VLN 3. Lauf 2009 "51. ADAC ACAS H&R-Cup"

Hauptkategorie: VLN
  • 51. ADAC ACAS H&R-Cup
  • 3. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2009
  • Veranstalter: AC Altkreis Schwelm e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 23/09

Zeitplan*

Freitag, 1. Mai 2009
08.30 – 09.50 Uhr Test- und Einstellfahrt ACAS GP Kurs
10.00 – 10.45 Uhr Test- und Einstellfahrt Tourenwagen Revival GP Kurs
10.50 – 12.10 Uhr Test- und Einstellfahrt ACAS GP Kurs
12.15 – 13.00 Uhr Test- und Einstellfahrt Tourenwagen Revival GP Kurs
13.05 – 14.00 Uhr Test- und Einstellfahrt ACAS GP Kurs
Samstag, 2. Mai 2009
08.00 – 09.30 Uhr Pflicht-Training
08.00 – 09.30 Uhr Corso MB 190E
10.00 – 10.45 Uhr Demo Runden Tourenwagen-Revival
11.15 Uhr Start-Aufstellung
12.00 Uhr Start
16.00 Uhr Zieleinlauf
18.30 Uhr Siegerehrung im Mediacenter

Das Rennen

Manthey-Racing gewinnt Herzschlagfinale

Nürburgring. Spannender hätte der dritte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht sein können: Die Entscheidung um den Sieg beim 51. ADAC ACAS H&R-Cup fiel nach vier Stunden Renndistanz erst auf den letzten Metern. Den Dreikampf an der Spitze entschied nach 4:00:04,371 Stunden der Porsche 911 GT3 RSR von Manthey-Racing mit den Fahrern Marc Lieb (Ludwigsburg) und Marcel Tiemann (Monaco) für sich. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Audi R8 LMS der Mannschaft von Phoenix Racing mit Marc Basseng (Leutenbach), Marcel Fässler, Mike Rockenfeller (beide Schweiz) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) betrug im Ziel 0,981 Sekunden. Das Podium komplettierte mit dem Fahrer-Quartett Christian Abt (Kempten), Jean Francois Hemroulle (Belgien), Pierre Kaffer und Lucas Luhr (beide Schweiz) ein weiterer R8. Die ersten drei Fahrzeuge trennten im Ziel nur 3,835 Sekunden – einer der knappsten Zieleinläufe in der Geschichte der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie. Die Veranstaltung des AC Altkreis Schwelm zog 35.000 Zuschauer an den Nürburgring. Abgerundet wurde das Programm von dem Tourenwagen-Revival, bei dem mehr als 30 ehemalige DTM-Fahrzeuge noch einmal in die ‚Grüne Hölle‘ zurückkehrten.

„Da lag wohl ein kleines Missverständnis vor”, kommentierte Luhr die Zieldurchfahrt nach dem Rennen zerknirscht. Abt und Lieb bogen im Paarflug auf die Start-Ziel-Gerade ein. Dabei war sich der Allgäuer nicht sicher, ob er vor oder nach Ablauf der 4-Stunden-Distanz die Ziellinie überqueren würde. Für eine weitere Runde hätte die Tankreserve seines R8 nicht ausgereicht. Abt entschied sich, auf Nummer sicher zu gehen. „Wenn ich gewusst hätte, dass es um den Sieg geht, hätte ich alles daran gesetzt, noch am Manthey-Porsche vorbeizukommen“, ärgerte sich Basseng, der seinen 20. Gesamtsieg in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring um weniger als eine Sekunde verfehlte. Tiemann freute sich hingegen über Saisonsieg Nummer zwei: „Wir haben heute alles gegeben und unser Porsche lief wie ein Schweizer Uhrwerk. Trotzdem kommt der Sieg für uns etwas überraschend.“

In Runde vier ereignete sich im Adenauer Forst ein Zwischenfall, der für den Rennausgang nicht unbedeutend war. Auf einer Flüssigkeitsspur rutschten die auf den Positionen zwei bis fünf platzierten Fahrzeuge von der Strecke. Während für die beiden Porsche-Teams Mamerow-Racing und Alzen-Motorsport das Rennen unmittelbar beendet war, retteten sich die beiden Audi R8 von Timo Scheider, Mattias Ekström (beide Österreich) und Marco Werner (Schweiz) sowie Hans-Joachim Stuck (Österreich), Frank Biela und Emanuele Pirro (beide Monaco) noch an die Box. „Da hatte ich verdammt viel Glück“, sagte Rockenfeller. „Ich habe vor mir die Mitstreiter abfliegen sehen und konnte noch rechtzeitig vom Gas gehen.“

Hinter dem Spitzentrio wurde das Opel Astra V8 Coupé von Ralf Schall (Dornstadt) und Volker Strycek (Dehrn) auf Platz vier abgewinkt. Auf den weiteren Positionen folgte eine bunte Mischung aus GT3- und 24h-Specials-Fahrzeugen: der Porsche 911 GT3 von Armin Hahne (Monaco), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Wolf Henzler (Nürtingen), das BMW Z4 M Coupé von Michael Bäder (Ofterdingen) und Tobias Hagenmeyer (Köln), die Dodge Viper von Dirk Riebensahm, Christian Kohlhaas (beide Andernach) und Christopher Gerhard (Viersen) sowie der neue Ford GT von Hermann Tilke (Aachen), Dirk Adorf (Hennef) und Marc Hennerici (Bonn). Die Top 10 komplettierten die Sieger der Porsche-Cup-Klasse Matthias Weiland (Hamburg) und Andrzej Dzikevic (Littauen) sowie Roland Rehfeld (Berlin), Reinhold Renger (Rothenburg-Tauber) und Hannu Luostarinen (Finnland) in der Kissling-Corvette. Die ersten zehn Fahrzeuge lagen im Ziel innerhalb von einer Runde.

Tiemann übernimmt die Tabellenführung nach dem dritten Lauf

Marcel Tiemann hat mit dem dritten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum die Tabellenführung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring übernommen. Auf Platz zwei liegen nach drei von zehn Rennen Christoph Dupré (Schiffweiler) und Jürgen Nett (Mayen), die mit ihrem dritten Klassensieg bei den Honda Civic Cup-Fahrzeugen ebenfalls den Hattrick komplett machten. Das Duo setzte sich im Rennen gegen das VLN Honda Junior-Team durch, das mit den drei Nachwuchstalenten Tim Scheerbarth (Dormagen), Dennis und Kristian Nägele (Lauterstein und Donzdorf) zum zweiten Mal auf Platz zwei fuhren. Ihren dritten Klassensieg in der Seat Leon Supercopa Klasse feierten Dennis und Marc Busch (beide Hems-bach). Den ersten Erfolg im New Renault Clio Cup sicherte sich Karl Brinker (Herne).

Ex-DTM-Renner begeistern 35.000 Fans rund um den Nürburgring

Die Begeisterung rund um den Nürburgring war groß, als über 30 ehemalige DTM-Fahrzeuge im Rahmen des dritten Laufes zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring bei Demonstrationsrunden noch einmal die ‚Grüne Hölle‘ unter die Räder nahmen. Das Touren-wagen-Revival des AC Altkreis Schwelm ließ Erinnerungen an die 80er- und 90er-Jahre wieder aufleben, als die Boliden der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft auf der Nürburgring Nord-schleife Rennen ausgetragen haben. „Ein Wahnsinnsgefühl“, freute sich Armin Hahne, der einen Ford Sierra Cosworth aus dem Jahr 1988 pilotierte. „Einmalige Rennfahrzeuge, die Kollegen von damals und das Ganze auf der schönsten Rennstrecke der Welt – das Tourenwagen-Revival war ein großartiges Erlebnis.“ Nicht nur auf der Rennstrecke, auch im Fahrerlager war für Unterhaltung gesorgt. Bei einer Autogrammstunde am Freitag signierten die Ex-DTM-Star hunderte Fotos, die liebevoll erhaltenen DTM-Fahrzeuge waren zwei Tage lang im Fokus der zahlreichen Besucher. Abgerundet wurde das Aufgebot von mehr als 80 Fahrzeugen des Merce-des-Benz W201 16V Clubs und des Opel Evo Clubs.

Pole-Position #117, Tiemann
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:24.162 Min.
Sieger #107, Marcel Tiemann / Marc Lieb,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
27 Runden, 4:00:04.371
Schnellste Runde #107, Marcel Tiemann / Marc Lieb,
Manthey Racing,
Porsche 997 GT3 RSR,
8:25.064 Minuten

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Rückst. (Min.)
Schn.-Rnd. (Min.)
in Rnd.
1 117 SP7 Manthey
Racing
Marcel Tiemann
Marc Lieb
Porsche 997
GT3 RSR
27 4:00:04.371
-
8:25.064
2
2 77 SP9 Phoenix
Racing
Marc Basseng
Marcel Fässler
Mike Rockenfeller
Frank Stippler
Audi R8 LMS 27 4:00:05.352
0:00.981
8:30.481
26
3 81 SP9 Abt Sportsline Christian Abt
Jean Francois Hemroulle
Pierre Kaffer
Lucas Luhr
Audi R8 LMS 27 4:00:08.206
0:03.835
8:29.345
23
4 744 E1-XP Schall
Motorsport
Volker Strycek
Ralf Schall
Opel Astra
V8 Coupé
27 4:02:40.810
2:36.439
8:30.277
1
5 72 SP9 Manthey
Racing  
Armin Hahne
Jochen Krumbach
Wolf Henzler
Porsche 997
GT3 Cup S
27 4:03:56.986
3:52.615
8:35.746
2
6 121 SP7 Team MB
Autotechnik
Michael Bäder
Tobias Hagenmeyer
BMW Z4
M Coupé
27 4:04:02.634
3:58.263
8:35.959
2
7 70 SP9 Vulkan
Racing
Dirk Riebensahm
Christian Kohlhaas
Christopher Gerhard
Dodge Viper
GT3
27 4:07:21.726
7:17.355
8:45.424
24
8 85 SP9 Raeder
Motorsport
Hermann Tilke
Dirk Adorf
Marc Hennerici
Ford GT 27 4:07:41.916
7:37.545
8:28.714
24
9 711 Cup3 Weiland
Racing
Matthias Weiland
Andrzej Dzikevic
Porsche 997
GT3 Cup
27 4:08:08.966
8:04.595
8:42.055
2
10 98 SP8 Kissling
Motorsport
Roland Rehfeld
Reinhold Renger
Hannu Luostarinen
Corvette C6 27 4:08:50.888
8:46.517 
8:33.850
2

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. # Team Fahrer Wagen Gesamt (Std.)
Runden
Schn.-Rnd. (Min.)
in Runde
ATG 750 - Dr. Ulrich Hackenberg
Bernd Ostmann
Peter Wyss
VW Scirocco 3:57:59.686
24
9:26.927
23
CUP1 633 - Dennis Busch
Marc Busch
Seat SEAT Leon Supercopa 4:01:08.466
24
9:20.543
3
CUP2 654 - Christoph Dupré
Jürgen Nett
Honda Civic 3:58:16.523
23
9:58.712
2
CUP3 711 Scuderia Offenbach Matthias Weiland
Andrzej Dzikevic
Porsche 997 Cup 4:08:08.966
27
8:42.055
2
E1-XP 744 - Ralf Schall
Volker Strycek
Opel Astra V8 Coupe 4:02:40.810
27
8:30.277
1
H1 41 - Fabian Sigwart
Claudia Pulver
Mark Benz
BMW 318 iS 4:00:14.943
22
10:22.698
5
H2 25 - Dr. Werner Bauer
Udo Förster
BMW M3 4:01:41.993
24
9:36.770
2
H3 12 - Werner Mohr
Peter Schwartz
VW Golf III VR6 3:55:43.345
21
10:35.391
13
H4 7 - David Horn
Clemens Pietzkowski
Porsche 911 RSR 4:00:35.000
24
9:34.519
3
SP2 388 Kissling Motorsport Julius Nieminen Opel Corsa 3:54:50.141
23
9:57.421
18
SP2T 412 Scuderia Offenbach Christopher Rink
Ralph-Peter Rink
Peugeot 207 RC 3:57:34.574
22
10:21.261
2
SP3 725 - Karl Brinker Renault Clio 4:01:58.087
24
9:49.235
2
SP3T 361 Volkswagen Motorsport Carlos Sainz
Vanina Ickx
Franck Mailleux
VW Scirocco 3:59:55.298
25
9:13.738
24
SP4 224 - Friedhelm Obermeier
Friedrich Obermeier
BMW M3 4:01:36.461
23
9:47.599
23
SP5 205 - Hubert Nacken
Torsten Krey
BMW M3 4:04:07.270
25
9:25.522
3
SP6 169 - Rudi Adams
Luca Ludwig
Marco Schelp
BMW Z4 Coupe 4:01:27.390
26
8:46.658
24
SP7 117 Manthey Racing GmbH
Marcel Tiemann
Marc Lieb
Porsche 911 GT3 RSR 4:00:04.371
27
8:25.064
2
SP8 98 Kissling Motorsport Roland Rehfeld
Reinhold Renger
Hannu Luostarinen
Chevrolet Corvette 4:08:50.888
27
8:33.850
2
SP8T 112 - Ulf Ehninger Audi RS4 4:03:33.577
18
10:00.796
3
SP9 77 Phoenix Racing GmbH
Marc Basseng
Marcel Fässler
Mike Rockenfeller
Frank Stippler
Audi R8  4:00:05.352
27
8:30.481
26
SP10 63 Mamerow Racing Karl-Heinz Teichmann
Michael Schneider
Porsche 911 GT3 4:01:47.404
24
9:25.517
2
V2 627 MSC Wahlscheid
Rolf Derscheid
Michael Flehmer
BMW 318 iS 4:02:40.052
23
10:20.975
5
V3 575 - Uli Packeisen
Gerhard Palme
BMW 4:02:32.345
22
10:31.693
17
V4 540 - Carsten Knechtges
Josef Knechtges
Mirko Keller
BMW 325i 4:00:05.250
23
9:59.198
2
V5 515 - Markus Schmickler
Guido Strohe
BMW Z4 4:00:29.594
24
9:44.949
1
V6 501 Sartorius Team Black Falcon
Bona Ventura
Frank Bierther
Daniel Schwerfeld
BMW M3 3:58:31.946
24
9:34.681
4
VD1T 470 - Andreas Winkler
Jürgen Dinstühler
Emin Akata
BMW 320d 4:04:43.962
25
9:25.071
21
VD2T 453 TES Racing For Charity Bruno Miguel
Michael Cleters
Jean-Luc Behets
Herwig Daenens
Toyota Auris 3:57:59.861
21
10:26.249
16
VD3T 438 - Henning Meyersrenken
Jan Ullrich
BMW 335d 4:03:41.455
24
9:29.099
3

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Quelle: VLN-Presse
Video:
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* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können abweichen
Literaturtipps: Förster, W.: Nordschleifen Almanach 2009, Books on Demand GmbH, 2009, ISBN 978-3-8391-3126-8
Hildebrand, J., Jacoby, H., Sievernich, W., Kragenings, C,: Grüne Hölle 2009, Hackethal, ISBN 978-3-9362-8534-5