VLN 5. Lauf 2009 "49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen"

Hauptkategorie: VLN
  • 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
  • 5. Lauf VLN – BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2009
  • Dortmunder-Motorsport-Club e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung), 24.369 m
  • DMSB Reg.-Nr.: 183/2009

Zeitplan*

Samstag, 27. Juni 2009
07:45 Uhr Fahrerbesprechung
08:30-10:00 Uhr Zeittraining
11:15 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start Rennen
16:00 Uhr Zieleinlauf
18:00 Uhr Siegerehrung

Nebel am Renntag bewirkte einige Verzögerung im Zeitplan, sodass das Training erst gegen 9:30 Uhr aufgenommen werden konnte.

Das Rennen

Basseng/Biela/Stuck feiern ersten Audi-Sieg

Nürburgring. Erfahrung und Speed gaben beim 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen den Ausschlag für den ersten Audi-Sieg in der Geschichte der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Zusammen mit den beiden Altmeistern Frank Biela (Monaco) und Hans-Joachim Stuck (Österreich) feierte Marc Basseng (Leutenbach) den Triumph des Audi R8 LMS von Phoenix Racing. Der 30-Jährige ist mit 20 Gesamtsiegen seit 2004 aktuell der erfolgreichste Fahrer der populärsten Breitensportserie Europas. Mit einem Rückstand von 41,331 Sekunden wurden Chris Mamerow (Castrop-Rauxel) und Dirk Werner (Kissenbrück) als Zweite abgewinkt. Uwe Alzen (Betzdorf) und Lance David Arnold (Duisburg) fuhren im Cup-Porsche als Dritte erneut auf das Podium. Der fünfte Lauf der Saison 2009 wurde bei einsetzendem Unwetter auf der Nordschleife in Runde 25 vorzeitig mit der Roten Flagge beendet. Die Wertung erfolgt nach Runde 23. „Eine absolut richtige Entscheidung“, lobte Fahrersprecher und Teamchef Johannes Scheid (Kottenborn) die Rennleitung.

„Das war saugut“, sprudelte es nach dem Zieleinlauf aus Volkswagen-Motorsport-Repräsentant Stuck heraus. „Ein tolles Gefühl, zusammen mit Frank und Marc diesen historischen Moment feiern zu dürfen.“ Auch Basseng war die Tragweite des Erfolges bewusst: „Der Knoten ist endlich geplatzt – mit zwei gestandenen Rennfahrern diesen Sieg zu feiern, ist für mich eine tolle Erfahrung.“ Das Phoenix-Trio beendete mit dem Sieg beim 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen eine neun Rennen andauernde Porsche-Siegesserie. „Mein Stint war einer der schnellsten, die ich je auf der Nordschleife gefahren bin“, so Basseng weiter. „Der Audi R8 hat auf der Nordschleife einen extrem hohen Spaßfaktor und ich bin davon überzeugt, dass dies nicht der letzte Triumph im Zeichen der vier Ringe war.“

Mit einer Fabelzeit von 8:09,748 Minuten sicherte Dirk Adorf (Hennef) im Ford GT Raeder-Motorsport die erste Pole-Position der Teamgeschichte. Im Rennen war der spektakuläre GT3-Renner zunächst das Maß der Dinge. Zwar konnte Hermann Tilke (Aachen) die Führung nicht verteidigen, die erste Podiumsplatzierung war jedoch in greifbarer Nähe. Am Ende reichte es für das Duo dann doch nur für Platz vier. „Durch den Rennabbruch hatten wir am Ende das Nachsehen, da wir kurz zuvor an der Box waren und so nach Runde 23 nur als Vierte geführt wurden“, so Adorf. „Trotzdem stehe ich voll hinter der Entscheidung der Rennleitung. Sie haben alles richtig gemacht – uns hat am Ende halt das Quäntchen Glück gefehlt.“ Der Sieg in der GT3-Klasse ging an die zweitplatzierten Mamerow/Werner. Dank einer guten Strategie wäre für das Duo im Porsche 911 GT3 Cup S sogar der zweite Saisonsieg möglich gewesen. „Wir können nur über die Distanz brillieren, denn im direkten Vergleich ist unser Fahrzeug der Konkurrenz unterlegen“, so Mamerow. „Daher haben wir auf eine Zwei-Stopp-Strategie gesetzt. Ich glaube, unsere Rechnung wäre bei voller Rennlänge aufgegangen.“

Alzen und Arnold knüpften mit Platz drei da an, wo sie beim vierten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring aufgehört hatten: einem starken Ergebnis in dem von der Leistung her unterlegenen Cup-Porsche. „Ich bin superhappy“, freute sich Arnold. „Bei fünf Rennen stand ich bis jetzt vier Mal auf dem Podium. Im Rennen sind wir heute wieder voll am Limit gefahren – da gab es keine Reserve mehr.“ Teamchef Alzen zeigte sich erneut von dem Potenzial des Cup-Porsche überzeugt: „Ich denke, das Verhältnis Leistung zu Rundenzeiten, was Lance und ich zustande bringen, ist nicht zu toppen.“

Marco Schelp ist Halbzeitmeister

Das Manthey-Team, das mit drei Siegen bisher die Saison 2009 dominiert hatte, schied nach einem Getriebeschaden am Porsche 911 GT3 RSR in Runde sechs aus. Damit verlor Stammfahrer Marcel Tiemann (Monaco) die Tabellenführung. Nach seinem vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 3.000 ccm Hubraum im BMW Z4 von Dörr-Motorsport ist Marco Schelp Halbzeitmeister der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Der Berliner errang 46,49 Punkte und liegt damit 0,53 Zähler vor Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath), die mit drei Klassensiegen und zwei zweiten Plätzen bei den VLN-Serienwagen bis 1.800 ccm Hubraum Platz in Schlagdistanz liegen. Das amtierende Meisterteam Black Falcon rangiert mit Alexander Böhm (Kelberg), Christer Jöns (Ingelheim) und Sean Paul Breslin (Großbritannien) auf der dritten Position.

In den Cup-Klassen hatten beim fünften Lauf bekannte Gesichter die Nase vorne. Während Dennis und Marc Busch (Hemsbach) im Seat Leon Supercopa und Christoph Dupré (Schiffweiler) und Jürgen Nett (Mayen) im Honda Civic-Cup jeweils den vierten Triumph feiern konnten, fuhr Karl Brinker (Herne) den dritten Sieg im Renault Clio-Cup in Folge ein.

Pole-Position #85, Hermann Tilke / Dirk Adorf,
Raeder Motorsport,
Ford GT,
8:09.749 Min.
Sieger #80, Hans-Joachim Stuck / Marc Basseng / Frank Biela,
Phoenix Racing,
Audi R8 LMS,
23 Runden, 3:21:55.494 Std.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
1 80 SP9 Phoenix
Racing
Hans-Joachim Stuck
Marc Basseng
Frank Biela
Audi R8 LMS 23 3:21:55.494
-
8:25.434
19
2 76 SP9 Mamerow
Racing
Christian Mamerow
Dirk Werner
Porsche 997
GT3 Cup S
23 3:22:36.825
0:41.331
8:22.679
8
3 708 Cup3 Uwe Alzen
Automotive
Uwe Alzen
Lance David Arnold
Porsche 997
GT3 Cup
23 3:26:34.454
4:38.960
8:35.392
7
4 85 SP9 Raeder
Motorsport
Hermann Tilke
Dirk Adorf
Ford GT 23 3:26:34.585
4:39.091
8:22.470
1
5 124 SP7 Jürgen Alzen
Motorsport
Jürgen Alzen
Christian Menzel
Porsche 997
GT3 RSR
23 3:26:42.830
4:47.336
8:30.640
21
6 73 SP9 Mühlner
Motorsport
Oliver Kainz
Frank Schmickler
Porsche 997
GT3 Cup S
23 3:26:47.900
4:52.406
8:35.012
6
7 744 E1-XP Schall
Motorsport
Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra
V8 Coupé
23 3:27:18.851
5:23.357
8:27.720
20
8 121 SP7 Team MB
Autotechnik
Michael Bäder
Tobias Hagenmeyer
BMW Z4
M Coupé
23  3:28:23.602
6:28.108
8:37.399
13
9 98 SP8 Kissling
Motorsport
Roland Rehfeld
Reinhold Renger
Hannu Luostarinen
Corvette C6 23 3:29:40.958
7:45.464
8:34.513
21
10 711 Cup3 Weiland Racing Andzej Dzikevic
Matthias Weiland
Porsche 997
GT3 Cup
22 3:22:37.122
1 Runde
8:45.462
7

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
CUP1 633 - Dennis Busch
Marc Busch
Seat Leon Supercopa 3:25:53.250
21
9:25.362
13
CUP2 654 - Christoph Dupré
Jürgen Nett
Honda Civic 3:27:29.786
20
9:58.566
2
CUP3 708 Uwe Alzen Automotive Uwe Alzen
Lance David Arnold
Porsche 911 GT3 3:26:34.454
24
8:35.392
7
E1-XP 744 - Andreas Schall
Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8 Coupe 3:27:18.851
23
8:27.720
20
H1 37 Team DMV e.V. Claus-Dieter Rusack
HolgerTräger
VW Golf 3:16:39.170
19
9:49.399
2
H2 28 - Roland Mühlbauer
Jürgen Peter
BMW 325i 3:16:13.260
19
9:51.573
10
H4 6 - Guy Hoffeld
Marco Leolerle
BMW M3 E36 3:15:24.590
17
10:02.663
6
SP2 393 - Carsten Erpenbach
Ralf Martin
Ford Fiesta 3:17:35.473
18
9:54.289
7
SP2T 411 Schirra Motoring Dr. Friedrich von Bohlen
Harald Grohs
Mini Cooper S 3:25:09.173
21
9:23.467
7
SP3 250 Kissling Motorsport Heinz-Otto Fritzsche
Marco Wolf
Jürgen Fritzsche
Opel Astra GTC 3:26:23.026
21
9:26.712
16
SP3T 380 - Jürgen Gerspacher
Mario Ketterer
Seat Leon Supercopa 3:24:05.328
20
9:15.300
5
SP4 232 - Eckhard Geulen
Peter Schmidt
Honda S2000 3:22:21.292
19
10:12.431
11
SP4T 242 - Michael Martin
Gregor Morawitz
Christian Steffens
Ford Focus 3:24:58.990
20
9:43.987
19
SP5 198 - Michael Tischner
Ulrich Becker
Matthias Tischner
BMW M3 3:21:24.667
21
9:18.884
19
SP6 169 - Rudi Adams
Luca Ludwig
Marco Schelp
BMW Z4 Coupe 3:23:59.774
22
8:48.948
20
SP7 124 Hankook / H&R Spezialfedern
Jürgen Alzen
Christian Menzel
Porsche 997 GT3 3:26:42.830
23
8:30.640
21
SP8 98 Kissling Motorsport Roland Rehfeld
Reinhold Renger
Hannu Luostarinen
Chevrolet Corvette 3:29:40.958
23
8:34.513
21
SP8T 111 - Werner Cleef
Christian Wack
BMW 135i 3:26:51.837
18
9:51.932
2
SP9 80 Phoenix Racing
Hans-Joachim Stuck
Marc Basseng
Frank Biela
Audi R8 LMS 3:21:55.494
23
8:25.434
19
SP10 60 - Jörg Viebahn
Peter Posavac
BMW M3 GT4 3:21:38.944
20
9:09.990
2
V2 602 - Markus Schmickler
Guido Strohe
BMW 318iS 3:19:54.231
19
10:21.024
10
V4 1 Sartorius Team Black Falcon Alexaner Böhm
Sean Paul Breslin
Christer Jöns
BMW 325i 3:18:17.697
19
10:02.870
6
V5 510 - Wolf Silvester
Mario Merten
BMW M3 3:19:38.266
20
9:34.123
6
V6 501 Sartorius Team Black Falcon
Bona Ventura
Frank Bierther
Daniel Schwerfeld
BMW M3 3:27:29.543
21
9:30.807
2
VD1T 470 - Jürgen Dinstühler
Emin Akata
BMW 320d 3:21:59.385
21
9:19.771
8
VD3T 443 Renngem. Bergisch Gladbach e.V. im ADAC Thomas Haider
Rainer Kutsch
BMW 330d 3:18:43.716
19
9:55.822
14

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Quelle: VLN-Media
Video:
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* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen
Literaturtipps: Förster, W.: Nordschleifen Almanach 2009, Books on Demand GmbH, 2009, ISBN 978-3-8391-3126-8
Hildebrand, J., Jacoby, H., Sievernich, W., Kragenings, C,: Grüne Hölle 2009, Hackethal, ISBN 978-3-9362-8534-5