VLN 6. Lauf 2008 "6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen"

Hauptkategorie: VLN
  • 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen
  • 6. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2008
  • Veranstalter: MSC Ruhr-Blitz Bochum e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke
  • DMSB Reg.-Nr. 179/08

Zeitplan*

19. Juli 2008 
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30-10:00 Uhr Zeittraining
11:20 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start
18:00 Uhr Zieleinlauf
19:30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Manthey gewinnt Regenpoker beim 6h-Rennen

Nürburgring. Zum zweiten Mal in Folge ging der Sieg beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen an Manthey-Racing. Marc Lieb (Ludwigsburg), Marcel Tiemann (Monaco) und Arno Klasen (Karlshausen) überquerten beim Saisonhöhepunkt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft im Porsche 911 GT3 RSR nach 6:02:46.249 Stunden als Sieger die Ziellinie. Bei wechselhaften Witterungsbedingungen wurden Claudia Hürtgen (Aachen) und Stian Sorlie (Norwegen) im BMW Z4 M Coupé von Schubert-Motorsport mit einem Rückstand von 7:32.311 Minuten auf Platz zwei abgewinkt. Die Entscheidung um Platz drei fiel erst auf den letzten Metern. Bei dem Rennen um die Trophäe der Opel-Werke-Bochum setzten sich Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé in der letzten Runde gegen Stefan Kissling (Schuld), Hannu Luostarinen (Finnland) und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) in der Chevrolet Corvette von Kissling-Motorsport durch. Das Rennen des MSC Ruhr-Blitz-Bochum nahmen 207 Fahrzeuge in Angriff, 133 kamen nach sechs Stunden in Wertung ins Ziel.

Manthey sicherte sich im Zeittraining die dritte Pole-Position in der laufenden Saison. Einsetzender Regen unmittelbar vor dem Start machte die ersten Runden zu einem wahren Regenpoker. Die Anfangsphase war, wie schon beim letzten Rennen, von dem Zweikampf Manthey gegen Land geprägt. Die Startfahrer Lieb und Basseng duellierten sich der „Grünen Hölle“ sich im Sekundenabstand. Nach 20 Runden fiel Johannes Stuck nach einem Unfall im Land-Porsche in Führung liegend aus. Eingangs der Start-Ziel-Geraden bog der Liechtensteiner nach einem Überholvorgang eines langsameren Fahrzeuges zu spät in die Boxengasse ab, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Streckenbegrenzung der Boxeneinfahrt ein. Stuck wurde von den Rettungskräften geborgen und nach der Stabilisierung im Medical-Center zur weiteren Untersuchung per Helikopter ins Krankenhaus in Trier geflogen. Stuck erlitt eine schwere Gehirner-schütterung und Prellungen.

„Das Rennen war bis zu dem Unfall wahnsinnig eng“, sagte Klasen. „Danach haben wir an der Spitze die Geschwindigkeit etwas reduziert und den Sieg kontrolliert nach Hause gefahren.“ Nachdem die Strecke im Verlauf des Rennens komplett abgetrocknet war, setzte nach vier Stunden erneut Regen ein. „Wir hatten bei der Reifenwahl ein glückliches Händchen“, so Lieb. „Daher sind wir ohne Probleme durchgekommen.“ Die richtige Reifenwahl trafen auch die Zweitplatzierten, die ein ebenfalls ein reibungsloses Rennen absolvierten. „Wir haben vielleicht nicht das schnellste Auto, aber eine sehr starke Fahrerpaarung“, sagte Sorlie, der dem zweiten Platz beim 6h-Rennen noch mehr Positives abgewinnen konnte. „Beim 24-Stunden-Rennen herrschten Extrembedingungen, als ich mit dem Z4 meinen ersten schweren Unfall auf der Nordschleife hatte. Auch heute waren die Bedingungen nicht zu unterschätzen – daher ist für mich sehr wichtig, dass ich zeigen konnte, dass ich kein Crash-Pilot bin.“

Volker Strycek war nach seinem fünften Klassensieg zusammen mit Vater und Sohn Schall überglücklich. „Ich hätte der Kissling-Truppe den Podiumsplatz wirklich gegönnt. Aber ich freue mich natürlich auch, selber auf dem Treppchen zu stehen“, so der Opel-Sportchef. „Auf nasser Piste war unser Opel Astra V8 Coupé immer etwas stärker, die Corvette war im Trockenen schneller.“ Schall-Junior umschreibt das Geschehen in der letzten Runde: „Ich habe den Regen herbeigesehnt. Als kurz vor Rennende erneut ein Schauer einsetzte, habe ich den Druck auf Stefan deutlich erhöht und ihn in einen Fehler gezwungen.“ Betrug bei der vorletzten Zieldurchfahrt der Vorsprung des US-Sportlers noch neun Sekunden, hatte die Equipe aus Bad-Münstereifel am Ende das Nachsehen. Kissling nahm es gelassen: „Trotz des Ausrutschers in der Arembergkurve können wir mit Platz vier sehr zufrieden sein. Das Ergebnis unterstreicht, dass wir mit der Entwicklung der Corvette auf dem richtig Weg sind.“ Hinter dem Führungsquartett fuhren die Drittplatzierten des letzten Laufes, Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Bahrweiler), auf den fünften Rang. Hans-Joachim Stuck (Österreich) beendete seine Premiere im Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport an der Seite von Dirk Adorf (Hennef) hinter dem Wochenspiegel Team Manthey Porsche auf Platz sieben.

Erster Klassensieg 2008 für Smudo im Bio-Renner

Balsam auf die Seelen von Smudo & Co. Nach Rückschlägen in der laufenden Saison fuhr das Four-Motors-Team rund um den Frontmann der Hip-Hop-Combo ‚Die fantastischen Vier‘ zum Klassensieg bei den VLN-Specials mit alternativen Treibstoffen bis 2.000 ccm Hubraum. „Man, ist das geil, das darf nicht wahr sein“, sprudelte es aus dem Hamburger heraus, der sich bereits auf der Heimreise befand, als der Sieg endlich in der Tasche war. Smudo legte mit seiner mutigen Entscheidung für Slick-Reifen in der feuchten Anfangsphase den Grundstein für den Erfolg des Biodiesel-Beetle. In der schwierigen Mittelphase des Rennens war es an Lutz Wolzenburg (Bad Laasphe), das Fahrzeug heile über die Runden zu bringen. „Ich bin um Jahre gealtert“, gab Teamchef und Fahrer Thomas von Löwis (Reutlingen) zu, der die schnellste Rennrunde des Fahrertrios absolvierte.

Spannend war der Rennverlauf in der Honda Civic Cup-Klasse. Claus und Christoph Dupré (beide Schiffweiler) feierten ihren ersten Klassensieg. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Peter Venn (Großbritannien) Marcel Hoppe (Lennestadt) und Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) betrug lediglich 5,403 Sekunden. Auf Platz drei wurden Michael Ecker (Hauptstuhl), Kim Berwanger (Brücken) und Uwe Unteroberdörster (Lohmar) abgewinkt, die zwar im Rennen die schnellsten Rundenzeiten in der Cup-Klasse fuhren, aus der Box gestartet jedoch viel Zeit auf ihre Mitstreiter einbüßten.

Mit ihrem fünften Klassensieg in Folge untermauerten die beiden Ukrainer Andri Kruglik und Alexji Mochanov, beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen unterstützt von Ralph Martin (Altenstadt) ihre Führung in der Fahrerwertung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. 

Pole Position #111, Marc Lieb / Marcel Tiemann / Arno Klasen,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:11.859 Min. = 178.361 km/h
Gestartet 207
Gewertet 133
Nicht gewertet 74
Sieger #111, Marc Lieb / Marcel Tiemann / Arno Klasen,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
39 Runden, 6:02:46.249 Std.
Schnellste Runde #111, Marc Lieb / Marcel Tiemann / Arno Klasen,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:19.917 Min. in Rnd. 7

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 111 SP7 Manthey
Racing
Marc Lieb
Marcel Tiemann
Arno Klasen
Porsche 997
GT3 RSR
39 6:02:46.249
-
8:19.917
7
2 170 SP6 Schubert
Motorsport
Claudia Hürtgen
Stian Sorlie
BMW Z4 M Coupé 39 6:10:18.560
7:32.311
8:39.153
15
3 500 E1-XP Schall
Motorsport
Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra DTM 39 6:12:01.657
9:15.408
8:38.770
8
4 98 SP8 Kissling
Motorsport
Stefan Kissling
Hannu Luostarinen
Reinhold Mölig
Corvette C6  39 6:13:29.513
10:43.264
8:36.158
37
5 121 SP7 Frikadelli
Racing
Sabine Schmitz
Klaus Abbelen
Porsche 997 GT3 Supercup 38 6:05:48.142
1 Runde
8:42.730
7
6 106 SP7 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Michael Jacobs
Dieter Schornstein
Marcel Tiemann
Porsche 997 GT3 Supercup 38 6:07:11.147
1 Runde
8:31.622
9
7 90 SP8 Raeder
Motorsport
Hans-Joachim Stuck
Dirk Adorf
Lamborghini Gallardo 38 6:07:45.519
1 Runde
8:31.622
9
8 114 SP7  Manthey
Racing
Bert Lambrecht
Jean Francois Hemroulle
Porsche 997 GT3 Supercup 38 6:08:26.953
1 Runde
8:37.748
23
9 133 SP7 Scheid
Motorsport
Oliver Kainz
Andreas Teichmann
BMW M3 38 6:10:48.320
1 Runde
8:53.336
3
10 770 Cup3B - Bernd Otto
Edgar Althoff
David Horn
Porsche 997 GT3 Cup 37 6:04:43.113
2 Runden
8:55.370
9

Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 701 - Bernd Schneider
Mike Jäger
Harald Hennes
Seat Leon Supercopa 6:09:28.743
36
9:30.365
8
CUP2 730 - Claus Dupré
Christoph Dupré
Honda Civic Type-R 6:08:33.360
34
10:07.874
4
CUP3A 760 - Michael Budde
Ron Grüter
Frank Borkowsky
Ralf Spangenberg
Porsche 996 Cup 6:09:00.156
35
9:11.344
22
CUP3B 766 Pistenclub e.V. Christopher Gerhard
Niclas Kentenich
Heiko Hedemann
Florian Scholze
Porsche 997 GT3 6:07:28.106
37
8:58.093
4
E1-XP 500 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8
Coupe
6:12:01.657
39
8:38.770
8
H1 75 Team DMV e.V. Hans-Christoph Schäfer
Roman Schiemenz
Jochen Hudelmaier
Seat Ibiza 2:45:54.401
13
10:59.016
8
H2 40 Kissling Motorsport Hans Olaf Beckmann
Bernhard Schmittner
Peter Hass
Opel Manta 6:06:50.957
33
9:47.504
6
H3 28 - Lutz Herz
Hans-Jürgen Paul
Michael Lenz
BMW 325i 6:10:25.377
31
10:39.301
10
H4 12 - Peter Schwartz
Werner Mohr
Wolfgang Drabiniok
VW Golf 6:09:13.696
27
10:56.464
6
H5 7 Pirelli Porsche Cup Suisse Ivan Reggiani
Daniele Dariz
Oscar Rovelli
Porsche 964
Carrera Cup
6:07:24.916
32
10:02.381
11
SP1 434 - Heinz-Jürgen Winz
Sandra Winz
Fiat Punto 6:03:31.903
30
11:07.721
10
SP2 393 TLM Racing Team Ukraine Andri Kruglik
Alex Mochanov
Ralf Martin
Ford Fiesta 6:07:48.858
34
10:01.088
8
SP3 1 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 6:02:46.117
35
9:20.671
13
SP3T 347 - Stefan Wieninger
Georg Niedernberger
Florian Huber
Seat Leon Supercopa 6:03:45.707
34
9:37.833
6
SP4 233 RG Graf Zeppelin ADAC Friedrichshafen Frank Skrzypinski
Frank Weishar
Porsche 944 SRS 6:05:39.725
32
10:15.089
13
SP5 198 MSC Rhön e.V. im AvD Ulli Packeisen
Hubert Nacken
Stephan Rösler
BMW M3 6:05:47.950
35
9:31.490
9
SP6 170 - Claudia Hürtgen
Stian Sorlie
BMW Z4 6:10:18.560
39
8:39.153
15
SP7 111 Manthey Racing GmbH Marc Lieb
Marcel Tiemann
Arno Klasen
Porsche 911 GT3 6:02:46.249
39
8:19.917
7
SP8 98 Kissling Motorsport Stefan Kissling
Hannu Luostarinen
Reinold Mölig
Chevrolet Corvette 6:13:29.513
39
8:36.158
37
SP10 463 - Thomas von Löwis
Lutz Wolzenburg
Michael B. Schmidt (Smudo)
VW New Beetle 6:10:54.085
34
10:06.000
10
SP11 820 - Mauro Borriero
Fabio Lavato
BMW 330 D 6:02:34.301
32
10:15.160
11
V2 601 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW 318 iS 6:10:04.314
33
10:27.525
20
V3 580 - Stephan Lenzen
Michael Bohrer
Arnold Höppe
Peugeot 206 6:04:45.872
30
10:26.014
10
V4 550 Team Black Falcon Alexander Böhm
Matthias Unger
Marian Winz
Sean Paul Breslin
BMW E90 6:05:17.085
33
10:07.093
5
V5 517 HMC Öhringen Timo Schupp
Werner Gusenbauer
Andreas Herwerth
BMW M3 E36 5:58:57.947
34
9:42.791
6
V6 510 Team Black Falcon Dieter Lehner
Bona Ventura
Marcel Blumer
Christer Jöns
BMW M3 E46 6:07:10.995
35
9:29.032
3

Zur Übersicht "Chronologie 2008"  
Zur Übersicht "VLN"


Quelle: VLN
Video: YouTube/VLN
* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen