VLN 2. Lauf 2007 "32. DMV 4-Stunden-Rennen"

Hauptkategorie: VLN
  • 32. DMV 4-Stunden-Rennen
  • 2. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2007
  • Veranstalter: RG Düren e.V. im DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24433 m
  • DMSB Reg.-Nr.: 12/07

Zeitplan*

Samstag, 14. April 2007
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:15 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
ca. 18:30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Land-Motorsport gewinnt vor 30.000 Zuschauern

Nürburgring. Strahlender Sonnenschein und 193 gestartete Fahrzeuge zogen beim 32. DMV 4-Stunden-Rennen der Renngemeinschaft Düren 30.000 Zuschauer an den Nürburgring. Die Fans sollten nicht enttäuscht werden, denn der zweite Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft war von Beginn an spannend. Die Entscheidung um den Rennsieg fiel erst zwei Runden vor Ende, als sich Marc Basseng (Leutenbach), Marc Hennerici (Bonn) und Dirk Adorf (Hennef) im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport gegen die bis dato Führenden Michael Bäder (Ofterdingen), Tobias Hagenmeyer (Köln) und Markus Gedlich (Frankfurt) durchsetzten. Im Ziel hatte das Trio im BMW M3 nach 27 Runden einen Rückstand von 41,120 Sekunden auf die Sieger. Platz drei ging an Claudia Hürtgen (Aachen) und Johannes Stuck (Mauren), die im BMW Z4 M-Coupé von Schubert Motors zum zweiten Mal in Folge auf das Podium fuhren.

Schon nach dem Zeittraining war abzusehen, dass es im Kampf um den Gesamtsieg spannend werden würde. Christian und Peter Mamerow (beide Castrop-Rauxel) sicherten sich mit 8:16.505 Minuten die Pole-Position vor dem Land-Porsche. Die beiden Top-Teams trennten nur 1,404 Sekunden. „Ich war schon etwas überrascht, mit unserer Trainingszeit nur auf Platz zwei zu stehen“, gestand Basseng, der sich noch in der ersten Runde an die Spitze setzte. Was folgte, war ein spannender Zweikampf um die Führung, bei dem die beiden Porsche-Piloten im Abstand von weniger als einer Sekunde um 24,433 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife jagten.

Beide Top-Teams hatten im Verlauf des Rennens mit Problemen zu kämpfen. Während die Land-Truppe nach einer Kollision im Streckenabschnitt Brünnchen und einem Reifenschaden zwei Mal unplanmäßig die Box ansteuerte, erwischte es Peter Mamerow in Runde 15 schlimmer. Nach einer Berührung mit einem zu überrundenden Fahrzeug schlug der Routinier heftig in die Streckenbegrenzung ein, wobei der Porsche 911 GT3 RS stark beschädigt wurde. „Das war absolut unnötig“, ärgerte sich Peter Mamerow und Christian ergänzte: „Wir haben das Rennen an der Spitze kontrolliert und der zweite Sieg in Folge war für uns in Reichweite.“ Nach einer starken Leistung freute sich vor allem Marc Hennerici über seinen ersten Sieg: „Ich habe 2002 mein erstes Rennen in der Langstreckenmeisterschaft bestritten, heute stehe ich auf dem Podium ganz oben. Für mich, als Junge aus der Eifel, ist das ein ganz großer Moment.“ Zufrieden waren auch die Zweitplatzierten. „Das war ein perfektes Rennen“, sagte Gedlich. „Mit dem Land-Porsche können wir von der Leistung her nicht mithalten – Platz zwei ist für uns ein großer Erfolg.“ Die Drittplatzierten Hürtgen/Stuck haderten ebenfalls mit technischen Problemen, konnten sich aber mit konstanten Rundenzeiten in der Spitzengruppe behaupten. „Es war unerträglich heiß in unserem Fahrzeug, zudem ist die komplette Elektronik ausgefallen“, sagte Johannes Stuck im Ziel. „Die Hauptarbeit hat heute Claudia gemacht – ihre Leistung war unter den Bedingungen wirklich außergewöhnlich.“ Platz vier belegten Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé. Ihre erste Zielankunft im neuen Porsche Cayman feierten Jürgen Alzen (Betzdorf) und Patrick Simon (Wiesbaden) als Fünftplatzierte. Hinter den beiden von Manthey Racing eingesetzten Porsche mit Sabine Schmitz (Bahrweiler) und Klaus Abbelen (beide Bahrweiler) sowie Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen) und Dieter Schornstein (Aachen) fuhren Heinz-Josef Bermes (Willich) und Jochen Krumbach (Eschweiler) zum zweiten Klassensieg bei den Porsche Cup-Fahrzeugen (Baureihe 997).

Kissling-Trio übernimmt die Tabellenführung

„Wir haben die zweite von zehn Aufgaben erfolgreich erfüllt“, lautete das knappe Fazit des vierfachen Champions Heinz-Otto Fritzsche, nachdem er zusammen mit seinem Bruder Jürgen (beide Hückeswagen) und Marco Wolf (Lohmar) den zweiten Klassensieg eingefahren hatte. Das Kissling-Trio übernahm damit die Tabellenführung vor Stuck/Hürtgen.

Das zweite Testrennen stand für die Teilnehmer des neuen Civic-Cups auf dem Programm – Punkte für die Honda-Wertung werden erst ab dem dritten Rennen vergeben. „Wir sind von der Standfestigkeit der neuen Cup-Fahrzeuge begeistert“, sagte Honda-Motorsportchef Andreas Mannsfeld. „Es traten keine nennenswerten technischen Probleme auf.“ Den Klassensieg holten sich Harald Proczyk (St. Margarethen) und Oliver Lembeck (Buchloe).

Erfolgreiches Comeback des Vollgas-Prinzen

Erfolgreich beendete Ferfried Prinz von Hohenzollern (Wien) sein erstes Rennen seit 36 Jahren. Der Sieger des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring im Jahr 1971 fuhr an seinem 64. Geburtstag zusammen mit Ronny Mai und Ulrich Neuser (beide Wien) im BMW Compact GTR auf Platz drei bei den VLN-Specials bis 3.000 ccm Hubraum. Der Sieg ging an Sebastian Stahl (Neuenkirchen), Julia Kuhn (Aachen) und Mario Kossmehl (Lennestadt), Platz zwei belegten Willi Friedrichs (Schalksmühle) und Rudi Adams (Ahütte).

Pole Position #123, Peter Mamerow / Christian Mamerow,
Mamerow Racing,
Porsche 996 GT,
8:16.505 Min.
Gestartet 193
Gewertet 144
Nicht gewertet 49
Sieger #108, Marc Basseng / Marc Hennerici / Dirk Adorf,
Land Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
27 Runden, 4:02:36.693 Std.
Schnellste Runde #123, Peter Mamerow / Christian Mamerow,
Mamerow Racing,
Porsche 996 GT,
8:22.961 Min. in Rnd. 2

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kls. Team Fahrer Wagen Rdn. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 108 SP7 Land
Motorsport
Marc Basseng
Marc Hennerici
Dirk Adorf
Porsche 996
GT3 RSR
27 4:02:36.693
-
8:23.022
22
2 120 SP7 Team MB
Autotechnik
Michael Bäder
Tobias Hagenmeyer
Markus Gedlich
BMW M3 27 4:03:17.813
41.120
8:25.149
2
3 170 SP6 Schubert
Motorsport
Johannes Stuck
Claudia Hürtgen
BMW Z4
M Coupé
27 4:04:35.908
1:59.215
8:36.713
2
4 440 E1-XP Schall
Motorsport
Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
DTM
27 4:05:41.277
3:04.584
8:36.142
23
5 109 SP7 Jürgen Alzen
Motorsport
Jürgen Alzen
Patrick Simon
Porsche
Cayman 
27 4:07:39.876
5:03.183
8:43.507
14
6 121 SP7 Frikadelli
Racing
Sabine Schmitz
Klaus Abbelen
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:09:45.305
7:08.612
8:37.024
2
7 112 SP7 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Michael Jacobs
Dieter Schornstein
Porsche 997
GT3 Supercup
26 4:02:46.398
1 Runde
8:46.946
2
8 696 Cup4B Mühlner
Motorsport
Heinz-Josef Bermes
Jochen Krumbach
Porsche 997
GT3 Cup
26 4:04:05.315
1 Runde
8:46.426
2
9 110 SP7 - Wolfgang Destreé
Kersten Jodexnis
Porsche 997
GT3 RSR
26 4:05:43.962
1 Runde
8:49.950
2
10 688 Cup4A Captain
Racing
Jörg Otto
Daniel Bauer
Porsche 996
GT3 Cup
26 4:05:52.761
1 Runde
9:00.096
2

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
Cup1 627 - Bernd Schneider
Gerd Schumacher
Seat Leon Supercopa 4:03:51.050
24
9:40.271
3
Cup3 667 - Harald Proczyk
Oliver Lembeck
Honda Civic Type R 4:05:02.442
23
10:09.522
2
Cup4A 688 - Jörg Otto
Daniel Bauer
Porsche 996 GT3 4:05:52.761
26
9:00.096
2
Cup4B 696 Mühlner Motorsport Heinz-Josef Bermes
Jochen Krumbach
Porsche 911 GT3 4:04:05.315
26
8:46.426
2
Cup5 712 Autohaus Weißweiler Sascha Weber
Guido Thierfelder
Michael Bohrer
Peugeot 206 RC 4:02:40.744
23
10:07.815
5
E1-XP 440 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8 4:05:41.277
27
8:36.142
23
H2 57 - Andreas Mäder
Reinhold Renger
Honda S 2000 4:00:08.303
24
9:34.678
4
H5 4 - Christopher Gerhard
Wolf Silvester
Porsche 996 4:11:02.864
26
9:12.890
2
SP1 366 - Karl-Heinz Teichmann Suzuki Swift EA 4:03:13.321
22
10:38.512
10
SP2 336 Ecurie Basilisk Max Langenegger
Mathias Fuhrer
Citroen Saxo VTS 4:03:30.440
21
10:39.444
4
SP3 260 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 4:07:29.785
25
9:22.778
4
SP3T 319 Inter Racing GmbH Frank Lorenzo
Harald Jacksties
Seat Leon Supercopa 4:13:29.532
25
9:34.776
4
SP4 220 Team DMV Frankfurt Peter Schumann
Jürgen Schumann
Hyundai Coupe V6 4:10:25.257
25
9:36.790
3
SP4T 240 - Stephan Wölflick
Urs Bressan
Ford Focus STR 4:02:31.808
23
9:57.248
2
SP5 210 - Sebastian Stahl
Julia Kuhn
Mario Kossmehl
BMW M3 GT AIR 4:07:48.962
25
9:17.447
6
SP6 170 - Johannes Stuck
Claudia Hürtgen
BMW Z4 M Coupe 4:04:35.908
27
8:36.713
2
SP7 108 Land Motorsport Marc Basseng
Marc Hennerici
Dirk Adorf
Porsche GT3 RSR 4:02:36.693
27
8:23.022
2
SP8 100 - Christian Kohlhaas Audi RS4 4:02:42.658
23
9:26.849
3
SP10 401 - Nils Tronrud
Anders Buchardt
BMW 120d 4:09:06.380
24
9:59.530
20
SP11 425 - Andre Ibron
Franz Groß
Guido Wirtz
BMW 135 DBD 4:08:01.712
24
9:57.496
3
V2 567 MSC Wahlscheid e.V. Rolf Derscheid
Michael Flehmer
BMW 318is 4:05:50.093
23
10:23.372
5
V3 511 - Roland Henning
Thomas Schulte
Ulrich Henning
Opel Astra OPC 4:01:57.869
21
10:47.416
12
V4 496 Der Stern von Willich Motorsport Thomas Schmid
Dr. Ralph P Moog
Mercedes 190 EVO 4:00:55.573
23
10:08.953
16
V5 474 - René Wolff
Christer Jöns
Axel Nolde
BMW M3 4:07:05.711
24
9:55.864
3

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Quelle: VLN-Media
Literatur: Hildebrand, H., Jacoby, H., Sievernich, W.: Grüne Hölle 2007, Hackethal, 2007, ISBN 3-936285-22-2

*Auszug aus dem vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen