VLN 3. Lauf 2008 "39. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy"

Hauptkategorie: VLN
  • 39. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
  • 3. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2008
  • Veranstalter: MSC Adenau e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • DMSB Reg.-Nr.93/2008

Zeitplan*

10. Mai 2008 
07:45 Uhr Fahrerbesprechung | Fujifilm Media-Center
08.30-10:00 Uhr Zeittraining
11.15 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start
16:00 Uhr Zieleinlauf
18.00 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

BMW-Doppelsieg – Podium ohne Porsche

Nürburgring. Zum ersten Mal seit 15 Rennen stand in der BFGoodrich Lang-streckenmeisterschaft am Ende kein Porsche-Team auf dem Podium ganz oben. Michael Bäder (Ofterdingen) und Tobias Hagenmeyer (Köln) sicherten sich bei der 39. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy im BMW Z4 M Coupé ihren zweiten Sieg in der populärsten Breitensportserie Europas. Vor 21 Monaten beendete das Duo im BMW M3 bereits die letzte Sieges-Serie von Porsche. Nach 28 Runden hatten Bäder/Hagenmeyer einen Vorsprung von 19,249 Sekunden auf die zweitplatzierten Claudia Hürtgen (Aachen), Stian Sorlie (Norwegen) und Richard Göransson (Schweden). Das Trio machte in einem weiteren M Coupé von Schubert-Motorsport den BMW-Doppelsieg perfekt. Platz drei ging an Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé.

Hürtgen sicherte Schubert bei sommerlichen Witterungsbedingungen die Trainingsbestzeit – das war in der Geschichte der Langstreckenmeisterschaft noch keiner Dame vor ihr gelungen. „Eine verrückte Situation – gestern Abend habe ich noch gesagt, dass eine Rundenzeit um 8:25 Minuten möglich sein könnte“, so Hürtgen. „Heute im Qualifying hat unsere Zeit von 8:26,466 Minuten für die Pole-Position gereicht – ich bin sehr stolz auf unser Team.“ Bäder/Hagenmeyer komplettierten die erste Startreihe – die Führung der beiden BMW-Teams hielt nach dem Start jedoch nicht lange. Das Geschehen an der Spitze bestimmten zunächst Tom Coronel (Niederlande) und Sascha Bert (Ober-Ramstadt) in der Zakspeed-Viper und Jürgen Alzen (Betzdorf), Marcus Gedlich (Frankfurt) und Christian Menzel (Kelberg) im Porsche-Turbo. Beide Teams schieden jedoch nach neun beziehungsweise zwölf Runden mit Motorproblemen vorzeitig aus. Der Weg war frei für die beidem BMW-Teams. Vor dem letzten Stint lag das Schubert-Trio in Führung. Göransson musste sich dem leistungsstärkeren Z4 mit Bäder am Volant jedoch schnell geschlagen geben. „Auf der Döttinger Höhe fehlt es uns an Topspeed“, analysierte Richard Göransson, der seinen ersten Nordschleifeneinsatz nach dem 24-Stunden-Rennen 2007 bestritt. Bäder räumte im Ziel voll-kommen erschöpft ein: „Der letzte Stint war furchtbar hart. Ich hatte ein kleines Problem mit dem Gaspedal, was mich völlig aus dem Rhythmus gebracht hat.“ Abgesehen von dieser Kleinigkeit lief der BMW ohne Probleme. „Wir waren gut aussortiert“, sagte Hagenmeyer. „Nach dem Zeittraining haben wir gesehen, was heute möglich ist und haben mächtig Gas gegeben. Dieser Sieg ist für uns Amateurrennfahrer ein fantastischer Erfolg.“

Schall/Schall/Strycek konnten zum wiederholten Mal auf die Konstanz ihres Opel Astra V8 Coupé zählen. In der Schlussphase des Rennens setzte sich Strycek gegen Stanislav Gryazin (Russland) und Valeriy Gorban (Ukraine) im Porsche 911 GT3 RSR durch. „Ich konnte schnell auf den Porsche aufschließen“, sagte Strycek. „Drei Runden vor Schluss bin ich am Ende der Start-Ziel-Geraden vorbei gegangen und konnte mich absetzen.“ Im Ziel betrug der Vorsprung 35,029 Sekunden. Die Lokalmatadore Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Bahrweiler) beendeten das Rennen ihres Heimatclubs auf Platz fünf. Den schnellsten Cup-Porsche pilotierten Jörg Otto (Grevenbroich) und Jochen Krumbach (Eschweiler), sie kamen auf Gesamtrang sechs ins Ziel.

Ordentliche Nordschleifenpremiere von Rallye-Weltmeister Carlos Sainz

Carlos Sainz (Spanien) feierte einen guten Einstand in der „Grünen Hölle“. Zusammen mit Giniel de Villiers (Südafrika) und Hans-Joachim Stuck (Ellmau) fuhr der zweifache Rallye-Weltmeister in der Klasse der VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum mit Turbo auf Platz vier. Den Klassensieg sicherten sich Frank Lorenzo (Willich) und Harald Jacksties (Schweiz) im Seat Leon Supercopa. Zum Klassensieg bei den Fahrzeugen mit alternativen Treibstoffen über 2.000 ccm Hubraum fuhr Tourenwagenspezialist Klaus Ludwig (Kaltenborn) zusammen mit Henning Meyersrenken (Köln) im BMW 335d GTR. Nach Ausfallpech in den ersten beiden Läufen feierten Sven Böckmann (Dormagen), Martin Uhler und Dirk Kremp (beide Köln) im Autogas-betriebenen Ford Focus BR07 Platz zwei in der Klasse.

Mit ihrem dritten Klassensieg bei den Honda Civic Cup-Fahrzeugen im dritten Rennen übernahmen Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach) die Tabellenführung in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. „Das war ein Sieg für unser Team“, sagte Nett. „Wir haben uns heute mit perfekten Boxenstopps den entscheidenden Vorsprung verschafft.“ Der Vorsprung des Honda-Duos auf die Zweitplatzierten beträgt lediglich 0,26 Sekunden. Alexander Böhm (Kelberg) und Matthias Unger (Heusenstamm) sicherten sich zusammen mit Marian Winz (Kelberg) im BMW 325i des Team Black Falcon ebenfalls den dritten Sieg. Allerdings ist die Klasse der VLN-Serienwagen bis 2.500 ccm Hubraum im Schnitt mit zehn Fahrzeugen besetzt, im Honda-Civic-Cup starten durchschnittlich zwölf Autos.

Pole Position #170, Stian Sorlie / Claudia Hürtgen / Richard Göransson,
Schubert Motorsport,
BMW Z4 M Coupé,
8:26,466 Min.
Gestartet 186
Gewertet 115
Nicht gewertet 71
Sieger #120, Michael Bäder / Tobias Hagenmeyer,
Team MB Autotechnik,
BMW Z4 M Coupé,
28 Runden, 4:08:37.817 Std.
Schnellste Runde #88, Jürgen Alzen / Markus Gedlich / Christian Menzel,
Hankook / H&R Spezialfedern
Porsche 997 Turbo,
8:26.481 Min. in Rnd. 1

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 120 SP7 Team MB
Autotechnik
Michael Bäder
Tobias Hagenmeyer
BMW Z4
M Coupé
28 4:08:37.817
-
8:28.757
2
2 170 SP6 Schubert
Motorsport
Stian Sorlie
Claudia Hürtgen
Richard Göransson
BMW Z4
M Coupé
28 4:08:57.066
19.249
8:33.511
23
3 500 E1-Xp Schall
Motorsport
Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
DTM
28 4:13:33.666
4:55.849
8:35.688
6
4 140 SP7 Wagner
Motorsport
Stanislav Gryazin
Valeriy Gorban
Porsche 996
GT3 RSR
28 4:14:08.695
5:30.878
8:41.608
1
5 121 SP7 Frikadelli
Racing
Sabine Schmitz
Klaus Abbelen
Porsche 997
GT3 Supercup
28 4:14:51.296
6:13.479
8:38.287
2
6 787 Cup3B Captain
Racing
Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997
GT3 Cup
28 4:17:02.198
8:24.381
8:40.424
2
7 766 Cup3B - Christopher Gerhard
Florian Scholze
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:08:40.971
1 Runde
8:46.933
2
8 770 Cup3B - Bernd Otto
Edgar Althoff
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:09:27.173
1 Runde
8:53.858
17
9 133 SP7 Scheid
Motorsport
Oliver Kainz
Willie Moore
BMW M3 27 4:13:43.827
1 Runde
8:39.396
2
10 773 Cup3B Steam
Racing
Michael Schratz
Gregor Vogler
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:14:49.620
1 Runde
8:58.269
2

Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 689 - Marc Busch
Dennis Busch
Seat Leon MK2 4:13:22.181
26
9:24.936
3
CUP2 720 Fuchs Personal Team Nett Jürgen Nett
Rolf Schütz
Honda Civic 4:09:53.836
24
10:01.964
2
CUP3A 754 - Bill Cameron
Willie Moore
Porsche 996 GT3 4:09:39.137
25
9:28.904
4
CUP3B 787 - Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997 GT3 4:17:02.198
28
8:40.424
2
E1-XP 501 - Reinhold Mölig
Ulli Packeisen
V8 Star 3:52:23.731
25
8:48.813
2
H2 56 Team DMV e.V. Claus-Dieter Rusack
Holger Träger
Volkswagen Golf lll 4:13:19.830
24
9:47.446
3
H3 34 - Heinz-F. Pott
Sebastian Durik
Jörg Düsterhöft-Tiemann
BMW M3 E30 4:10:15.453
23
10:22.506
21
H4 11 - Ulli Packeisen
Hanspeter Strehler
BMW M3 4:09:54.534
15
9:46.595
3
H5 9 - Nico Unteregger
Clemens Pietzkowski
Porsche RSR 4:19:12.375
25
9:50.145
12
SP1 420 - Pascal Ziegler
Harald Ziegler
Robert Lommel
Toyota Yaris 4:12:43.250
21
11:10.368
3
SP2 393 TLM Racing Team Ukraine Andri Kruglik
Alex Mochanov
Ford Fiesta 4:13:43.610
24
10:05.190
10
SP3 284 - Andreas Mäder
Reinhold Renger
Honda S2000 4:08:30.728
25
9:33.395
3
SP3T 351 Inter Racing GmbH Frank Lorenzo
Harald Jacksties
Seat Leon Supercopa 4:05:22.951
25
9:23.076
19
SP4 232 - Christoph Koslowski
Eckhard Geulen
Honda S 2000 4:08:12.335
22
10:27.008
10
SP5 203 MSC Rhön e.V. im AvD Torsten Krey
Christian Schmidt
BMW M 3 4:10:57.679
23
9:55.514
20
SP6 170 - Stian Sorlie
Claudia Hürtgen
Richard Görannson
BMW Z4 4:08:57.066
28
8:33.511
23
SP7 120 - Michael Bäder
Tobias Hagenmeyer
BMW Z4 4:08:37.817
28
8:28.757
2
SP8 91 TES Racing For Charity Akihiko NAKAYA
Takayuki Kinoshita
Akira IIDA
Lexus LF-A 4:11:23.079
23
9:06.272
3
SP10 444 - Jörg Viebahn
Michael Auriemma
BMW 120d 4:11:56.132
26
9:12.074
2
SP11 487 - Henning Meyersrenken
Heribert Steiner
BMW 335d GTR 4:07:11.895
25
9:28.974
5
V2 601 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318 iS 4:13:20.225
24
10:20.908
23
V3 595 - Thomas Schulte
Wolfgang Krapp
Roland Henning
Opel Astra OPC 4:10:20.125
22
10:32.493
3
V4 550 Team Black Falcon Alexander Böhm
Matthias Unger
Marian Winz
BMW E90 4:08:08.105
24
10:06.486
17
V5 525 MSC Rhön e.V. im AvD Martin Tschornia
Benedikt Frey
Christian Leutheuser
BMW M3 4:14:56.634
25
9:44.302
3
V6 502 - Michael Luther
Franz Brenauer
BMW M3 4:09:50.903
25
9:38.197
22

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Quelle: VLN
Video: YouTube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen