RCN 8. Lauf 2007 "Preis der Erftquelle"

Hauptkategorie: RCN & RCN-GLP
  • "Preis der Erftquelle"
  • BMW Driving Experience Challenge
  • 8. Lauf – RCN Rundstrecken-Challenge – Nürburgring 2007
  • Veranstalter: SfG Schönau e.V im ADAC
  • Nordschleife, 20830 m
  • Distanz: 15 Runden
  • DMSB Reg.-Nr.:334 / 2007

Zeitplan*

Samstag, 3. November 2007
09.30 bis 12.30 Uhr Technische Abnahme und Papierabnahme | Hazet-Fahrerlager
13.00 Uhr Fahrerbesprechung | Hazet-Fahrerlager
13.30 Uhr Start des ersten Fahrzeuges | vor Tribüne 13
16.50 Uhr Ziel des ersten Fahrzeuges
17.45 Uhr Aushang der Ergebnisse | Bistro-Zelt, Hazet-Fahrerlager
18.15 Uhr Siegerehrung | Bistro-Zelt, Hazet-Fahrerlager

Das Rennen

Henrich/Schulten neue Meister – Hans-Rolf Salzer feiert 18. Gesamtsieg

(Nürburgring / Schönau) Was für ein Finale am internationalen Tag des Mannes: Nach 15 Runden auf der Nürburgring-Nordschleife (= 312,45 Kilometer) freuten sich Ludger Henrich (Schmitten) und Jürgen Schulten (Hamminkeln) über ihren zweiten gemeinsamen Titel nach 2005 in der BMW Driving Experience Challenge powered by Castrol-Haugg. Am Steuer des Pink Power-Honda Civic Type-R hatte das Duo zuvor im achten Saisonlauf den siebten Klassensieg gefeiert. „Wir sind überglücklich, heute hat alles gepasst“, freuten sich die beiden.

Gesamtsieger beim „Preis der Erftquelle“ der Sportfahrergemeinschaft Schönau e. V. im ADAC wurde Hans-Rolf Salzer aus Alpenrod mit dem Harosa-BMW M3. Für den Westerwälder war es der zweite Saisonsieg und sein 18. insgesamt. Mit fünf zweiten und einem dritten Gesamtrang beendete Titelverteidiger Salzer alle acht RCN-Saisonläufe auf dem Podium! Gerald Schalk/Jürgen Alzen (Wetter/Betzdorf) hatten im Jürgen Alzen Motorsport-Porsche GT3 1.02 Minuten Rückstand auf Salzer. Nach zunächst regennasser Piste hatte das Porsche-Duo zu früh auf Slicks gewechselt. Mit Eric Karlsson/Michael Irmgartz (Miltenberg/Neuwied) komplettierte ein weiteres Porsche-Team die Top Drei.

Henrich/Schulten ließen keine Zweifel aufkommen

Nach dem Pech beim siebten Rennen auf dem GP-Kurs mussten Henrich/Schulten unbedingt gewinnen, um den Titel zu holen. Obwohl Schulten als einer der besten Regenfahrer Deutschlands gilt und die Strecke zunächst richtig nass war, fuhr Henrich den Start. „Ludger macht das immer, auch heute“, sagte Schulten. „Vielleicht regnet es ja im zweiten Teil noch stärker“. Doch der Niederschlag ließ nach, zur Rennmitte wechselten sogar einige auf Trockenreifen oder Intermediates.

Henrich übergab mit 15 Sekunden Vorsprung auf Bastian Hüttinger (Neuenstein) im Ford Escort RS 2000 das Volant an Schulten. Gleich in seiner ersten Runde knöpfte Schulten seinem Verfolger weitere 31 Sekunden ab – die Vorentscheidung war gefallen. „Danach musste ich das Ding nur noch Haus tragen. Kompliment an Ludger und seine Mannschaft: Der Civic war einfach nur perfekt“, strahlte Schulten. Es war für Honda der erste bedeutende nationale Titel seit 1990 (Frank Totz in der DTT).

Wechselbad der Gefühle für Vizemeister Brandl/Kratz

Um ihre Titelchancen zu erhöhen, wollten Rudolf Brandl (Walldürn) und Torsten Kratz (Mönchengladbach) für das Finale vom etatmäßigen seriennahen BMW 318iS auf einen verbesserten Gruppe H-BMW 320iS wechseln. „Dort sind mehr Starter, das gäbe bei einem Sieg mehr Punkte“, begründete Kratz. Doch am Tag vor dem Rennen ging der Öldruck in den Keller, ein Ersatzmotor war so schnell nicht aufzutreiben. Mit ihrem Brandl Engenieering-BMW 318iS kam das Duo zwar zum achten Sieg bei den Serienwagen bis 1850 ccm – wenn auch nur knapp mit 19 Sekunden Vorsprung auf Viktor Tyburski/Michael Scheublein (Duisburg/München) in einem BMW 318ti – musste sich aber mit dem Vizetitel zufrieden geben.

Thomas Krüger mit Start-Ziel-Sieg

Der dritten Aspirant, Thomas Krüger, musste auf das Pech der beiden vor im platzierten Teams hoffen und selbst siegen, sollte der Titel nach Stolberg gehen. Und der Honda Civic-Pilot legte los wie die Feuerwehr und freute sich in der Gruppe H bis 2000 ccm über einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg bei 18 Fahrzeugen. „Und das mit 1603 Kubikzentimeter Hubraum“, wie der 42jährige betonte. Wie zuletzt auch auf dem GP-Kurs, erwiesen sich Ulrich Stiefel/Norbert Troesken (Lüdinghausen/Selm) mit dem VW Golf als ausgesprochene Regenspezialisten. Dritte wurden Christof Degener/André Benninghofen (Hattingen/Velbert) im Team Bennighofen-VW Golf GTi.

Schmidtke/Kuttenkeuler bestes Gruppe F-Team

Nach längerer Pause meldeten sich die beiden Kölner Michael Schmidtke und Kuno Kuttenkeuler im KK Motorsport-Ford Focus RS mit einem Sieg in der Gruppe F zurück. Mit nur 28 Sekunden Rückstand folgten Sebastian August/Dr. Peter Pangert (Potsdam/Rudolfstadt) im besten Opel Astra OPC. Im Feld der knapp 100 Starter bedeutete dieses die hervorragenden Gesamtränge sieben und acht. Die vier weiteren Race Camp-Astra verloren aufgrund eines zweiten oder dritten Tankstopps wertvollen Boden. Als sensationeller Gesamt-Sechster wurde Peter Tschirley (Lauffen) im Gruppe GBMW M3 abgewinkt. Beachtlich auch der elfte Gesamtrang von Joachim Nett (Mendig), am Steuer des Nett Tuning-Peugeot 106 Gewinner der Specials bis 1600 ccm.

Knappe Entscheidung in der Michaela-Lochmann-Trophy

Mit Gerhard Diel (Wermelskirchen) stand der MLT-Meister schon vorher fest. „Für heute habe ich vom Opel Astra auf einen Corsa gewechselt. Mal sehen, was man mit dem so fahren kann“, erklärte der 51jährige. „Für 2008 plane ich auf jeden Fall RCN mit einem Opel. Aber ich weiß noch nicht so ganz, welches Modell und welche Klasse.“ Diel zeigte mit seinem sechsten Saisonsieg einmal mehr, dass er dieses Jahr einfach der Beste im „RCN light“ war.

Sprichwörtlich im Sekundentakt ging es auf den weiteren Plätzen zu. VW Golf-Pilot Carsten Patterer (F-Lamanon) wurde mit 52 Sekunden Rückstand auf Diel zweiter und Vizemeister, nur eine Sekunde später kam Michael Schnatmeyer (Hiddenhausen) mit dem Ford Puma über den Zielstrich. Um weitere vier Sekunden mussten sich Holger Träger/Karl-Heinz Zammert (Bochum/Düsseldorf) im Benninghofen-VW Golf nur geschlagen geben.

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Quelle: RCN
*Vorläufiger Zeitplan, Zeiten können abweichen