VLN 2. Lauf 2006 "31. DMV-4-Stunden Rennen"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 31. DMV-4-Stunden Rennen
  • 2. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2006
  • Veranstalter: RG Düren e.V. im DMV, Düren
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24433 m
  • DMSB Reg.-Nr.: 19/2006

Zeitplan*

Samstag, 8. April 2006
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
ca. 11:20 Uhr Startaufstellung
ca. 11:40 Uhr Start Einführungsrunde
ca. 12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
ca. 16:00 Uhr Zieleinlauf
ca. 18:00 Uhr Siegerehrung | Michelin Media Center

Das Rennen

Manthey-Trio gewinnt ereignisreichen Saisonauftakt

Nürburgring. Spannung, Sieger und Tragödien – der Saisonauftakt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring hatte es in sich. Nach 3:26:19.325 Stunden überquerten Lucas Luhr (Monaco) Timo Bernhard (Miesau) und Marcel Tiemann (Monaco) im Porsche GT3 MR von Manthey-Racing als Sieger die Ziellinie. Mit einem Rückstand von 2:42.922 Minuten belegten Reinhold Mölig (Waldalgesheim) und Volker Strycek (Dehrn) im Omega V8 den zweiten Platz vor Johannes Scheid (Kottenborn), Oliver Kainz (Kottenheim) und Dennis Rosteck (Porta Westfalica) im „Eifelblitz“ BMW M3 GTS. Punktgleich stehen zwei Teams von Kissling-Motorsport an der Tabellenspitze der Meisterschaft: Stefan Kissling (Schuld) gewann im Opel Astra GTC in der SP 3 (VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum) genauso seine Klasse gegen 19 Mitbewerber, wie Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) im Opel Corsa Sport in der V2 (VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum). Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 13 ˚C pilgerten 25.000 Zuschauer in die Eifel.

Die letzte Runde des Rennens geriet für Marcel Tiemann zur Zitterpartie. Nach wenigen Kilometern auf der Kurzanbindung des Nürburgrings platzte der hintere rechte Reifen am Manthey-Porsche. Knapp 20 Kilometer musste Tiemann auf der Felge zurücklegen, der Vorsprung von mehr als acht Minuten auf Reinhold Mölig im Omega V8 schmolz kontinuierlich. „Das war meine längste Nordschleifenrunde“, sagte Tiemann nach dem Rennen. „Zum Glück hat es am Ende noch gepasst.“ Das Team glaubte zunächst an einen verspäteten Aprilscherz. Lucas Luhr: „An der Box haben zunächst alle ungläubig geschaut, als wir Marcels Funkspruch hörten. Dann haben wir nur noch die Daumen gedrückt. Bis dahin hatten wir ein absolut problemloses Rennen.“

Spontan entschied sich Volker Strycek am Vorabend des Rennens für den Einsatz im Omega V8 zusammen mit Reinhold Mölig. „Ich habe heute im Training die ersten Kilometer mit dem Fahrzeug absolviert und mich gleich sehr wohl gefühlt“, sagte er nach dem Rennen. „Über die gesamte Distanz hatten wir spannende Zweikämpfe auf der Nordschleife und sind mit dem Erreichten sehr zufrieden.“ Auf Platz drei machten Johannes Scheid, Oliver Kainz und Dennis Rosteck im „Eifelblitz“ dort weiter, wo sie die letzte Saison beendet hatten – auf dem Podium. „Die Saisonvorbereitung war sehr knapp“, so Kainz. „Wir haben erst im Zeittraining unser Setup erarbeitet und sind über den dritten Platz glücklich.“

Nach fünf gefahrenen Runden wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen. In der Klostertal-Kurve hatte der BMW 320i von Frank Bierther (Bornheim) und Adam Osieka (Bonn) Feuer gefangen. Der Zwischenfall blieb ohne Personenschaden, nachdem das Fahrzeug gelöscht und geborgen wurde, konnte das Rennen fortgesetzt werden. Die Restdistanz betrug ab dem Neustart 150 Minuten.

Beim ersten Lauf des Jahres blieben viele Favoriten auf der Strecke. Einen Totalausfall verzeichnete das Team Land-Motorsport. Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Barweiler) schieden nach fünf Runden mit einem Getriebeschaden am Porsche 911 GT3 aus. Marc Basseng (Leutenbach) und Patrick Simon (Wiesbaden) erwischte es im Schwesterauto in Runde zehn mit einer gebrochenen Hinterradaufhängung beim Anbremsen der Arembergkurve. Nach einer starken Startphase gaben Michael Bäder (Ofterdingen) und Tobias Hagenmeyer (Köln) mit ihrem BMW M3 nach sechs Umläufen auf. Mit Aussicht auf eine Podiumsplatzierung war für Ralf und Andreas Schall (beide Dornstadt) das Rennen im Opel Astra V8 Coupé in der 21. Runde nach einer Kollision im Pflanzgarten vorzeitig beendet.

Doppelte Tabellenführung für Kissling-Motorsport

Als Sieger der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum ist Stefan Kissling mit dem neuen Opel Astra GTC der erste Tabellenführer der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2006. Im Rennen setzte er sich gegen Marc Hennerici (Bonn) und Titelverteidigerin Claudia Hürtgen (Aachen) im BMW 320i von Schubert-Motors aus Oschersleben durch. „Mehr kann man von einem Roll-out nicht erwarten“, freute sich Kissling. Den zweiten Klassensieg für das Team aus Bad Müstereifel holten Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche bei den VLNSerienwagen bis 1.850 ccm Hubraum. Da beide Klassen mit 20 Fahrzeugen besetzt waren, komplettieren die Fritzsche-Brüder die doppelte Tabellenführung für Kissling in der Meisterschaft.

Gelungener Einstand des VLN Honda Junior-Teams

Trotz kleinerer Probleme am Honda Civic Type-R gelang dem VLN Honda Junior-Team ein guter Einstand in die Saison 2006. Von Platz zwei der hart umkämpften Civic Cup-Klasse aus ins Rennen gestartet, handelten sich Christoph Breuer (Nettersheim), Benjamin Koske (Büttelborn) und Demian Schaffert (Aachen) mit Elektrikproblemen zunächst einen Rückstand von zwei Runden ein. Glück im Unglück, denn der Vorfall passierte kurz vor dem Abbruch des Rennens und das Team erhielt nach dem Restart eine zweite Chance. „Wir sind mit dem Ausgang des Rennens zufrieden“, resümierte Jan Lange, technischer Leiter des Teams. „Wir haben bei unserem ersten Einsatz die Zielflagge gesehen. Der Grundspeed stimmt, so dass wir voller Zuversicht dem zweiten Rennen entgegenblicken.“

Den Sieg im Honda Civic Cup holten sich Werner Uetrecht (Stemwede) und Florian Fricke (Nienstädt). Während die Konkurrenz über Fahrwerks- und Reifenprobleme klagte – die Radsturz-Werte wurden in dieser Saison freigestellt – fuhr das Duo ein souveränes Rennen. Eine spannende Saison zeichnet sich in der Honda S2000 Wertung ab. Die Dominanz von Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg OdT) scheint gebremst, auch wenn das Team am Ende triumphierte. Matthias Holle (Diez) und Wolfgang Weber (Albersdorf) fuhren über die gesamte Distanz vergleichbare Rundenzeiten, verloren aber durch den Rennabbruch eine Runde auf die späteren Sieger.

Gestartet 162
Gewertet 108
Nicht gewertet 54
Sieger #111, Lucas Luhr/Timo Bernhard/Marcel Tiemann,
Manthey Racing,
Porsche 996 GT3 RSR,
23 Runden, 3:26:19.325 Std.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

Platz # Kls. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 111 SP7 Manthey Racing Lucas Luhr
Timo Bernhard
Marcel Tiemann
Porsche 996 GT3 RSR 23 3:26:19.325
-
8:21.405
7
2 383 Ei-XP Mölig Racing Reinhold Mölig
Volker Strycek
Irmscher V8 Star 23 3:29:02.247
2:42.922
8:46.185
7
3 99 SP7 Scheid Motorsport Johannes Scheid
Oliver Kainz
Dennis Rostek
BMW M3 V8 4.0 23 3:30:31.507
4:12.182
8:46.365
7
4 600 Cup4 Manthey Racing Bert Lambrecht
Jean Francois Hemroulle
Porsche 996 GT3 Cup 23 3:36:05.354
9:46.029
9:02.241
7
5 382 E1-XP Reik-Racing Reik Kleinherbers
Detlef Hirsch
Michael Langer
Audi V8 Star 23 3:38:06.969
11:47.644
9:12.123
7
6 110 SP7 Kissling Motorsport Wolfgang Destreé
Kersten Jodexnis
Porsche 997 GT3 RSR 22 3:29:24.265
1 Runde
8:53.129
7
7 274 SP3 - Stefan Kissling Opel Astra GTC 22 3:32:08.697
1 Runde
9:23.430
19
8 602 Cup4 Manthey Racing Gary Williams
Daniel Cooke
Julian Perry
Porsche 996 GT3 Cup 22 3:32:32.221
1 Runde
9:08.352
3
9 588 Cup4 Irmgartz Motorsport Michael Irmgartz
Klaus Flettner
Porsche 996 GT3 Cup 22 3:33:14.332
1 Runde
9:07.792
3
10 231 SP3 Schubert Motors Marc Hennerici
Claudia Hürtgen
Ralph Bohnhorst
BMW 320i 22 3:33:18.060
1 Runde
9:14.297
10

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamtzeit (Std.)
CUP1 535 - Bora Bölk
Carsten Struwe
Seat Leon Super 20 3:28:34.859
CUP2 562 - Karlheinz Grüner
Friedhelm Mihm
Jutta Beisiegel
Renault Clio RS 19 3:21:52.030
CUP3 566 Fleper Motorsport Werner Uetrecht
Florian Fricke
Honda Civic 20 3:25:41.88
CUP4 600 Manthey Racing GmbH Bert Lambrecht
Jean Francois Hemroulle
Porsche 911 GT 23 3:36:05.354
CUP5 610 Fuchs Personal Team Nett Jürgen Nett
Rolf Schütz
Peugeot 206 RC 20 3:19:51.115
E1-XP 383 - Reinhold Mölig
Volker Strycek
Omega V8 23 3:29:02.247
H1 68 Kissling Motorsport Siegfried Sträwe
Ken Stessens
Opel Tigra 19 3:19:51.048
H2 36 Kissling Motorsport Hans Olaf Beckmann
Peter Hass
Opel Manta 20 3:24:20.444
H3 30 - Udo Förster
Wolf Silvester
BMW M3 E30 EVO 20 3:24:36.699
H5 3 Rheydter Club für Motorsport Johannes Paczynski
Andreas Baier
Porsche 993 RSR 21 3:24:50.724
SP2 316 - Nicole Müllenmeister Ford Fiesta 20 3:32:21.153
SP3 274 Kissling Motorsport Stefan Kissling Opel Astra GTC 22 3:32:08.697
SP3T 303 - Frank Kräling
Christian Tschornia
Sebastian Tschornia
Seat Leon Super 18 3:29:53.005
SP4 220 - Jürgen Schumann
Peter Schumann
Hyundai Coupe V. 22 3:41:05.969
SP4T 222 - Stephan Wölflick
Dr. Stefan Terkatz
Urs Bressan
Ford Focus 21 3:36:48.153
SP5 192 - Kornelius Hoffmann
Iris Hoffmann
Peter Seher
BMW M3 21 3:40:26.918
SP6 148 - Ian Mitchell
Arno Klasen
BMW M3 GTR 22 3:35:15.076
SP7 111 Manthey Racing GmbH Lucas Luhr
Timo Bernhard
Marcel Tiemann
Porsche GT3 MR 23 3:26:19.325
SP8 82 Lambo Racing GmbH Stephan Rösler
Andreas Kitzerow
Georg Silbermayer
Lamborghini Gallardo 22 3:35:27.182
SP10 1 - Claudia Hürtgen
Torsten Schubert
BMW Diesel 21 3:24:49.701
SP11 380 - Holger Pohlen
Helmut Pohlen
VW Bora R-TDI V 20 3:22:18.009
V2 474 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Jürgen Fritzsche
Opel Corsa Sport 20 3:33:11.357
V3 451 Pink Power TRT e.V. im ADAC Ludger Henrich
Jürgen Schulten
Opel Astra OPC 19 3:27:06.931
V4 416 Team-Black-Falcon Thomas Ehleiter
Richard Klumpp
Alex Böhm
BMW 325i 20 3:26:13.280
V5 396 Team-Black-Falcon Michael Luther
Daniel Zils
Alex Böhm
BMW M3 GT 20 3:21:20.956

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Quelle: VLN-Media
*Auszug aus dem vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen