VLN 8. Lauf 2016 "48. ADAC Barbarossapreis"

Hauptkategorie: VLN
  • 48. ADAC Barbarossapreis
  • 8. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016
  • Veranstalter: MSC Sinzig e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 204/16

Zeitplan*

Samstag, 24. September 2016
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
10:45 Uhr Pitwalk
11:20 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
16:20 Uhr Siegerehrung | Podium
18:00 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

  • Filmreifes Finale
  • Haribo-Racing feiert zweiten Saisonsieg
  • Mies und Schrey: uneinholbar in Führung, aber eben noch keine Meister

Handlungsstrang Nummer eins: In einem packenden Finish setzten sich Kevin Estre und Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,371 Sekunden gegen Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams durch. Die Freude über den Sieg währte aber nur kurz, denn gegen das Manthey-Duo wurde nach dem Rennen eine 35-Sekunden-Zeitstrafe wegen Überholens unter gelber Flagge verhängt. So blieb ihnen nur Platz zwei vor Peter Dumbreck und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports. Handlungsstrang Nummer zwei war der Kampf um die Meisterschaft. Alexander Mies und Michael Schrey fuhren nach sieben Klassensiegen in Folge beim 48. ADAC Barbarossapreis im BMW M235i Racing Cup nur auf Rang drei. Die erbeuteten Punkte reichen den beiden Piloten von Bonk-Motorsport jedoch, um ihre überlegene Spitzenposition in der Tabelle zu verteidigen. Unter normalen Umständen ist Mies und Schrey der Titel nicht mehr zu nehmen, die Chancen der Konkurrenten sind rein theoretischer Natur.

Christian Krognes hatte im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop im Zeittraining mit einer Rundenzeit von 7:53,375 Minuten die Pole-Position errungen. Teampartner Jesse Krohn übernahm nach dem Start die Führung und verteidigte sie gegen den Haribo-Mercedes-AMG GT3, den Manthey-Porsche 911 GT3 R und den Lexus RC F GT von Dominik und Mario Farnbacher. Der Dritte im Walkenhorst-Fahrerteam, der Schwede Victor Bouveng, kam wegen eines Unfalls in Runde zwölf nicht mehr zum Einsatz. Der Farnbacher-Lexus, der für einen Umlauf die Führung übernahm, schied nach 14 Runden vorzeitig aus, als das Fahrzeug beim Boxenstopp Feuer fing. Dabei wurde ein Mechaniker verletzt, der mit Verbrennungen an den Händen im Krankenhaus stationär behandelt wird.

Führungskilometer sammelten ebenfalls der Frikadelli-Porsche (Klaus Abbelen, Patrick Huisman, Norbert Siedler und Sabine Schmitz wurden am Ende Sechste) und der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, mit dem Manuel Metzger allerdings in Runde 18 in der Hohenrain-Schikane wegen Flüssigkeit auf der Strecke (nach einem vorangegangenen Unfall) in die Streckenbegrenzung flog.

„Die letzten Runden in der Box zu verfolgen, war für mich die Höchststrafe“, gestand Uwe Alzen. „Das war ein unglaubliches Finish.“ Teamkollege Lance David Arnold ergänzte: „Wir hatten heute keine Zeit zum Verschnaufen, mussten jede Runde am Limit fahren.“ Nach seinem Sieg beim sechsten Lauf feierte das Haribo Racing Team nicht nur den zweiten Saisonsieg, sondern auch den dritten Podestrang in Folge. „Das ist vor allem für unser Team ein großartiger Erfolg“, bilanzierte Alzen. „Wir haben lange dafür gearbeitet und in den letzten zwei Jahren auch den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen. Umso schöner, dass es aktuell für uns so gut läuft.“

Auch wenn es am Ende nicht den Sieg zu feiern gab, zeigte sich Kevin Estre erleichtert. „Ich bin nach meinem Crash beim 24h-Rennen zum ersten Mal wieder auf der Nordschleife gefahren“, sagte der Franzose. „Von daher fühlt es sich sehr gut an, das Rennen erfolgreich beendet zu haben.“ Mit der Performance des 911 GT3 R war auch der Drittplatzierte Peter Dumbreck zufrieden: „Unser Team hat den Porsche sehr gut weiterentwickelt, und wir haben einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Ein neuer Rundenrekord gelang Nico Verdonck im Ford GT von H&R Spezialfedern. Im zweiten Umlauf umrundete der Belgier die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife in 7:58,558 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit von Jens Klingmann, der 2014 mit einer Zeit von 7:59,045 Minuten als erster Fahrer die 8-Minuten-Marke geknackt hatte.

Mies und Schrey: uneinholbar in Führung, aber eben noch keine Meister

Das Saisonrennen Nummer acht war für Alexander Mies und Michael Schrey eine Zitterpartie. Nach sieben souveränen Klassensiegen im BMW M235i Racing Cup riss die Glückssträhne. Im Training kam Mies von der Strecke ab und beschädigte sein Auto. „Sieben Rennen lang hat unser BMW keinen Kratzer abbekommen und jetzt das“, ärgerte sich Mies. Die Bonk-Mannschaft leistete Großes und brachte den M235i rechtzeitig an den Start. Von Position drei aus gestartet, fiel das Duo in der Anfangsphase ans Ende des Feldes zurück: Mies musste auf der Strecke anhalten, um seinen Sitz neu zu justieren. Danach starteten er und sein Kollege eine fulminante Aufholjagd, die sie bis auf Rang drei in der mit 20 Fahrzeugen erneut stark besetzten Cup-Klasse nach vorne brachte. Damit liegen Schrey und Mies nach acht Rennen in der Meisterschaft praktisch uneinholbar in Führung. Sie hatten die ersten sieben VLN-Läufe sowie das 24-Stunden-Rennen in ihrer Klasse gewonnen. Zwar wäre es den Verfolgern rein rechnerisch möglich, den beiden den Titel noch streitig zu machen; bei den bisherigen Durchschnittszahlen in den in Frage kommenden Klassen ist dies jedoch nur theoretischer Natur, so dass für Bonk-Motorsport am Ende der Saison der vierte VLN-Titel zu Buche stehen wird.

Der Sieg in der BMW-Cup-Klasse ging an Heiko Eichenberg, der als Solist im M235i des Teams Securtal Sorg Rennsport seinen zweiten VLN-Klassensieg feierte. Die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing entschieden Marc Hennerici und Moritz Oberheim erneut für sich. Ihr sechster Klassensieg bedeutet gleichzeitig den vorzeitige Titelgewinn der in diesem Jahr neu eingeführten Cayman-Trophy. Derweil haben Manuel Amweg und Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team mit ihrem vierten Klassensieg 2016 die Tabellenführung im TMG GT86 Cup ausgebaut.

Gesamtsieger: Lance David Arnold, Uwe Alzen (Mercedes-AMG GT3)

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 8 SP9 HARIBO Racing Team – AMG Uwe Alzen,
David Arnold Lance
Mercedes-AMG GT3 28 4:02:00.821 169.087   8:01.221 182.221 1
2 911 SP9 Manthey Racing Earl Bamber,
Kevin Estre
Porsche 911 GT3 R 28 4:02:35.450 168.685 34.629 8:03.158 181.491 2
3 4 SP9 Falken Motorsports Peter Dumbreck,
Martin Ragginger
Porsche 991 GT3 R 28 4:05:08.904 166.925 3:08.083 8:02.349 181.795 2
4 701 SPX Scuderia Cameron Glickenhaus Franck Mailleux,
Fernández Felipe Laser
- 28 4:06:40.826 165.888 4:40.005 8:04.148 181.120 2
5 12 SP9 Manthey Racing Otto Klohs,
Sven Müller
Porsche 911 GT3 R 28 4:07:55.646 165.054 5:54.825 8:01.621 182.070 2
6 30 SP9 Frikadelli Racing Team Klaus Abbelen,
Patrick Huisman,
Norbert Siedler,
Sabine Schmitz
Porsche 991 GT3 R 28 4:08:37.171 164.595 6:36.350 8:01.503 182.115 2
7 34 SP9 Car Collection Motorsport ‘G. Tonic’,
Andreas Weishaupt,
Marc Basseng
Audi R8 LMS 27 4:02:48.428 162.516 1 Runde 8:25.243 173.558 2
8 50 SP9 Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop Peter Posavac,
Anders Buchardt,
Werner Hamprecht
BMW Z4 GT3 27 4:02:50.002 162.498 1 Runde 8:19.333 175.612 2
9 48 SP9 Rinaldi Racing Ltd. Georg Weiß,
Oliver Kainz,
Jochen Krumbach
Ferrari 488 GT3 27 4:03:55.199 161.774 1 Runde 8:07.555 179.854 2
10 588 H4 TAM-Racing Ralf Schall,
Christopher Gerhard
Porsche 997 GT3 Cup 27 4:04:35.682 161.328 1 Runde 8:26.297 173.196 2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

  • Pole-Position: Krognes/Krohn/Bouveng (BMW M6 GT3), 7:53.375 Minuten
  • Gestartet: 158
  • Gewertet: 116
  • Nicht gewertet: 42
  • Sieger: Alzen/Arnold (Mercedes-AMG GT3), 28 Runden, 4:02:00.821 Stunden
  • Schnellste Runde: Stursberg/Verdonck (Ford GT) 7:58.558 = 183.235 km/h

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./
Gew.
# Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP1 6/6 344 LUBNER Motorsport Daniel Hadorn,
David Griessner,
Marcel Hartl
Opel Astra OPC Cup 24 4:02:46.162
144.481
9:19.618
156.694
2
CUP2 6/3 116 Landgraf Motorsport Markus Schmickler,
Stefan Schmickler,
Philipp Wlazik
Porsche 911 GT3 Cup 27 4:05:58.612
160.421
8:31.162
171.548
2
CUP3 12/11 960 raceunion
Teichmann Racing
Marc Hennerici,
Moritz Oberheim
Porsche Cayman GT4 26 4:05:09.616
154.994
8:46.398
166.583
2
CUP4 4/2 535 Toyota Swiss
Racing Team
Manuel Amweg,
Thomas Lampert
Toyota GT86 23 4:03:55.501
137.805
9:58.317
146.559
11
CUP5 20/14 694 Team Securtal
Sorg Rennsport
Heiko Eichenberg BMW M235i Racing Cup 25 4:02:13.774
150.836
9:11.794
158.916
19
H2 2/2 617 Kissling Motorsport Olaf Beckmann,
Peter Hass,
Volker Strycek
Opel Manta 22 4:07:14.288
130.047
9:45.840
149.680
1
H3 1/1 606 PIXUM Team
Adrenalin Motorsport
Holger Kroth,
Christopher Bartz,
Klaus-Dieter Frommer,
Ioannis Smyrlis
BMW E36 M3 22 4:11:23.832
127.895
10:04.292
145.110
10
H4 5/4 588 TAM-Racing Ralf Schall,
Christopher Gerhard
Porsche 997 GT3 Cup 27 4:04:35.682
161.328
8:26.297
173.196
2
SP2T 3/1 383 MSC Sinzig e.V.
im ADAC
Rolf Weißenfels,
Werner Frei
Renault Clio IV 22 4:03:15.635
132.173
9:55.775
147.184
2
SP3 8/7 270 - Stephan Epp,
Gerrit Holthaus
Renault Clio Cup Avia Racing 25 4:08:31.985
147.011
9:24.757
155.268
2
SP3T 6/4 331 mathilda racing Jordi Gene,
Andreas Gülden
Seat LEON TCR 26 4:05:12.630
154.963
8:51.603
164.952
2
SP4 1/1 251 Hofor-Racing Martin Kroll,
Mike Schwenk,
Carmen Groß
BMW E46 325si 18 4:02:29.094
108.488
11:41.807
124.947
2
SP4T 1/1 266 AC Mayen e.V.
im ADAC
Alfredo Tricarichi,
Roberto Falcon
VW Golf 5 R-Line GTI 22 4:01:05.960
133.358
9:53.556
147.735
2
SP6 3/2 210 Hofor-Racing Michael Kroll,
Roland Eggimann,
Bernd Küpper
BMW M3 GTR 25 4:05:27.938
148.848
9:04.904
160.925
2
SP7 9/7 62 Frikadelli Racing
Team
Frank Kräling,
Christopher Brück,
Marc Gindorf
Porsche 991 GT3 Cup MR 27 4:05:17.882
160.865
8:20.301
175.272
2
SP8 5/4 147 - Andreas Weiland,
Bert Flossbach
Porsche 991 GT3 Cup AW 27 4:10:45.175
157.366
8:40.140
168.587
2
SP9 13/8 8 HARIBO Racing
Team - AMG
Uwe Alzen,
Lance David Arnold
Mercedes-AMG GT3 28 4:02:00.821
169.087
8:01.221
182.221
1
SP10 4/4 188 Team Mathol
Racing e.V.
Norbert Bermes,
Wolfgang Weber,
Hendrik Still
Aston Martin Vantage V8 26 4:09:25.409
152.345
8:53.159
164.470
2
SPAT 3/3 636 - Thomas Hanisch,
Markku Honkanen
Audi A4 3.0 Quattro 23 4:06:38.691
136.285
10:01.838
145.702
16
SPX 5/1 701 Scuderia Cameron Glickenhaus Franck Mailleux,
Felipe Fernández Laser
- 28 4:06:40.826
165.888
8:04.148
181.120
2
V2 2/2 549 - Reiner Thomas,
Manfred Schmitz
BMW 318is 21 4:03:58.491
125.796
11:03.135
132.234
15
V3 5/4 516 Toyota Motorsport GmbH Christian Scherer,
Sascha Köhler
Toyota GT 86 23 4:05:06.337
137.141
9:59.752
146.208
9
V4 10/9 474 Hofor Racing Rolf Derscheid,
Michael Flehmer,
Zoran Radulovic
BMW E90 325i  23 3:58:30.786
140.932
9:57.472
146.766
10
V5 10/7 444 Pixum Team
Adrenalin Motorsport
Christian Büllesbach,
Andreas Schettler,
Daniel Zils
Porsche Cayman 24 4:01:20.374
145.337
9:26.656
154.748
2
V6 8/6 435 Team Mathol
Racing e.V.
Claudius Karch,
Ivan Jacoma
Porsche Cayman S 25 4:05:52.232
148.603
9:06.153
160.557
2
VT2 5/2 495 - Ralf Wiesner,
Carsten Erpenbach
Renault Megane RS 23 4:06:05.974
136.587
10:06.217
144.649
16

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Quelle: VLN; Fotos
Foto: Jan Brucke/VLN
Video: VLN-YouTube-Kanal
* Auszug aus dem Programmheft, Zeiten können abweichen