VLN 4. Lauf 2007 "38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy"

Hauptkategorie: VLN
  • 38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 4. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2007
  • Veranstalter: MSC Adenau e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24433 m
  • Zuschauer: ca. 22000
  • DMSB Reg.-Nr.: 100/07

Zeitplan*

Samstag, 12. Mai 2007
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:15 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16.00 Uhr Zieleinlauf
18:30 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

Land-Motorsport macht den Hattrick perfekt

Nürburgring. Triumphaler Erfolg für Land-Motorsport beim vierten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Marc Basseng (Leutenbach), Marc Hennerici (Bonn) und Dirk Adorf (Hennef) sicherten sich im Porsche 911 GT3 RSR den dritten Sieg in Folge und machten damit vor 22.000 Zuschauern den Hattrick perfekt. Mit einem Vorsprung von 1:00.329 Minuten überquerte Adorf nach 25 Runden vor Duncan Huisman und Tom Coronel (beide Niederlande) in der zweitplatzierten Dodge Viper GTS-R die Ziellinie. Platz drei ging an Claudia Hürtgen (Aachen), Johannes Stuck (Mauren) und Richard Görannson (Schweden) im BMW Z4 M-Coupé – der dritte Podiumsplatz für Schubert Motors aus Oschersleben in der Saison 2007. Die 38. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war bei wechselhaften Witterungsbedingungen von Taktik und Strategie geprägt: 210 gestartete Teams absolvierten zusammen rund 600 Boxenstopps – nach Ablauf der Renndistanz über vier Stunden sahen 161 Teams die Zielflagge.

Bereits im Zeittraining am Morgen hatte Land-Motorsport das Geschehen auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Kurzanbindung und Nordschleife dominiert. Mit einer Bestzeit von 9:47.686 Minuten verwiesen Basseng/Hennerici/Adorf das Schubert-Trio um 13.523 Sekunden auf Platz zwei. Von der Pole-Position aus gestartet musste sich Basseng dem nach vorne stürmenden Marc Lieb (Ludwigsburg) im Manthey-Porsche nur zwei Runden lang geschlagen geben. „In der zweiten Runde setzten Probleme an der Hinterachse ein, ab der dritten Runde war unser Porsche nicht mehr fahrbar“, sagte Lieb. Nach 30 Minuten geriet das Rennen zum Regenpoker. „Unsere Strategie war heute goldrichtig“, sagte Basseng. „Vor allem durch die schnellen Boxenstopps der Land-Mechaniker konnten wir viel Boden gutmachen.“ Hennerici, der sein erstes Regenrennen im Land-Porsche fuhr, sammelte vielfältige Eindrücke: „Ich habe heute alles erlebt und war mit Slicks und Regenreifen sowohl auf trockener sowie nasser Piste unterwegs – das war wirklich hart.“ Nach ihrem zweiten Testeinsatz für das 24-Stunden-Rennen im Juni waren Huisman/Coronell in der Zakspeed-Viper mit Platz zwei zufrieden. „Ich kenne den Nürburgring eigentlich nur bei wechselnden Bedingungen, von daher war es für mich heute ein ganz gewöhnliches Nordschleifenrennen“, sagte Huisman. „Das Ergebnis kann sich für unser zweites Rennen 2007 sehen lassen.“ Ebenfalls mit Ausblick auf seinen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen komplettierte Richard Görannson die Schubert-Stammbesetzung Hürtgen/Stuck. Der Schwede bestritt bereits 2004 und 2005 den Langstreckenklassiker im BMW 320i des Oscherslebener Rennstalls. „Die Bedingungen waren heute alles andere als leicht. Mit Slicks im Regen konnte ich zum Teil nicht schneller als 60 km/h fahren“, gestand Görannson und fügte mit einem Grinsen hinzu: „Zum Glück sind wir Schweden für unsere Driftqualitäten bekannt.“ Hinter den drei erstplatzierten Teams belegten Dennis Rosteck (Rinteln), Wolfgang Kaufmann (Karlsberg) und Franz Konrad im Porsche 911 GT3 RSR von Konrad-Motorsport Platz vier vor den Lokalmatadoren Johannes Scheid (Kottenborn) und Oliver Kainz (Kottenheim) im „Eifelblitz“ BMW M3 GTS.

Wechsel an der Tabellenspitze: Vorjahresmeister in Führung

Nach einem Defekt an der Drosselklappe des Opel Astra GTC von Kissling-Motorsport in Runde 20 war für Marco Wolf (Lohmar), Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Wermelskirchen) nicht nur das Rennen vorzeitig beendet, sondern auch die Tabellenführung dahin. Mit ihrem dritten Sieg bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum übernahmen die Vorjahresmeister Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) nach vier von zehn Rennen die Spitze.

Im neuen Honda Civic Type R Cup bauten Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach) ihre Führung aus. „Unsere Taktik war heute der Garant für den Erfolg“, sagte Nett nach dem zweiten Klassensieg in Folge. „Wir hatten im gesamten Rennen profillose Slicks montiert und haben einfach auf das Wechseln verzichtet.“ VLN-Partner Honda feierte zudem zwei Doppelsiege: Herbert von Dannewitz (Tönisvorst), Marcel Hoppe (Lennestadt) und Peter Henn (Großbritannien) gewannen die Klasse H2 (Gruppe H bis 2.000 ccm Hubraum) vor Benno Berwanger (Brücken) und Uwe Unteroberdörster (Lohmar) – beide Teams setzen auf den letzjährigen Cup-Civic Type R. Bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum setzten sich Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg) knapp gegen Markus Fugel (Chemnitz) und Steve Kirsch (Hohenstein) durch. Die beiden Honda-S2000-Teams trennten im Ziel lediglich 0,337 Sekunden.

Mit dem dritten Gesamtsieg übernahm Land-Motorsport die Führung im neuen ‚VLN Stahlwille Top20 Pokal’. Die neue VLN-Sonderwertung erfasst die schnellsten 20 Teams eines jeweiligen Rennens. Punkte werden unabhängig von der Klasseneinteilung nach einem einfachen Schlüssel vergeben: Das siegreiche Team erhält 20 Punkte, die Zweitplatzierten 19, bis hinunter zu Platz 20, der noch mit einem Zähler belohnt wird. Abgerechnet wird am Ende der Saison – im Rahmen der VLN-Jahressiegerehrung erhalten die zwei erstplatzierten Teams neben einem Pokal zudem Sachpreise aus dem Sortiment von Stahlwille im Wert von je 2.500 Euro.

Pole Position #108, Marc Basseng / Marc Hennerici / Dirk Adorf,
Land Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
9:47.686 Min.
Gestartet 210
Gewertet 161
Nicht gewertet 49
Sieger #108, Marc Basseng / Marc Hennerici / Dirk Adorf,
Land Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
4:01:03.173 Std.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rdn. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 108 SP7 Land Motorsport Marc Basseng
Marc Hennerici
Dirk Adorf
Porsche 996
GT3 RSR
25 4:01:03.173
-
8:29.745
1
2 99 SP8 Zakspeed Racing Tom Coronel
Duncan Huisman
Dodge
Viper GTS-R
25 4:02:03.502
1:00.329
8:42.602
1
3 170 SP6 Schubert Motorsport Claudia Hürtgen
Johannes Stuck
Richard Göransson
BMW Z4
M Coupé
25 4:04:00.464
2:57.291
8:37.496
1
4 130 SP7 Konrad Motorsport Dennis Rostek
Wolfgang Kaufmann
Porsche 997
GT3 RSR
25 4:05:40.627
4:37.454
8:52.527
21
5 133 SP7 Scheid
Motorsport
Johannes Scheid
Oliver Kainz
BMW M3 25 4:07:49.769
6:46.596
8:49.515
1
6 140 SP7 Jörg van
Ommen
Autosport
Alexander Roloff
Dominik Schwager
Porsche 997
GT3 Cup
25 4:08:58.311
7:55.138
8:49.109
9
7 432 E1-XP Mölig Racing Reinhold Mölig Irmscher
V8 Star
 25 4:09:57.210
8:54.037
8:54.164
20
8 701 Cup4B Manthey Racing Frank Kräling
Marc Gindorf
Thomas Messer
Porsche 997
GT3 Cup
24 4:00:25.577
1 Runde
9:00.920
1
9 440 E1-XP Schall Motorsport Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
DTM
24 4:01:08.856
1 Runde
8:49.184
5
10 688 Cup4A Captain Racing Jörg Otto
Marcel Jelenowski
Frank Schmickler
Porsche 996
GT3 Cup
24 4:04:52.098
1 Runde
9:08.845
22

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
Cup1 628 - Kurt Thiim
Nicki Thiim
Bernd Schneider
Seat Leon Supercopa 3:59:29.716
22
9:34.572
3
Cup3 678 Fuchs Personal Team Nett Jürgen Nett
Rolf Schütz
Honda Civic Type R 4:02:27.641
22
10:06.958
2
Cup4A 688 - Jörg Otto
Marcel Jelenowski
Frank Schmickler
Porsche 996 GT3 4:04:52.098
24
9:08.845
22
Cup4B 701 - Frank Kräling
Marc Gindorf
Thomas Messer
Porsche 997 GT3 4:00:25.577
24
9:00.920
1
Cup5 719 - Guido Michels
Harald Weckbecker
Peugeot 206 RC 3:57:19.275
21
10:15.042
17
E1-XP 432 - Reinhold Mölig V8 STAR 4:09:57.210
25
8:54.164
20
H1 80 - Theo Milz
Michael Milz
Citroen AX 4:09:27.940
17
11:25.421
2
H2 41 H&R Spezialfedern GmbH
Herbert von Danwitz
Marcel Hoppe
Peter Venn
Honda Civic Type R 3:59:12.988
22
9:53.970
3
H3 32 - Hans-Hatto Karl
Udo Förster
Dr. Werner Bauer
BMW M3 E30 4:01:03.242
22
9:34.221
9
H5 14 - Ralf H. Weiner
Dr. Edgar Althoff
Porsche 996 GT3 4:02:00.101
23
9:03.074
5
SP1 366 - Karl-Heinz Teichmann
Michael Schneider
Suzuki Swift EA 3:57:42.110
20
10:51.388
2
SP2 350 - Christian Kosbu Ford Fiesta ST Cup 4:00:12.348
20
10:17.608
17
SP3 270 - Andreas Mäder
Reinhold Renger
Honda S2000 4:03:52.122
23
9:38.732
2
SP3T 320 Kissling Motorsport Josef Klüber
Hannu Luostarinen
Opel Astra GTC 4:01:03.683
23
9:25.895
3
SP4 230 - Ullrich Andree
Fredy Lienhard
Volvo S60 4:04:35.975
23
9:37.749
22
SP4T 240 - Stephan Wölflick
Urs Bressan
Ford Focus STR 3:59:11.718
22
9:47.472
2
SP5 190 Bonnfinanz Motorsport Oliver Rövenich
Michael Bonk
Thomas Brügmann
BMW M3 4:02:39.110
23
9:20.893
22
SP6 170 - Claudia Hürtgen
Johannes Stuck
Richard Görannson
BMW Z4 M Coupe 4:04:00.464
25
8:37.496
1
SP7 108 Land Motorsport Marc Basseng
Marc Hennerici
Dirk Adorf
Porsche GT3 RSR 4:01:03.173
25
8:29.745
1
SP8 99 Zakspeed Racing Tom Coronel
Duncan Huisman
Dodge Viper GTS-R 4:02:03.502
25
8:42.602
1
SP10 401 - Nils Tronrud
Anders Buchardt
BMW 120d 4:01:09.682
22
10:01.250
4
SP11 419 - Henning Meyersrenken
Günter Beckers
BMW 335d GTR diesel 4:05:49.680
23
9:49.487
4
V2 1 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318is 4:06:16.909
22
10:30.170
17
V3 511 - Roland Henning
Ulrich Henning
Opel Astra OPC 3:55:48.218
20
10:37.659
8
V4 500 Dolate Motorsport Hans-Robert Holzer BMW M3 4:04:54.782
22
10:21.215
3
V5 464 MSC Rhön e.V. im Avd Wolfgang Kudrass
Christian Leutheuser
Martin Tschornia
BMW M3 GT 3:57:45.940
22
9:50.757
2

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Quelle: VLN-Media
Literatur: Hildebrand, H., Jacoby, H., Sievernich, W.: Grüne Hölle 2007, Hackethal, 2007, ISBN 3-936285-22-2

*Auszug aus dem vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen