VLN 10. Lauf 2014 "39. DMV Münsterlandpokal"

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 39. DMV Münsterlandpokal
  • 10. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2014
  • Veranstalter: MSC Münster e.V. DMV
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 290/2014

Zeitplan*

Samstag, 25. Oktober 2014
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
11:00 Uhr Startaufstellung
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
ca. 18:30 Uhr Siegerehrung

Das Rennen

Großer Jubel bei den neuen Meistern Derscheid / Flehmer

Der 39. DMV Münsterlandpokal wird den Fans der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring noch lange in Erinnerung bleiben. Mit Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) wurde zwei Vorzeige-Privatiers der Titel in der populärsten Breitensportserie Europas zuteil. Lang war die Reihe der Gratulanten und zeigte deutlich, dass jeder im Fahrerlager dem sympathischen ‚Garagenteam’ mit ihrem BMW 325i den Triumph von Herzen gönnt. Unter tosendem Applaus übergab VLN-Geschäftsführer Karl Mauer (Üxheim) den neuen Champions auf dem Siegerpodest symbolisch die Startnummer 1. Auch das Rennergebnis bot Sensationspotential: Jürgen Alzen (Kausen) und Dominik Schwager (München) fuhren im Ford GT3 unter der Bewerbung von H&R Spezialfedern zum vielumjubelten ersten Gesamtsieg. Das Duo setzte sich in einer spannenden Schlussphase gegen Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Huisman (Niederlande) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) im Porsche 911 GT3 R von Frikadelli-Racing durch. Auf dem dritten Rang feierten Otto Klohs (Ludwigshafen) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing ihre Premiere auf dem Siegerehrungspodest. Eine 30-minütige Zusammenfassung des Finalrennens zeigt der Sender Sport 1 am 1. November um 11 Uhr.

Eine Vorentscheidung war bereits beim neunten Saisonlauf gefallen, trotzdem feierten die neuen Meister erst nach dem Fallen der letzten Zielflagge 2014. „Ich bin total überwältigt, mir fehlen die Worte“, gestand Derscheid nach dem Rennen. „Wir sind seit einigen Jahren gemeinsam in der Langstreckenmeisterschaft unterwegs – und waren nicht selten im Bereich der Tabellenspitze unterwegs. Am Ende hat es aber nie zum Titel gereicht. Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen.“ Teamkollege Flehmer ergänzte: „Heute Abend wird gefeiert. Das gesamte Team hat über die Saison fehlerfrei gearbeitet. Und auch wenn Rolf und ich jetzt im Rampenlicht stehen – der Erfolg gehört auch unserer fantastischen Truppe.“

Groß war auch die Freude bei den Tagessiegern. Alzen, Fahrer und Teamchef in Personalunion, war nach einer sieben Jahre dauernden Durstrecke ohne einen Sieg überglücklich: „Auch wenn ich damit zum Teil alleine auf weiter Flur war, ich habe immer daran geglaubt, dass es irgendwann wieder klappen wird. Dieser Erfolg ist nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team ein großer Erfolg und ich bin sicher, dass mit uns auch im kommenden Jahr zu rechnen sein wird.“ Besagtes Team hatte einen großen Anteil, denn im Training war Alzen verunfallt. „Ich habe schon per Funk durchgegeben, was beschädigt war. Als ich dann in der Box ankam, haben meine Jungs buchstäblich Gas gegeben. Heute hat alles gepasst.“ Der Sieg von Alzen / Schwager ist der erste Ford-Sieg in der VLN seit 1990. Beim Grenzlandrennen triumphierten zuletzt Dieter Selzer (Dillingen) und Hermann Tilke (Aachen) im Ford Sierra Cosworth. Alzen hat sich zudem ein weiteres Denkmal gesetzt. In der Statistik der Gesamtsiege seit 1977 liegt er nun mit 29 Erfolgen alleine an der Spitze. Zuvor hatte er sich Platz eins der ewigen Bestenliste mit Olaf Manthey (Bonn) und dem verstorbenen Ulli Richter (Essen) geteilt.

Hinter dem Spitzentrio fuhren die beiden Solisten Wolfgang Kaufmann (Molsberg) im Kremer-Porsche und Marco Seefried (Wemding) in einem weiteren Neunelfer auf die Plätze vier und fünf. Sechste wurden Jens Klingmann (Leimen), Yelmer Buurman (Niederlande) und Nikolaus Mayr-Meinhof (Österreich) im BWM Z4 GT3 des Vita4One Racing Team.

Für eine faustdicke Überraschung im Zeittraining sorgten die beiden Finnen Antti Buri und Kari-Pekka Laaksonen. Im Porsche 911 GT3 Cup fuhr das Duo bei extrem schwierigen Wetterbedingungen zur Pole-Position. Auf nasser Piste markierte Buri in 9:58,512 Minuten die Bestzeit. „Meine Pole-Position war reines Glück“, sagte er. „Wir sind sehr früh rausgefahren und ich habe eine freie Runde erwischt. Mit zunehmender Distanz im Zeittraining waren keine Verbesserungen mehr möglich.“ Im Rennen spielte das Duo keine entscheidende Rolle mehr. Am Ende stand Gesamtrang 18 zu Buche.

