VLN 9. Lauf 2017 "42. DMV Münsterlandpokal"

Hauptkategorie: VLN-Berichte
  • 42. DMV Münsterlandpokal
  • 9. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2017
  • Veranstalter: MSC Münster e.V. DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 284/17

Zeitplan*

Samstag, 21. Oktober 2017
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
10:45 Uhr Pitwalk
11:20 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
16:20 Uhr Siegerehrung | Podium
18:00 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

Michael Schrey feiert die Titelverteidigung

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring war ein Rennen der Superlative: 20 Jahre nach Dirk Adorf (1996 und 1997) gab es mit Michael Schrey wieder einen Fahrer, der in der weltweit größten Breitensportserie der Welt seinen Titel verteidigen konnte. „Wahnsinn“, strahlte Schrey nach seinem siebten Klassensieg 2017. „Ich kann noch gar nicht fassen, dass es wieder geklappt hat. Es war in diesem Jahr unglaublich eng an der Spitze. Der Druck war enorm, viel größer als 2016. Das werden wir jetzt gebührend feiern.“ Der letzte Tagessieg ging an Manthey-Racing. Damit waren die Lokalmatadore rund um Olaf Manthey mit fünf Erfolgen nicht nur der erfolgreichste Rennstall 2017, sondern besiegelte mit dem 50. Sieg in der VLN-Team-Geschichte auch ein historisches Jubiläum.

Erfahrung ist in der VLN durch nichts zu ersetzen. Teamchef Michael Bonk ist ein alter Hase im Geschäft und tüftelte in der Nacht vor dem Finale eine brillante und gleichzeitig gewagte Strategie aus. Um ausreichend Punkte für den Titelgewinn einzufahren, hätte Schrey in seiner angestammten BMW-Cup-Klasse beim 42. DMV Münsterlandpokal Erster oder Zweiter werden müssen. Das ist eine große Herausforderung, die Schrey allerdings zuletzt sechsmal in Folge meisterte. Dennoch schätzte Bonk das Risiko höher ein, als in einer weniger stark besetzten Klasse einen Sieg zu erzielen. Kurzerhand entschied man sich dazu, Schrey in der TCR-Klasse ins Rennen zu schicken – im Volkswagen Golf TCR von Benjamin Leuchter und Andreas Gülden. „Wir haben heute Nacht die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie wir das Risiko minimieren könnten – dabei kam uns dieser Einfall“, grinste der Teamchef, nicht ohne Stolz. Schrey holte als TCR-Klassensieger 9,17 Punkte und kürte sich mit 0,2 Punkten Vorsprung zum zweiten Mal in Folge zum VLN-Champion. Für sein Team Bonk-Motorsport ist es bereits der fünfte VLN-Meistertitel. Der Rennstall aus Münster stellt damit den bisherigen Rekord des Teams rund um Lokalmatador Johannes Scheid ein. Ein BMW-Team erringt zum 15. Mal die Meisterschaft.

Michael Schrey feiert zusammen mit Bonk-Motorsport die Titelverteidigung.

Den Tagessieg holten sich Fred Makowiecki und Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten, Hubert Haupt, Erik Johansson und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, 51,622 Sekunden. Platz drei sicherten sich Frank Stippler, Christian Mamerow und Robin Frijns im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing. Damit belegten drei Teams, die in Meuspath nahe des Nürburgrings beheimatet sind, die Podestplätze.

Für Lars Kern, im Hauptberuf Porsche-Test- und Entwicklungsfahrer, war es im ersten Rennen mit „Grello“, dem auffälligen Elfer in gelb-grün von Manthey-Racing, der erste VLN-Sieg. „Einfach mega – mit dem Fahrzeug sind normalerweise nur Werksfahrer unterwegs“, strahlte er nach der Siegerehrung. Die Ehre, das Fahrzeug pilotieren zu können, wurde ihm zuteil, nachdem er jüngst mit einem straßenzugelassenen Porsche 911 GT2 RS erfolgreich eine Rekordfahrt auf dem Nürburgring absolviert hatte. „Olaf Manthey und Nicki Raeder haben mir als Dankeschön diese Chance gegeben. Das war eine große Ehre für mich. Ich war zugegeben etwas nervös, wusste aber, dass ich mit Fred an meiner Seite den Vorsprung nur verwalten muss.“

Fred Makowiecki und Lars Kern (Porsche 911 GT3 R).

Eine Woche nach dem DTM-Finale freute sich Mercedes-AMG-Werksfahrer Maro Engel über Platz zwei: „Hubert ist einen klasse ersten Stint gefahren, ich einen sauberen Mittelstint und Erik hat am Schluss einen fantastischen Job in seinem erst dritten GT3-Rennen gemacht“, so der Wahlmonegasse „Durch unseren frühen Stopp haben wir erst Zeit gutgemacht, weil wir freie Fahrt hatten. Aber wir haben auf eine Rennrunde weniger spekuliert.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Klaus Bachler und Romain Dumas im Falken-Porsche auf Platz vier, Connor De Phillippi und Christopher Mies belegten im Land-Audi am Ende Rang fünf. Norbert Siedler, Frank Stippler und Alexander Müller wurden im Frikadelli-Porsche Sechste. Der schnellste Pro-Am-Fahrzeug war der Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau mit Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach. Den schnellsten BMW M6 GT3 pilotierten Jordan Tresson und Jonathan Hirschi für Walkenhorst Motorsport auf Position acht, gefolgt von den Teamgefährten Peter Posavac und Alex Lambertz im BMW Z4 GT3, die am Ende das bestplatzierte Gentlemen-Team waren.

In der Meisterschaft hatten sie am Ende nur knapp das Nachsehen, trotzdem endete die Saison 2017 für Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils vom Pixum Team Adrenalin Motorsport versöhnlich. Im Porsche Cayman feierten sie ihren achten Klassensieg und wurden als Wertungsgruppensieger bei den VLN-Produktionswagen auf dem Podium geehrt. Als verdienter Lohn steht zudem der Titel in der VLN Produktionswagen Trophäe zu Buche.

Dritter der Fahrerwertung ist Marcel Manheller, der mit seinem BMW 325i beim Saisonfinale ausschied. Vorjahreschampion Alexander Mies, 2016 zusammen mit Schrey erfolgreich, belegt nach dem sechsten Klassensieg im Porsche 911 GT3 des GIGASPEED Team GetSpeed Performance Platz vier. Sein Teamgefährte Tim Scheerbarth, Meister der Saison 2011, ist Sechster hinter dem Mühlner-Trio Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula.

BMW M235i Racing Cup: Zweiter Titel für Michael Schrey.

Neben seinem Gesamtsieg konnte Michael Schrey (GER) auch im BMW M235i Racing Cup triumphieren und nach 2016 erneut den Fahrertitel feiern. Schrey startete mit einem komfortablen Vorsprung von 50 Punkten in den 42. DMV Münsterlandpokal und fuhr mit dem Golf TCR nicht in der BMW-M235i-Racing-Cup-Wertung, dennoch konnten seine direkten Verfolger den Rückstand nicht mehr aufholen. Der Sieg im letzten Saisonlauf des BMW M235i Racing Cup ging an Yannick Fübrich (GER) und David Griessner (AUT) vom Pixum Team Adrenalin Motorsport im Fahrzeug mit der Startnummer 675. Platz zwei belegten Thomas Jäger (AUT) und Rudi Adams (GER) vom Team Scheid-Honert Motorsport, die gleichzeitig auch Zweiter im BMW M235i Racing Cup wurden, vor Griessner auf Gesamtrang drei. Yannick Mettler (SUI) und Patrick Hinte (GER) von FK Performance erreichten auf Position drei das Ziel. Bereits im vorletzten Lauf hatte sich Schreys Bonk Motorsport Team vorzeitig den Titel in der Teamwertung gesichert.


42. DMV Münsterlandpokal
Pole-Position #15, Stippler/Mamerow/Frijns,
PHOENIX RACING
Audi R8 LMS,
7:59.893 Minuten
Gestartet 147
Gewertet 112
Nicht gewertet 35
Sieger #911, Makowiecki/Kern,
Manthey Racing
Porsche 911 GT3 R,
28 Runden, 4:06:21.492 Stunden
Schnellste Runde #15, Stippler/Mamerow/Frijns,
PHOENIX RACING
Audi R8 LMS,
7:59.388 Min. = 182.918 km/h

Michael Schrey gewinnt BMW M235i Racing Cup und VLN-Titel 2017

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 911 SPX Manthey
Racing
Fred Makowiecki
Lars Kern
Porsche
911 GT3 R
28 4:06:21.492 166.105 - 8:06.092 180.395 19
2 7 SP9 BLACK
FALCON
Hubert Haupt
Erik Johansson
Maro Engel
Mercedes-
AMG GT3
28 4:07:13.114 165.527 51.622 8:07.174 179.995 21
3 15 SP9 PHOENIX
RACING
Frank Stippler
Christian Mamerow
Robin Frijns
Audi
R8 LMS
28 4:07:30.922 165.329 1:09.430 7:59.388 182.918 27
4 4 SP9 Falken
Motorsports
Klaus Bachler
Romain Dumas
Porsche
911 GT3 R
28 4:08:31.171 164.661 2:09.679 8:07.818 179.757 27
5 28 SP9 Montaplast
by Land-
Motorsport
Connor De Phillippi
Christopher Mies
Audi
R8 LMS
28 4:09:08.459 164.250 2:46.967 8:06.155 180.372 18
6 31 SP9 Frikadelli
Racing Team
Norbert Siedler
Frank Stippler
Alexander Müller
Porsche
911 GT3 R
28 4:10:48.441 163.159 4:26.949 8:09.546 179.123 23
7 22 SP9 Wochenspiegel
Team
Monschau
GeorgWeiss
Oliver Kainz
Jochen Krumbach
Ferrari
488 GT3
28 4:11:55.308 162.437 5:33.816 8:06.159 180.371 20
8 35 SP9 Walkenhorst
Motorsport
Jordan Tresson
Jonathan Hirschi
BMW
M6 GT3
28 4:14:15.183 160.948 7:53.691 8:14.170 177.447 12
9 36 SP9 Walkenhorst
Motorsport
Peter Posavac
AlexLambertz
BMW
Z4 GT3
27 4:06:39.275 159.981 1 Runde 8:17.345 176.314 15
10 14 SP9 Octane 126 AG BjörnGrossmann
Fabio Leimer
Simon Trummer
Ferrari
488 GT3
27 4:06:39.299 159.980 1 Runde 8:13.541 177.673 19

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

Klassensieger

Kl. Gest./Gew. # Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamtzeit Schnitt Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
CUP1 3/3 355 - Lena Strycek,
Volker Strycek
Opel Astra OPC Cup 24 4:04:52.901 143.235 9:27.312 154.569 14
CUP2 5/2 1 GIGASPEED
Team GetSpeed Performance
Alexander Mies,
Timm Scheerbarth,
Steve Jans,
Marek Bökmann
Porsche 911 GT3 Cup 27 4:07:41.312 159.313 8:25.971 173.308 12
CUP3 8/8 960 Teichmann Racing Daniel Bohr,
Marc Hennerici
Porsche Cayman GT4 26 4:05:31.679 154.762 8:48.255 165.997 25
CUP4 7/5 533 - Dale Lomas,
Lucian Gavris,
Werner Gusenbauer
Toyota GT86 24 4:18:39.560 135.605 9:47.359 149.293 10
CUP5 17/16 675 Pixum Team Adrenalin Motorsport David Griessner,
Yannick Fübrich
BMW M235i Racing Cup 25 4:04:25.134 149.485 9:11.833 9:11.833 24
CUPX 4/3 925 Isert Motorsport Ferdinand Stuck,
Johannes Stuck
KTM X-Bow GT4 27 4:13:40.382 155.554 8:44.957 167.040 11
H2 5/2 638 ADAC Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V. Stefan Lohn,
Philipp Eis,
Norbert Mehling
VW Jetta 16v 21 4:02:33.118 126.534 10:38.902 137.249 13
H4 2/1 588 TAM-Racing Ralf Schall,
Christopher Gerhard
Porsche 997 GT3 Cup 27 4:11:17.224 157.031 8:32.102 171.233 11
SP10 4/4 188 Team Mathol Racing e.V. Wolfgang Weber,
Thomas Krebs,
Hendrik Still
Aston Martin Vantage V8 26 4:10:48.459 151.504 8:49.561 165.588 25
SP3 7/4 289 Ring Racing Uwe Kleen,
Klaus Völker
Toyota GT86 24 4:11:13.421 139.619 9:35.438 152.386 12
SP3T 2/1 333 - 'Achim',
Stephan Wolff
Opel Astra OPC Cup 22 4:04:30.435 131.499 9:51.896 148.149 16
SP4T 1/1 262 Pro Handicap e.V. Wolfgang Müller,
Jürgen Klein
Audi TT-Cup 23 4:10:36.874 134.126 9:53.472 147.756 17
SP6 5/3 202 rent2drive-FAMILIA-racing David Ackermann,
Jörg Wiskirchen,
Stefan Müller
Porsche 911 GT3 Cup 26 4:13:38.255 149.814 9:09.048 159.711 21
SP7 3/2 77 rent2drive-FAMILIA-racing Christian Menzel,
Dmitriy Lukovnikov
Porsche 911 GT3 Cup MR 27 4:11:20.661 156.996 8:28.349 172.497 12
SP8 5/3 139 racing one GmbH Mike Jäger,
Stephan Köhler,
Christian Kohlhaas
Ferrari 458 27 4:14:43.297 154.914 8:37.245 169.530 11
SP8T 1/1 153 Team Schirmer Christian Heuchemer,
Thomas Roth
BMW M2 24 4:10:39.310 139.935 9:08.592 159.843 17
SP9 12/11 7 BLACK FALCON Hubert Haupt,
Erik Johansson,
Maro Engel
Mercedes-AMG GT3 28 4:07:13.114 165.527 8:07.174 179.995 21
SPX 5/3 911 Manthey Racing Fred Makowiecki,
Lars Kern
Porsche 911 GT3 R 28 4:06:21.492 166.105 8:06.092 180.395 19
TCR 6/4 802 mathilda racing Andreas Gülden,
Benjamin Leuchter,
Michael Schrey
Volkswagen Golf GTI TCR 26 4:10:21.839 151.773 8:57.327 163.194 18
V3 5/4 524 Team Mathol Racing e.V. Raffaele Marciello,
'Montana',
Roberto Falcon
Toyota GT86 23 4:08:49.280 135.093 9:48.067 149.114 22
V4 19/15 481 - Marc Roitzheim,
Uwe Petersen,
Andreas Schmidt
BMW 325i e90 23 4:04:39.524 137.392 10:02.547 145.530 16
V5 11/9 444 Pixum Team Adrenalin Motorsport Norbert Fischer,
Christian Konnerth,
Daniel Zils
Porsche Cayman 25 4:11:17.755 145.394 9:23.972 155.484 12
V6 4/3 421 Team Mathol Racing e.V. Rüdiger Schicht,
Karl Pflanz,
Domenico Solombrino
Porsche Cayman S 24 4:09:38.142 140.507 9:20.271 156.511 23
VT2 4/3 499 MSC Wahlscheid Kevin Wolters,
Janis Waldow,
Alexander Prinz
Renault Megane RS 23 4:07:55.788 135.579 9:55.246 147.315 8

Das vollständige Klassenergebnis findet Ihr hier!

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Quellen: VLN, BMW AG
Fotos: BMW AG, Jan Brucke/VLN
Video: Youtube/VLN
Teaserfoto: Klassensieger Michael Schrey (D) im Golf GTI TCR beim neunten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft; Foto: Volkswagen Motorsport
* Auszug aus dem Programmheft, Zeiten können abweichen