VLN 10. Lauf 2007 "32. DMV Münsterlandpokal"

Hauptkategorie: VLN
  • 32. DMV Münsterlandpokal
  • 10. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2007
  • Veranstalter: MSC Münster e.V. DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • Streckenlänge: 24.433 m
  • Zuschauer: ca. 23.000
  • Wetter: kalt, trocken
  • DMSB Reg.-Nr.: 366/77

Zeitplan*

Samstag, 27. Oktober 2007
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:15 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16.00 Uhr Zieleinlauf
18:30 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

Fritzsche/Fritzsche/Wolf sichern sich den Titel

Nürburgring. Die Meister sind gekürt – Marco Wolf (Lohmar), Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) sicherten sich mit ihrem achten Klassensieg den Titel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. In einem spannenden Finale setzte sich das Trio vor 23.000 Zuschauern im Opel Astra GTC von Kissling-Motorsport mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,48 Punkten gegen die Vorjahresmeister Mario Merten (Nürburg) und Wolf Silvester (Nürnberg) durch, die trotz ihres siebten Klassensieges am Ende das Nachsehen hatten. Der Sieg beim 32. DMV Münsterlandpokal ging nach 28 Runden an Marc Basseng (Leutenbach) und Marc Hennerici (Bonn) im Porsche 911 GT3 RSR von Land-Motorsport. Mit einem Rückstand von 42,652 Sekunden wurden Jürgen und Uwe Alzen (beide Betzdorf) im Porsche 911 GT3 auf Platz zwei abgewinkt. Das Podium komplettierten Klaus Abbelen und Sabine Schmitz (beide Barweiler) in einem weiteren Porsche.

Die Meisterschaftsentscheidung präsentierte sich beim Finale der Langstreckenmeisterschaft so spannend wie selten zuvor. „Das war unser schwierigster Titel“, gestand Heinz-Otto Fritzsche nach dem Rennen erleichtert. „Nach unseren zwei Ausfällen zur Saisonmitte wurde es am Ende noch einmal richtig eng – umso schöner, dass es doch noch gereicht hat.“ Für die Fritzsche-Brüder ist es nach 1990, 1991 und 2003 der vierte gemeinsame Titel in der Langstreckenmeisterschaft. 1993 triumphierte Heinz-Otto ohne seinen Bruder zusammen mit Roland Senge (Nümbrecht). In diesem Jahr wurde Marco Wolf buchstäblich in die Familie aufgenommen. „Wir haben als Team super funktioniert“, sagte Wolf. „Für mich ist es eine große Ehre, mit den beiden Fritzsche-Brüdern diesen Erfolg zu feiern.“ Auch für Kissling-Motorsport aus Bad Münstereifel ist es nach 1993, 2000 und 2003 der vierte Triumph in der populärsten Breitensportserie Europas. „Einfach fantastisch“, freute sich Teamchef Helmut Kissling, der in diesem Jahr seine 30. Saison mit Fahrzeugen aus dem Hause Opel bestreitet und mit Hannu Luostarinen (Finnland) ein weiteres Fahrzeug in den Top 10 platzieren konnte. „Wir haben den Titel zu Beginn des Jahres ins Auge gefasst und unser Ziel erreicht.

Auch wenn ihnen die Titelverteidigung nicht gelang waren Merten/Silvester mit Platz zwei zufrieden. „Zweiter zu werden ist in dieser starken Meisterschaft keine Schande, sondern ein super Ergebnis, auf das wir stolz sind“, sagte Silvester. „Wir gratulieren dem Kissling-Trio zur Meisterschaft.“ Andreas Mäder (Großkugel) und Reinhold Renger (Rothenburg/Tbr), die im Honda S2000 ebenfalls mit Chancen auf den Titel in das Rennen gestartet waren, fehlten in der Endabrechnung 3,12 Punkte – Position drei in der Meisterschaft. Auf dem vierten Platz beendeten Jörg Viebahn (Engelskirchen) und Stian Sørlie im Schubert-BMW 120d die Saison. Der Norweger gewann damit die VLN Junior-Trophäe 2007. Ein Erfolg, auf den der 25-Jährige besonders stolz ist: „Das ist mein erster Titelgewinn in einer Rennserie – und es soll nicht der letzte sein.“ Schubert-Motors triumphierte gleich doppelt. Claudia Hürtgen (Aachen), Hans-Joachim und Johannes Stuck (beide Österreich) fuhren im Rennen auf Platz vier und machten damit den Sieg in der VLN Stahlwille Top20 Wertung für das BMW Z4 M Coupé perfekt.

Harter Kampf an der Spitze – fünften Gesamtsieg für Land

Neben der Meisterschaftsentscheidung war auch der letzte Gesamtsieg hart umkämpft. Von der Pole-Position aus gestartet übernahm Uwe Alzen zunächst die Führung vor den vierfachen Saisonsiegern Tiemann/Bernhard/Klasen (Monaco/Dittweiler/Karlshausen) im Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing. Nach vier Runden schied das Trio mit Bremsproblemen vorzeitig aus. In der Spitzengruppe konnten sich auch – gestärkt durch Platz drei beim neunten Lauf – Dirk Adorf (Hennef) und Hermann Tilke (Aachen) im Lamborghini Gallardo zunächst behaupten. In Runde 23 war die Fahrt des Duos aber nach einer Kollision mit einem zu überrundenden Fahrzeug beendet. Die beiden Westerwälder Teams Alzen und Land machten den Sieg unter sich aus. Die Entscheidung fiel beim zweiten Stopp in der Boxengasse, als die Land-Mannschaft knallhart mit dem Treibstoff kalkuliert. „Mein letzter Stint war eine echte Herausforderung, denn die Ansage von Teamchef Wolfgang Land war ‚Gas geben’, ‚Das Auto heile lassen’ und ‚Benzin sparen’“, gestand Basseng. „Aber es hat funktioniert. Fantastisch – wir sind nach 2005 und 2006 erneut das erfolgreichste Porsche-Team in der Langstreckenmeisterschaft.“ Am Ende fehlten den beiden Alzen-Brüdern mehr als 40 Sekunden. „Den Sieg haben wir an der Box verschenkt“, ärgerte sich Uwe Alzen, sein Bruder Jürgen war dennoch zufrieden: „Unser Porsche lief heute tadellos.“

Mathol-Racing gewinnt die Civic-Cup-Klasse

Berthold Bermel (Krefeld), Bernd Schneider (Hagen) und Harald Proczyk (St. Margarethen) sicherten Mathol-Racing mit Platz drei den Titel in der Honda Civic-Cup-Klasse. Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach) fuhren zwar beim Münsterlandpokal zu ihrem vierten Klassensieg, mussten sich aber am Ende mit Platz zwei in der Cup-Wertung begnügen. Oliver Lembeck (Buchloe) und Wolfgang Weber (Vilshofen) fuhren beim Saisonfinale im Mathol-Schwesterfahrzeug auf Platz zwei. Guido Michels (Kempenich) und Harald Weckbecker (Weilbrunn) entschieden die Cup-Wertung bei den Peugeot 206 RC für sich, nachdem beide Kontrahenten vorzeitig ausschieden. Den letzten Lauf der Seat Leon Langstrecken Challenge gewannen Dennis und Marc Busch – der erste Klassensieg für die Zwillinge aus Hemsbach. Für André Picker (Minden) und Steffen Faas (Bad Wildbach) war das Rennen nach sieben Runden vorzeitig beendet – das Duo stand jedoch bereits vor dem Finale als Gewinner der Challenge fest.

Pole Position #109, Jürgen Alzen / Uwe Alzen,
Jürgen Alzen Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
8:18.873 Min.
Gestartet 186
Gewertet 119
Nicht gewertet 67
Sieger #108, Marc Basseng / Marc Hennerici,
Land Motorsport,
Porsche 996 GT3 RSR,
28 Runden, 4:04:22.014 Std.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn. Rnd. (Min.)
in Runde
1 108 Land Motorsport Basseng, Marc
Hennerici, Marc
Porsche 996
GT3 RSR
28 4:04:22.014 8:22.749
21
2 109 Hankook / H&R-Spezialfedern Alzen, Jürgen
Alzen, Uwe
Porsche 996
GT3 RSR
28 4:05:04.666
42.652
8:15.483
1
3 121 Frikadelli Racing Schmitz, Sabine
Abbelen, Klaus
Porsche 997
GT3 Supercup
28 4:07:44.222
3:22.208
8:30.456
24
4 170 Schubert Motorsport Hürtgen, Claudia
Stuck, Hans-Joachim
Stuck, Johannes
BMW Z4 M Coupe 28
4:11:06.957
6:44.943
8:31.800
24
5 129 Manthey Racing Lambrecht, Bert
Arnold, Lance David
Hemroulle, Jean Francois
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:05:18.856
1 Runde
8:39.032
26
6 123 Mamerow Racing Groß, Franz
Bunny, Bugs
Schiller, Leonhard
Porsche 996
GT3 RSR
27 4:05:44.077
1 Runde
8:38.827
8
7 133 Scuderia Augustusburg Brühl e.V.
Scheid Motorsport
Scheid, Johannes
Kainz, Oliver
BMW M3 GTS 27 4:05:45.968
1 Runde
8:40.326
27
8 440 Schall Motorsport Schall, Andreas
Schall, Ralf
Strycek, Volker
Opel Astra V8 27 4:06:02.393
1 Runde
8:28.914
2
9 701 Manthey Racing Kräling, Frank
Bernhard, Timo
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:07:58.741
1 Runde
8:42.086
22
10 432 Mölig Racing Mölig, Reinhold Irmscher
V8 Star
27 4:08:43.234
1 Runde
8:49.615
2

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
Cup1 637 - Dennis Busch
Marc Busch
Seat Leon Supercopa 4:01:52.140
24
9:36.580
2
Cup3 678 Fuchs Personal Team Nett Jürgen Nett
Rolf Schütz
Honda Civic Typ 4:07:08.156
24
9:54.814
17
Cup4A 694 - Daniel Lemm
Jürgen Bach
Porsche 996 CUP 4:11:13.801
26
9:12.028
19
Cup4B 701 Manthey Racing Frank Kräling
Timo Bernhard
Porsche 997 GT3 4:07:58.741
27
8:42.086
22
Cup5 719 - Guido Michels
Harald Weckbecker
Peugeot 206 RC 4:03:18.652
22
10:20.686
4
E1-XP 440 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8 4:06:02.393
27
8:28.914
2
H1 86 - Jana Meiswinkel
Jutta Beisiegel
Ford Fiesta 4:03:11.334
18
10:39.076
9
H2 38 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 4:04:28.196
25
9:23.642
12
H5 12 ADAC Sachsen e.V. Ruben Zeltner
Uwe Wächtler
Porsche 996 GT3 4:13:18.562
27
8:57.948
2
SP1 369 Douma-Frensch-Power-Autosport Tim Scheerbarth
Yorck-Enzon Trösser
Toyota Yaris 4:04:29.498
21
10:53.449
17
SP2 350 TLM Team Lauterbach Motorsport Christian Kosbu Ford Fiesta ST 4:02:43.676
23
10:10.694
22
SP3 308 Team DMV Frankfurt Claus-Dieter Rusack
Holger Träger
VW Golf 4:07:50.024
24
9:48.224
6
SP3T 320 Kissling Motorsport Hannu Luostarinen
Thomas Nack
Opel Astra GTC 4:04:38.425
25
9:20.341
13
SP4 228 H&R Spezialfedern GmbH Norbert Bermes
Meik Utsch
Honda S2000 4:02:19.400
24
9:41.858
7
SP5 180 MSC Ruhr-Blitz Bochum e.V. Willi Obermann
Ivano Giuliani
BMW M3 GTR 4:10:56.567
26
9:09.337
10
SP6 170 - Claudia Hürtgen
Johannes Stuck
Hans-Joachim Stuck
BMW Z4 M Coupe 4:11:06.957
28
8:31.800
24
SP7 108 Land Motorsport Marc Basseng
Marc Hennerici
Porsche GT3 Cup 4:04:22.014
28
8:22.749
21
SP8 89 Lambo Racing GmbH Stephan Rösler
Alfred Backer
Lamborghini Gallardo 4:05:41.288
25
9:07.763
14
SP10 400 - Stian Sorlie
Jörg Viebahn
BMW 120d 4:04:28.365
26
9:10.192
23
SP11 418 - Herbert Steiner
Günter Beckers
BMW 335d GTR diesel 4:09:11.042
24
9:54.809
6
V2 1 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318is 4:11:18.843
24
10:14.076
22
V3 520 - Michael Auert
Ralf Jans
Opel Astra OPC 3:58:48.023
22
10:27.187
6
V4 499 - Frank Bierther
Adam Osieka
BMW 325i 4:08:33.804
24
9:57.708
12
V5 464 MSC Rhön e.V. im AvD Wolfgang Kudrass
Martin Tschornia
Christian Leutheuser
BMW M3 GT 4:00:11.131
24
9:34.175
2
V6 444 - Michael Luther
Franz Brenauer
BMW M3 E46 4:07:13.214
25
9:23.834
15

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Quelle: VLN-Media
Zeitplan: VLN Racing News 10/2007, Auszug aus dem vorläufigen Zeitplan, Zeiten können abweichen
Literatur: Hildebrand, H., Jacoby, H., Sievernich, W.: Grüne Hölle 2007, Hackethal, 2007, ISBN 3-936285-22-2