zehe
Audi A3 24 4:09:31.916
SP4 220 - Jürgen Schumann
Peter Schumann
Hyundai Coupe V6 25 4:10:18.089
SP5 190 Bonnfinanz Motorsport Michael Bonk
Ralf-Peter Bonk
Oliver Rövenich
BMW M3 26 4:10:46.609
SP6 136 Inter Racing GmbH Frank Lorenzo
Harrald Jacksties
Nils Bartels
Porsche GT3 R 26 4:05:45.683
SP7 96 Land Motorsport Marc Basseng
Patrick Simon
Porsche GT 3 RSR 27 4:02:37.820
SP8 88 Zakspeed Racing Dirk Riebensahm
Christopher Gerhard
Dr. Hans Peter Huppert-Nieder
Dodge Viper GTS-R 27 4:07:26.660
SP10 1 - Claudia Hürtgen
Marc Hennerici
Torsten Schubert
BMW Diesel 26 4:09:19.865
SP11 380 - Holger Pohlen
Helmut Pohlen
VW Bora R-TDI V 25 4:07:59.601
V2 485 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318is 23 4:02:21.173
V3 451 Pink Power TRT e.V. im ADAC Ludger Henrich
Jürgen Schulten
H. Helmut Engelbracht
Opel Astra OPC 22 3:59:57.865
V4 416 Team-Black-Falcon Thomas Ehleiter
Daniel Zils
Alex Böhm
BMW 325i E90 24 4:08:12.573
V5 396 Team-Black-Falcon Michael Luther
Daniel Zils
Alex Böhm
BMW M3 GT 24 4:00:25.435

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Quelle: VLN-Media
*Auszug aus dem vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen