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VLN 4. Lauf 2008 "48. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen"

Hauptkategorie: VLN

Zeitplan*

21. Juni 2008 
07:45 Uhr Fahrerbesprechung | Fujifilm Media-Center
08.30 – 10:00 Uhr Zeittraining
11.15 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start
16:00 Uhr Zieleinlauf
18.30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Endlich! Erster Saisonsieg für Land-Motorsport

Nürburgring. Viele Rückschläge hatte das Team Land-Motorsport in der laufenden Saison hinnehmen müssen. Beim vierten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring feierten Marc Basseng (Leutenbach) und Johannes Stuck (Liechtenstein) endlich den ersten Saisonsieg für das erfolgverwöhnte Team aus dem Westerwald. Nach Ablauf der 4-Stunden-Distanz und 27 absolvierten Runden wurde der Porsche 911 GT3 RSR beim 48. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen als Sieger abgewinkt. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Manthey-Porsche von Georg Weiss (Monschau), Michael Jacobs (Roetgen) und Marcel Tiemann (Monaco) betrug im Ziel 2:56.720 Minuten. In einer spannenden Schlussphase setzten sich Oliver Kainz (Kottenheim) und Andreas Teichmann (Meerbusch) durch und fuhren mit dem „Eifelblitz“ BMW M3 auf den dritten Rang. Für das Team rund um Nürburgring-Urgestein Johannes Scheid (Kottenborn) war es der erste Podiumsrang in diesem Jahr.

Souverän sicherte Basseng dem Team Land-Motorsport mit einer Trainingsbestzeit von 8:18,928 Minuten die Pole-Position für das Rennen des Dortmunder Motorsport Clubs. Beim Start musste er sich zunächst Tiemann geschlagen geben, der im Porsche des Wochenspiegel Team Manthey den ersten Turn fuhr. Im Abstand von wenigen Sekunden jagten die beiden Nordschleifenkenner durch die „Grüne Hölle“. Neben dem Kampf um die Spitze war die Anfangsphase des Rennens von der fulminanten Aufholjagd von Marc Lieb (Ludwigsburg) geprägt. Nach einer Kollision im Zeittraining nahm der Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing das Rennen nur von Platz 68 auf. Lieb machte schnell Position um Position gut und lag in Runde drei auf Platz fünf hinter Jürgen Alzen (Betzdorf) im Turbo-Porsche. In der Klostertal-Kurve gerieten beide aneinander und schieden aus. Eine friedliche Lösung fanden indes die beiden Erstplatzierten. Kurz vor dem Ende der ersten Stunde übernahm Basseng die Führung und gab diese nicht mehr ab. „Ich freue mich vor allem für Wolfgang Land und sein Team“, sagte Basseng nach dem Rennen. „Wir hatten in diesem Jahr so viel Pech und mit technischen Problemen zu kämpfen – jetzt ist uns eine riesige Last von den Schultern gefallen.“ Stuck-Junior freute sich über seinen ersten Gesamtsieg in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. „Bis zum 24-Stunden-Rennen war ich kurz davor, zu resignieren“, sagte er. „Jetzt freue ich mich wahnsinnig, auf dem Podium endlich ganz oben zu stehen. Für die nächsten Rennen bin ich zuversichtlich. Wir sind die schnellste Fahrerpaarung und mit uns wird in diesem Jahr noch zu rechnen sein.“

Für Weiss und Jacobs war es der zweite Podiumsplatz in diesem Jahr. „Nach dem dritten Rang im letzten Rennen jetzt Platz zwei – so kann es weitergehen“, sagte Weiss. „Natürlich hat Marcel einen großen Anteil an unserem heutigen Erfolg. Michael und ich müssen als Hobbyrennfahrer so realistisch sein, dass wir die Pace von ihm nicht gehen können. Aber unser Porsche lief perfekt und so konnten wir Platz zwei im Rennen problemlos halten.“ Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Bahrweiler) hatten Platz drei so gut wie sicher, als eine Runde vor Schluss der Motor am Porsche 911 GT3 seinen Dienst versagte. Dr. Stefan Beil, Norbert Fischer (beide Köln) und Marco Seefried (Nürnberg) erbten Platz drei kampflos. Zumindest vorläufig, denn auf den letzten Metern schob sich Kainz im „Eifelblitz“ dann noch am Porsche Cayman vorbei. „Ich hatte den Porsche ab dem Brünnchen in Sichtweite“, sagte der Kottenheimer, der zusammen mit Teichmann nach einem verwachsten Training das Rennen nur von Platz 22 aus in Angriff genommen hatte. „Auf der Döttinger Höhe habe ich dann meine Chance gewittert. Mit Ausnahme von dem Zeittraining stimmte heute bei uns einfach alles.“ Hinter Beil/Fischer/Seefried wurden Dirk Adorf (Hennef) und Hermann Tilke (Aachen) im Lamborghini Gallardo auf Platz fünf abgewinkt.

Einen Tag nach seinem 61. Geburtstag hatte Jürgen Oppermann (Schweiz) bei dem Einstand des Ferrari 430GT II von Academy-Racing nur wenig Grund zu feiern. Zusammen mit seinem Teampartner Otto Altenbach (Leverkusen) fuhr er zwar beachtliche Rundenzeiten, aufgrund von Elektronikproblemen blieb die Nordschleifenpremiere jedoch ergebnislos. Die beiden Altmeister, die zusammen 121 Lenze zählen, absolvierten im Rennen 17 Runden zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Rennen.

Reifenplatzer macht Verteidigung der Tabellenführung zunichte

Ein Reifenschaden bei hoher Geschwindigkeit am Honda Civic Type R von Jürgen Nett (Mayen) und Rolf Schütz (Andernach) ließ die Aussicht auf die Verteidigung der Tabellenführung früh zerplatzen. Dabei wurde die Frontpartie stark beschädigt, das Team büßte bei der Reparatur eine Runde ein und kam nur auf dem achten Platz in der Civic Cup-Klasse ins Ziel. Peter Venn Peter (Großbritannien), Marcel Hoppe (Lennestadt) und Harald Thönes (Mülheim-Kärlich) fuhren in der hart umkämpften Klasse zu ihrem ersten Triumph 2008. Mit ihrem dritten Sieg bei den VLN-Specials bis 1.600 ccm Hubraum übernahmen die beiden Ford-Fiesta-Fahrer Andri Kruglik und Alexji Mochanov (beide Ukraine) die Tabellenführung.

Pole Position #108, Marc Basseng / Johannes Stuck,
Land Motorsport,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:18.928 Min. = 175.834 km/h
Gestartet 185
Gewertet 119
Nicht gewertet 66
Sieger #108, Marc Basseng / Johannes Stuck,
Land Motorsport,
Porsche 997 GT3 RSR,
27 Runden, 4:01:07.576 Std.
Schnellste Runde #90, Hermann Tilke / Dirk Adorf,
Raeder Motorsport,
Lamborghini Gallardo,
8:23.771 Min. in Rnd. 6

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 108 SP7 Land Motorsport Marc Basseng
Johannes Stuck
Porsche 997
GT3 RSR
27 4:01:07.576
-
8:24.496
6
2 106 SP7 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Michael Jacobs
Marcel Tiemann
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:04:04.296
2:56.720
8:25.339
2
3 133 SP7 Scheid Motorsport Oliver Kainz
Andreas Teichmann
BMW M3 27 4:05:48.421
4:40.845
8:36.573
2
4 122 SP7 Team MSpeed Stefan Beil
Norbert Fischer
Marco Seefried
Porsche
Cayman
27 4:05:49.526
4:41.950
8:36.573
2
5 90 SP8 Raeder Motorsport Hermann Tilke
Dirk Adorf
Lamborghini
Gallardo
27 4:06:38.015
5:30.439
8:23.771
2
6 787 Cup3B Captain Racing Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:07:09.299
6:01.723
8:33.990
2
7 109 SP7 Manthey Racing Wolfgang Kohler
Hannes Plesse
Porsche 997
GT3 Supercup
27 4:08:04.684
6:57.108
8:39.841
2
8 500 E1-XP Schall Motorsport Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
DTM
27 4:09:47.373
8:39.797
8:33.185
2
9 777 Cup3B Bonk Motorsport Oliver Rövenich
Wolf Silvester
Mario Merten
Porsche 997
GT3 Cup
26 4:02:35.673
1 Runde
8:44.064
2
10 782 Cup3B Parker Racing Chris Cooper
Guy Spurr
Chris Harris
Porsche 997
GT3 Cup
26 4:04:10.592
1 Runde
8:43.766
2

Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 695 MSC Sulinger Land e.V. Thomas Gerling
Harald Hennes
Swen Landgraf
Seat Leon Supercopa 4:06:02.894
25
9:24.389
5
CUP2 739 Fleper Motorsport Peter Venn
Marcel Hoppe
Harald Thönnes
Honda Civic Typ 4:00:51.089
23
10:02.931
3
CUP3A 750 - Peter Schmidt
Christer Jöns
Porsche 996 GT3 4:04:51.256
26
8:55.272
2
CUP3B 787 - Jörg Otto
Jochen Krumbach
Porsche 997 GT3 4:07:09.299
27
8:33.990
2
E1-XP 500 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8
Coupe
4:09:47.373
27
8:33.185
2
H2 56 Team DMV e.V. Claus-Dieter Rusack
Holger Träger
Volkswagen Golf lll 4:00:20.155
23
9:56.948
2
H3 28 - Michael Lenz
Lutz Herz
Stefanie Bernhard
BMW 325i 4:10:16.560
16
10:32.951
7
H4 18 - Manfred Anspann
Tobias Reich
BMW E36 M3 3:59:57.204
23
10:02.443
20
SP1 420 - Pascal Ziegler
Harald Ziegler
Robert Lommel
Toyota Yaris 4:06:13.813
21
11:09.869
3
SP2 393 TLM Racing Team Ukraine Andri Kruglik
Alex Mochanov
Ford Fiesta 4:08:19.815
24
10:02.238
10
SP3 284 - Andreas Mäder
Reinhold Renger
Honda S2000 4:00:24.816
24
9:31.580
3
SP3T 351 Inter Racing GmbH Frank Lorenzo
Harald Jacksties
Jochen Übler
Seat Leon Supercopa 3:59:30.184
24
9:28.017
2
SP4 222 - Eugen Sing
Friedhelm Mihm
Mercedes 210 EVO ll 4:04:55.984
24
9:29.739
2
SP4T 245 - Björn Herrmann
Armin Lutterbach
Ford Focus 4:04:39.058
23
10:06.527
19
SP5 195 - Colin White
Ingo Tepel
BMW M3 E46 4:04:21.473
25
9:27.199
2
SP6 144 - Evgeny Tsarev
Andrii Onistrat
BMW M3 E46 4:04:22.446
25
9:02.806
4
SP7 108 Land Motorsport PZ Aschaffenburg Marc Basseng
Johannes Stuck
Porsche 911 GT3 4:01:07.576
27
8:24.496
6
SP8 90 Raeder-Motorsport GmbH Hermann Tilke
Dirk Adorf
Lamborghini Gallardo 4:06:38.015
27
8:23.771
2
SP10 444 - Stian Sorlie
Peter Posavac
BMW 120d 4:06:25.492
26
9:09.925
2
SP11 488   Sven Böckmann
Dirk Kremp
Ford Focus BR07 4:03:04.069
16
10:33.455
4
V2 630 - Markus Schmickler
Guido Strohe
BMW 318iS 4:03:05.412
23
10:21.772
10
V3 595 - Thomas Schulte
Ulrich Henning
Roland Henning
Opel Astra OPC 4:01:12.091
22
10:31.541
10
V4 566 - Frank Bierther
Erich Trinkl
Daniel Schwerfeld
BMW 325i 3:59:06.220
23
10:05.570
2
V5 525 MSC Rhön e.V. im AvD Martin Tschornia
Wolfgang Kudrass
Christian Leutheuser
BMW M3 4:03:42.833
24
9:42.235
3
V6 502 - Michael Luther
Daniel Zils
BMW M3 4:08:40.417
25
9:30.640
2

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Quelle: VLN
Video: YouTube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen