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29. April 2006: CHC 2. Lauf: Preis der Schloßstadt Brühl

Hauptkategorie: News

(Nürburgring/Brühl) Riesenjubel bei Harosa-Motorsport aus Alpenrod im Westerwald: Mit seinem dritten Gesamtsieg in Folge und dem 15. insgesamt hat Hans-Rolf Salzer in der ewigen Statistik zu den bislang führenden Mark-Oliver Burghardt/Jens Kolodzey (beide Duisburg) aufgeschlossen. Beim „Preis der Schlossstadt Brühl“ hatte Salzer nach 15 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife 320 Sekunden Vorsprung auf Thomas Krüger (Stolberg) im Honda Civic. Klaus und Julia Flint (Melle) lenkten den Tost-Peugeot 206 auf den dritten Gesamtrang und übernahmen die Tabellenführung.

Typisches Aprilwetter prägte den zweiten Saisonlauf zu Deutschlands ältester Rundstreckenserie. „Eigentlich hatten wir die ganze Zeit falsche Reifen drauf“, meinte Klaus Flint zu seinen Regenreifen. „Aber irgendwie war es doch richtig.“ Der 47jährige hatte mit seiner Tochter von Beginn an das Geschehen in der Klasse N/F bis 2000 ccm im Griff und feierte souverän den – für beide – zehnten CHC-Klassensieg. Die Brüder Marco und Maik Knappmeier sorgten am Volant des Seat Ibiza für einen Melle-Doppelsieg, die Solinger Michael Bender und Christa Wimmer kamen im Honda Civic auf Platz drei.

In der Gruppe N/F über 2000 ccm freuten sich der Münchener Sebastian Flint, übrigens der Sohn von Klaus und Bruder von Julia, sowie Kai Seeliger (Holm) über ihren ersten Klassensieg. Zudem lenkten die beiden den im deutschen Motorsport äußerst seltenen Saab 900/2 auf den zehnten Gesamtrang.

Auf Rang drei in der Meisterschaft – zweitbestes Team – rückten die amtierenden Meister Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln) vor. Mit dem Pink Power-Opel Corsa GSi siegte das Duo am Ende deutlich bei den VLN-Serienwagen bis 1850 ccm. Aber bis die beiden den Sieg unter Dach und Fach hatten, wurde an den Boxen kräftig gezittert. „Ich hatte massive Bremsenprobleme“, schilderte Henrich zur Rennmitte, als Schulten das Steuer übernahm. „In Klostertal habe ich mich sogar einmal gedreht, weil ich auf der Vorderachse keinen Bremsendruck hatte. Ich habe Jürgen gesagt, er soll jetzt immer vorher mehrfach pumpen – hoffentlich hilft es!“

Und es sollte helfen: Bis zum Zielstrich wuchs der Vorsprung auf 195 Sekunden an vor Marcel Schmidt (Wuppertal) mit dem Kaltenbach-BMW 318iS sowie Ex-Meister Ulrich Ehret (Buchen Hainstadt) und Karsten Sauk (Sassenberg) in einem weiteren BMW 318iS. Bei den Serienwagen bis 2500 ccm siegte trotz eines kleines Ausrutschers Sascha Salzer (Alpenrod) mit dem zweiten Harosa-BMW M3. „Ein Hagelschauer im Bereich Aremberg wurde mir zum Verhängnis – dann ging es geradeaus ins Kiesbett. Gott sei Dank ging es ohne Beschädigungen weiter“.

Mit seinem 35. CHC-Klassensieg verbesserte sich Thomas Krüger aus Stolberg auf den vierten Rang in der ewigen Bestenliste. Am Steuer des Honda Civic Vtec schaffte Krüger zudem das Kunststück, sogar die Wertungsgruppe H zu gewinnen und als Gesamtzweiter ins Ziel zu kommen. Bei seinem Porsche-Debüt kam Gerald Schalk (Wetter) gleich zu einem Sieg in der Gruppe H über 2000 ccm vor Marcel Krichel (Geilenkrichen) im Porsche 968. Nach Reifen- und Fahrwerksproblemen am KRS-Porsche mussten die favorisierten Brüder André und Jochen Krumbach (Eschweiler) nach neun Runden aufgeben.

In der Gruppe H bis 2000 ccm verlor der als Tabellenführer angereiste Bastian Hüttinger (Neuenstein) gleich zu Beginn alle Siegeschancen. Ein Wechsel von Regenpneus zu Slicks nach der ersten Runde dauerte zu lange. Weiterer Zeitverlust addierte sich in der Tankpause hinzu, als die Lichtmaschine am Ford Escort RS 2000 gewechselt werden musste. Immerhin wurde der Schwabe noch als 13. von 21 Fahrzeugen gewertet und sammelte wertvolle Zähler für die Meisterschaft.

Deutschlands schnellste Polizisten Thorsten Drichel und Ariane Schlüter (beide Selm) siegten mit dem VW Golf GTi Dank fehlerfreier Leistung und richtiger Strategie somit vor Volker Sackreuther/Peter Herweck (Bechtheim/Lampertheim) im Ford Puma sowie Uwe Erdtmann (Wiesloch) in einem weiteren VW Golf GTi. Daniel Weber/Bodo Gergen (Linz/Saarlouis) kamen mit dem Opel Kadett auf Rang vier, Weber ist jetzt siebter in der Meisterschaft.

In der Michaela-Lochmann-Trophy, dem so genannten CHC light, bleiben Holger Träger (Bochum) und Karl-Heinz Zammert (Düsseldorf) das Maß der Dinge. Mit dem Benninghofen-VW Golf GTi siegten die beiden zum zweiten Mal bei den Specials bis 2000 ccm. Aber die Wermelskirchener Gerhard Diel und Manuel Schönherr rückten Träger/Zammert sehr nah. Mit nur 0,2 Sekunden Rückstand musste sich das Opel Astra-Duo geschlagen geben. Michael Schnatmeyer (Hiddenhausen) wurde im Ford Puma dritter. Bei den Specials bis 2500 ccm siegten Michael Daum/Alexander Mayer (Dreisbach/Trierweiler) im DM-VW Golf GTi. Bestes Team bei den seriennahen Fahrzeugen wurden Jürgen Stölting/Thomas Matuschewski (beide Düsseldorf) im BMW 318iS.

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Quelle: RCN