Das Saisonfinale musste 24 Minuten nach dem Start mit der Roten Flagge unterbrochen werden. „Bei aufziehendem Nebel war die Sicht im Bereich des Grand-Prix-Kurses so gering, dass die Sicherheit der Teilnehmer nicht mehr gewährleistet war“, sagte Rennleiter Andreas Thamm (Wuppertal). Das Rennen wurde um 14:25 Uhr über die Distanz von 3:06 Stunden erneut gestartet und ging so voll in die Wertung der Langstreckenmeisterschaft ein.

Entschieden ist nach dem Finale auch die Wertung im Opel Astra OPC Cup. Die Altmeister Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche (beide Hückeswagen) sicherten sich zusammen mit Thorsten Wolter (Berlin) im Cup-Renner von Lubner Event & Motorsport den Titel. Mit ihrem vierten Klassensieg machten Arne Hoffmeister (Lutter) und Fabian Wrabetz (Bad Soden) die Titelgewinn im TMG GT 86 Cup perfekt. Derscheid / Flehmer sind gleichzeitig auch Gewinner der VLN Produktionswagen Trophäe. der Sieg in der VLN Junior Trophäe ging an Max Partl (Pyrbaum), der sich den BMW M235i von Scheid-Partl Motorsport mit Jörg Weidinger (Happurg) teilte.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 777 SP9 H&R
Spezialfedern
GmbH & Co.
Jürgen Alzen
Dominik Schwager
Ford GT3 21 3:10:09.961 161.391   8:19.561 175.532 18
2 30 SP9 Frikadelli
Racing Team
Klaus Abbelen
Sabine Schmitz
Patrick Huisman
Frank Stippler
Porsche 911
GT3 R
21 3:11:31.049 160.252 1:21.088 8:18.524 175.897 20
3 12 SP9 Manthey
Racing
Otto Klohs
Frédéric Makowiecki
Porsche 911
GT3 R
21 3:11:40.959 160.114 1:30.998 8:17.357 176.310 2
4 64 SP7 Kremer
Racing
Wolfgang Kaufmann Porsche 911
GT3 KR
21 3:13:03.130 158.978 2:53.169 8:27.895 172.651 15
5 84 SP7 - Marco Seefried Porsche 911
GT3 997
21 3:13:05.305 158.948 2:55.344 8:31.375 171.477 21
6 42 SP9 Vita4One
Racing Team
Jens Klingmann
Yelmer Buurman
Nikolaus Mayr-Melnhof
BMW Z4
GT3
21 3:14:36.995 157.700 4:27.034 8:32.295 171.169 2
7 116 CUP2 HH Performance
Group
Stephano Don
Jaap van Lagen
Jeffrey Schmidt
Porsche 911
GT3 Cup
21 3:14:39.757 157.663 4:29.796 8:33.876 170.642 2
8 113 CUP2 - Harald Hennes
Thomas Gerling
Thomas Kappeler
Porsche 911
GT3 Cup
21 3:15:24.177 157.066 5:14.216 8:42.947 167.682 2
9 36 SP9 Walkenhorst
Motorsport
powered
by Dunlop
Ralf Oeverhaus
Henry Walkenhorst
BMW Z4
GT3
21 3:15:39.210 156.864 5:29.249 8:31.314 171.497 17
10 95 SP7 Manthey
Racing
Marco Schelp
Michael Tischner
Christian Menzel
Porsche 911
GT3 Cup
21 3:18:20.888 154.733 8:10.927 8:36.690 169.713 2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

  • Pole-Position: #117, Antti Buri / Kari-Pekka Laaksonen, Porsche 911 GT3 Cup, 9:58.512 Min. = 146.511 km/h
  • Gestartet: 164
  • Gewertet: 130
  • Nicht gewertet: 34
  • Sieger: #777 Jürgen Alzen / Dominik Schwager, H&R Spezialfedern GmbH & Co., Ford GT3, 3:10:09.961 Std. = 161.391 km/h
  • Schnellste Runde: #28, Guy Smith / Steven Kane / Andy Meyrick, Bentley Motorsport, Bentley Continental GT3, 8:11.193 Min. = 178.522 km/h in Rnd. 19

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./
Gew.
# Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP1 16/11 350 Bonk Motorsport Mario Merten
Jürgen Nett
Opel Astra OPC Cup 19 3:11:57.286
144.660
9:24.565
155.321
19
CUP2 9/8 116 HH Performance Group „Don Stephano“
Jaap van Lagen
Jeffrey Schmidt
Porsche 911 GT3 Cup 21 3:14:39.757
157.663
8:33.876
170.642
2
CUP3 7/6 1 RAVENOL Team Tim Groneck
Dirk Groneck
Renault Clio Cup 18 3:07:02.112
140.651
9:45.266
149.827
3
CUP4 6/6 534 Dörr Motorsport GmbH Arne Hoffmeister
Fabian Wrabetz
Toyota GT86 Cup 18 3:11:19.481
137.497
9:53.571
147.731
3
CUP5 15/11 686 mpb Racing Team Matias Henkola
Jesse Krohn
BMW M235i Racing CUP 19 3:08:31.995
147.285
9:12.930
158.589
4
H1 1/1 630 - Fabian Sigwart BMW 318is 17 3:09:47.827
130.904
10:26.146
140.045
3
H2 3/3 617 Kissling Motorsport Olaf Beckmann
Peter Hass
Volker Strycek
Opel Manta 18 3:14:40.751
135.128
9:50.529
148.492
13
H3 2/2 612 - Beat Schmitz
Darius Drzensla
Andre Sommerberg
BMW M3 17 3:07:35.502
132.443
9:58.286
146.567
3
H4 3/1 598 Porsche Cup Suisse Ivan Reggiani
Nicola Bravetti
Porsche 911 Cup 996 18 3:13:30.672
135.944
9:43.366
150.315
14
SP2T 2/1 384 - Peter Utsch
Karl Raab
Renault Clio 18 3:09:37.232
138.733
9:54.813
147.422
16
SP3 4/2 284 - Robert Lommel
Volker Hanf
Markus Leger
Renault Clio RS3 CUP 18 3:17:35.108
133.141
10:00.934
145.921
17
SP3T 11/10 303 LMS Engineering Christian Krognes
Georg Niederberger
Stefan Wieninger
Audi TTRS2 20 3:09:54.414
153.915
8:48.532
165.910
14
SP4 1/1 252 - David Quinlan
Bruce Ledoux
BMW 390 L 16 3:07:28.156
124.733
10:23.910
140.547
14
SP4T 1/1 259 G-Drive Racing Roman Rusinov
Dmitry Polomskiy
Audi TT RS 18 3:11:52.965
137.097
8:40.485
168.475
14
SP5 1/1 235 - Rudolfo Funaro
Ingo Tepel
BMW 1M Coupe 17 3:17:13.222
125.977
9:20.280
156.509
16
SP6 9/7 192 - Dieter Weidenbrück
Markus Schmickler
Porsche 911 991 19 3:12:09.234
144.510
9:25.176
155.153
2
SP7 14/10 64 Kremer Racing Wolfgang Kaufmann Porsche 911 GT3 KR 21 3:13:03.130
158.978
8:27.895
172.651
15
SP8 6/6 138 racing one GmbH Christian Kohlhaas
Stephan Kuhs
Hendrik Still
Ferrari F458 20 3:10:57.607
153.067
8:39.252
168.875
2
SP9 9/7 777 H&R Spezialfedern GmbH & Co. Jürgen Alzen
Dominik Schwager
Ford GT3 21 3:10:09.961
161.391
8:19.561
175.532
18
SP10 5/4 188 Team Mathol Racing e.V. Norbert Bermes
Wolfgang Weber
Hendrik Still
Aston Martin Vantage V8 GT4 20 3:18:24.982
147.314
9:07.135
160.269
16
SPX 1/1 49 Land Motorsport Wolf Nathan Porsche 911 GT3 Cup 991 17 3:10:22.354
130.508
8:57.349
163.188
13
V3 8/6 511 - Frank Kuhlmann
Mark Giesbrecht
Frank Neugebauer
Honda Civic 17 3:07:17.820
132.651
10:16.556
142.224
13
V4 10/9 475 MSC Wahlscheid e.V. Rolf Derscheid
Michael Flehmer
BMW 325i 18 3:09:08.225
139.088
9:54.814
147.422
13
V5 5/5 452 - Andreas Herwerth
Werner Gusenbauer
Franz-Josef Georges
BMW 330i 18 3:11:12.878
137.576
9:43.028
150.402
4
V6 10/6 396 BLACK FALCON Team TMD Friction Ivan Jacoma
Manuel Metzger
Christian Schmitz
Porsche Carrera 20 3:15:30.226
149.509
9:03.863
161.233
4
VT2 3/3 505 mathilda racing Michael Paatz
Josef Kocsis
Knut Kluge
VW Scirroco GT-RS 17 3:11:11.512
129.949
10:01.945
145.676
3
VT3 1/1 472 Frikadelli Racing Team Thomas Leyherr
Herbert von Danwitz
Vidar Ulvedal
Audi TT RS 17 3:09:21.276
131.210
9:50.785
148.428
14

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Quelle: VLN-Presse
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* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können Abweichen