VLN 2. Lauf 2008 "50. ADAC ACAS H&R-Cup"

Hauptkategorie: VLN
  • 50. ADAC ACAS H&R-Cup
  • 2. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2008
  • Veranstalter: AC Altkreis Schwelm e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke, 24.369 m
  • DMSB Reg.-Nr. 28/08

Zeitplan*

26. April 2008 
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08.30 – 10:00 Uhr Zeittraining
11.15 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start
16:00 Uhr Zieleinlauf
18.30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Die Stunde der Underdogs: Premierensieg für HISAQ

Nürburgring. Beim zweiten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft schlug die Stunde der Underdogs. Nach Unfällen und technischen Defekten der Topteams waren Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Marino Franchitti (Schottland) im Porsche 911 GT3 RSR zur Stelle, und sicherten HISAQ-Competition den ersten Sieg auf der Nordschleife. Erst vor zwei Wochen feierte das Team beim Auftaktrennen der Langstreckenmeisterschaft sein Debüt – noch nie konnte ein neues Team so schnell einen Gesamtsieg erzielen. Auf Platz zwei wurden Klaus Dieter Frers (Delbrück), Jörg Hardt (Bonn) und Patrick Bernhard (Magdeburg) im Porsche 911 GT3 RSR der Paragon AG abgewinkt. Der Rückstand nach 27 gefahrenen Runden betrug 1:22.164 Minuten. Georg Weiß (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen) und Peter-Paul Pietsch (Leonberg) machten im 911 GT3 den Porsche-Dreifachsieg perfekt. Bei frühlingshaften Bedingungen rund um den Nürburgring nahmen 230 Fahrzeuge das Zeittraining zum 50. ADAC ACAS H&R-Cup auf, zum Jubiläumsrennen des AC Altkreis Schwelm starteten 208 Fahrzeuge.

„Das ist einfach unglaublich: von einem Sieg auf der Nordschleife habe ich geträumt, seitdem ich das erste Mal von dieser außergewöhnlichen Rennstrecke gehört habe“, freute sich Marino Franchitti, der beim zweiten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft sein drittes Rennen in der ‚Grünen Hölle‘ fuhr. „Wir haben einen Podiumsplatz angestrebt und stehen nun ganz oben – fantastisch.“ Stippler verriet, dass der Sieg nicht so deutlich war, wie auf den ersten Blick vermuten lässt: „Nachdem die Porsche von Land und Manthey ausgeschieden waren, hatten wir an der Spitze etwas Luft. Zum Ende des Rennens mussten wir jedoch sehr taktieren, da wir ein Problem mit der Kraftstoffzufuhr hatten.“ Für Stippler war es der vierte Sieg in der Meisterschaft, für Porsche der 135. Erfolg in der populärsten Breitensportserie Europas. Frers/Hardt/Bernhard fuhren zum ersten Mal in der Langstreckenmeisterschaft auf das Podium. „Beim Auftakt waren wir mit unserem Fahrzeug nicht zufrieden“, sagte Frers. „In den vergangenen 14 Tagen haben wir daran gearbeitet und das Ergebnis zeigt, dass wir offensichtlich alles richtig gemacht haben.“ Über die Wintermonate weiterentwickelt wurde auch der Porsche des Wochenspiegel Team Manthey. Beim zweiten Lauf ernteten die Fahrer nun die Früchte. „Ein Langstreckenrennen gewinnt man nicht in der ersten Kurve“, sagte Pietsch. „Wir sind heute mit konstant schnellen Rundenzeiten und einer guten Portion Gelassenheit durchgefahren – das Geheimnis unseres Erfolges.“

Bert Lambrecht, Jean Francois Hemroulle (beide Belgien) und Lance David Arnold fuhren in einem weiteren Manthey-Porsche auf Platz vier. Als Fünfte beendeten Stefan Kissling (Schuld) und Hannu Luostarinen (Finnland) den zweiten Lauf des Jahres in der Chevrolet Corvette von Kissling-Motorsport. „Unsere Zielsetzung für die erste Saisonhälfte war, mit der Corvette Erfahrungen zu sammeln“, so Kissling. „Dass wir bereits im zweiten Einsatz auf Platz fünf im Gesamtklassement gefahren sind und zudem den Klassensieg in der SP8 herausfahren konnten, zeigt das Potential dieses Projekts.“ Ein weiteres Kissling-Fahrzeug, der Opel Astra GTC der Vorjahresmeister Marco Wolf (Lohmar), Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen), rettete sich mit einem nahenden Motorschaden als Klassensieger bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum ins Ziel.

Die Liste der Ausfälle beim 50. ADAC ACAS H&R-Cup ist lang –am Ende wurden 141 Fahrzeuge gewertet. Nach Setup-Problemen im Zeittraining nutzte Land-Motorsport das Rennen als Test, um die Entwicklung des neuen Porsche weiter voranzutreiben. Nach nur sechs Runden war die Fahrt der Trainingsschnellsten, Tom Coronel, Duncan Huisman (beide Niederlande) und Sascha Bert (Ober-Ramstadt), beendet. Das Zakspeed-Trio fiel nach einem technischen Defekt an der Dodge Viper GTS-R aus. Ein Auspuffschaden am Porsche 911 GT3 RSR von Timo Bernhard (Dittweiler), Romain Dumas (Schweiz) und Marcel Tiemann (Monaco) bedeutete das Aus für Manthey-Racing nach zehn Runden. Einem Unfall fiel nach 16 Runden das Opel Astra V8 Coupé von Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) zum Opfer.

Wechsel an der Tabellenspitze der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft

Die neuen Tabellenführer der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring sind Timo Schupp und Andreas Herwerth (beide Bretzfeld). Zusammen mit Werner Gusenbauer (Plochingen) fuhr das Duo im BMW M3 zum zweiten Klassensieg bei den VLN-Serienwagen bis 3.000 ccm Hubraum. Auf Platz zwei in der Meisterschaft liegen nach zwei Läufen Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach), die sich auch den zweiten Sieg in der Honda Civic Cup-Klasse sicherten. Die Entscheidung fiel erst in der letzten Runde, als sich Nett an den lange Zeit führenden Peter Venn (Großbritannien), Marcel Hoppe (Lennestadt) und Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) vorbeischob.

Pole Position #87, Tom Coronel / Duncan Huisman / Sascha Bert,
Zakspeed Racing GmbH,
Dodge Viper GTS-R,
8:16.421 Min. = 176.722 km/h
Gestartet 208
Gewertet 141
Nicht gewertet 67
Sieger #131, Marino Franchitti / Frank Stippler,
HISAQ Competition,
Porsche 997 GT3 RSR,
27 Runden, 4:04:16.148 Std.
Schnellste Runde #111, Timo Bernhard / Romain Dumas / Marcel Tiemann,
Manthey Racing GmbH,
Porsche 911 GT3 RSR,
8:24.462 Min in Rnd. 8

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 131 SP7 HISAQ
Competition
Marino Franchitti
Frank Stippler
Porsche 997
GT3 RSR
27 4:04:16.148
-
8:27.564
1
2 125 SP7 Paragon
Motorsport
Klaus Dieter Frers
Jörg Hardt
Patrick Bernhard
Porsche 997
GT3 RSR
27 4:05:38.312
1:22.164
8:31.507
5
3 106 SP7 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Michael Jacobs
Peter-Paul Pietsch
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:06:26.969
2:10.821
8:36.277
27
4 114 SP7 Manthey
Racing
Bert Lambrecht
Jean Francois Hemroulle
Lance David Arnold
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:07:00.153
2:44.005
8:44.277
26
5 98 SP8 Kissling
Motorsport
Stefan Kissling
Hannu Luostarinen
Corvette C6 27 4:07:23.295
3:07.147
8:36.526
22
6 121 SP7  Frikadelli
Racing
Sabine Schmitz
Klaus Abbelen
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:08:15.464
3:59.316
8:48.690
18
7 107 SP7  Manthey
Racing
Armin Hahne
Christian Haarmann
Wilhelm Kern
Porsche 996
GT3 RSR
27 4:08:29.393
4:13.245
8:32.379
1
8 140 SP7 Wagner
Motorsport
Stanislav Gryazin
Valeriy Gorban
Porsche 996
GT3 RSR
27 4:09:04.627
4:48.479
8:51.310
5
9 762 Cup3B Manthey
Racing
Frank Kräling
Marc Gindorf
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:11:42.080
7:25.932
8:55.395
5
10 501 E1-XP Mölig Racing Reinhold Mölig Irmscher
V8 Star
27 4:12:04.822
7:48.674
8:57.564
5

Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 701 - Bernd Schneider
Demian Schaffert
Berthold Bermel
Seat Leon Supercopa 4:07:00.676
25
9:21.364
3
CUP2 720 Fuchs Personal Team Nett Jürgen Nett
Rolf Schütz
Honda Civic 4:09:42.083
24
9:57.977
20
CUP3A 752 Team DMV e.V. André Krumbach
(Doc) Tom Stoltz
Porsche 996 GT3 4:06:57.264
26
9:04.870
23
CUP3B 762 Manthey Racing Frank Kräling
Marc Gindorf
Porsche 911 GT3 4:11:42.080
27
8:55.395
5
E1-XP 501 - Reinhold Mölig V8 Star 4:12:04.822
27
8:57.564
5
H2 41 - Udo Förster
Dr. Werner Bauer
BMW M3 E30 4:02:54.914
24
9:40.939
12
H3 30 - Günther Schulze-Ardey
Peter Jacob
Egor Jacob
- 4:04:36.383
21
11:02.570
5
H5 10 - Dirk Torwesten Porsche DP 935 4:06:29.127
25
9:24.010
21
SP1 440 - Ayk-Peter Richter
Kevin Lichius
Toyota Yaris 4:06:06.283
20
10:54.797
20
SP2 393 TLM Racing Team Ukraine Andri Kruglik
Alex Mochanov
Ford Fiesta 4:04:20.112
23
10:14.582
4
SP3 1 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 4:09:11.807
25
9:22.834
12
SP3T 355 Raeder-Motorsport Elmar Deegener
Hans Martin Gass
Christoph Breuer
Audi A3 4:04:19.630
25
9:20.156
20
SP4 222 - Eugen Sing
Friedhelm Mihm
Mercedes 210 EVO 4:09:24.056
25
9:34.158
24
SP5 180 MSC Ruhr Blitz e.V. im ADAC Ullrich Galladé
Ivano Giuliani
Roberto Ragazzi
BMW M3 GTR 4:10:59.446
25
9:18.337
7
SP6 154 ORMS Motorsport Marko Hartung
Stefan Neuberger
BMW Z4 M 4:13:25.581
27
8:56.464
2
SP7 131 HISAQ Competition Marino Franchitti
Frank Stippler
Porsche 997 GT3 RSR 4:04:16.148
27
8:27.564
1
SP8 98 Kissling Motorsport Stefan Kissling
Hannu Luostarinen
Chevrolet Corvette 4:07:23.295
27
8:36.526
22
SP10 446 - Peter Posavac
Alfred Backer
Andreas Winkler
BMW 120d 4:07:50.300
25
9:34.962
4
SP11 481 - Henning Meyersrenken
Heribert Steiner
BMW 335d 4:03:08.544
24
9:32.927
9
V2 645 MSC Wahlscheid e.V. Rolf Derscheid
Michael Flehmer
BMW 318 iS 4:01:48.425
23
10:19.581
21
V3 580 - Stefan Jäger
Michael Bohrer
Peugeot 206 4:08:23.471
23
10:17.734
11
V4 550 Team Black Falcon Alexander Böhm
Matthias Unger
Sean Paul Breslin
BMW E90 4:07:57.166
24
10:04.270
6
V5 517 - Timo Schupp
Werner Gusenbauer
Andreas Herwerth
BMW M3 E36 4:04:21.624
24
9:45.862
6
V6 502 - Michael Luther
Franz Brenauer
BMW M3 4:10:31.538
25
9:39.623
12
VD2 662 - Mauro Borriero
Fabio Lavato
BMW 330d E46 4:05:11.785
23
10:12.332
7

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Quelle: VLN
Video: YouTube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen