VLN 5. Lauf 2015: 47. ADAC Barbarossapreis

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 47. ADAC Barbarossapreis
  • 5. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2015
  • Veranstalter: MSC Sinzig e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 145/2015

Zeitplan*

Samstag, 1. August 2015
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
10:45 Uhr Pitwalk
11:20 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
16:20 Uhr Siegerehrung | Podium
18:00 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

Uwe Alzen und Dominik Schwager siegen im Ford GT

Den fünften Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring wird so schnell niemand vergessen. Bei strahlendem Sonnenschein boten die Fahrerinnen und Fahrer in der ‚Grünen Hölle’ Motorsport vom Allerfeinsten: Drei Marken auf dem Podium und Fahrzeuge aus vier unterschiedlichen Klassen innerhalb der Top 6 – das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Zudem brachte auch Lauf fünf neue Sieger hervor: Uwe Alzen (Betzdorf) und Dominik Schwager (München) entschieden den 47. ADAC Barbarossapreis im Ford GT für sich. Bei seinem ersten Einsatz in der laufenden Saison war der schwarze Supersportwagen von Jürgen Alzen Motorsport unter der Bewerbung H&R Spezialfedern das Maß der Dinge. Bereits bei seinem letzten Nordschleifen-Einsatz, dem Finale 2014, war der Ford GT nicht zu schlagen. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die zweitplatzierten Dominik (Ansbach) und Mario Farnbacher (Lichtenau) 14,592 Sekunden. Das Brüderpaar errang beim erst zweiten Einsatz des neuen Lexus RC-F GT3 den ersten Podestrang. Dass sie keine Eintagsfliege sind, stellten Michela Cerruti (Italien), Jesse Krohn (Finnland) und Felipe Fernándes Laser (Leipzig) unter Beweis. Das Trio im BMW Z4 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurde auf Platz drei abgewinkt.

Von der Pole-Position aus gestartet setzte sich Nordschleifen-Spezialist Uwe Alzen an die Spitze des Feldes. Insgesamt führten er und Schwager 17 von 28 Runden das Klassement an. Die Führung wechselte über die Distanz von vier Stunden sechs Mal. Der Sieg geriet auf der Strecke zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Dass es am Ende doch noch einmal richtig eng wurde, dafür sorgten zwei Strafen, die die Rennleitung verhängte. Aufgrund der Unterschreitung der Mindeststandzeit beim ersten Boxenstopp erhielt Alzen eine Stop-and-Go-Strafe; wegen einer Geschwindigkeitsübertretung in einer Slow Zone wurden am Ende 95 Sekunden auf die Fahrzeit addiert. Der komfortable Vorsprung des Ford-Duos war so gleich doppelt wichtig, denn Schwager ging mit einem Doppelstint an seine Grenzen. Im Ziel musste sich der Münchner einige Minuten setzen, um durchzuatmen. „Im Auto ging es noch“, sagte er. „Aber ich war schon glücklich, dass ich nicht in einen Zweikampf verwickelt war und das Rennen verhältnismäßig einfach nach Hause fahren konnte.“ Zufrieden über seinen elften Sieg war Uwe Alzen: „Damit hat sicherlich niemand gerechnet – wir sind absolut happy.“

Das Farnbacher-Team errang einen großartigen Erfolg – den ersten Podestplatz eines asiatischen Automobilherstellers seit dem Saisonfinale 1979. „Wir sind selber etwas überrascht, aber sehr glücklich“, sagte Mario Farnbacher. „Nach der Premiere beim vergangenen Rennen haben wir Lexus umfangreiches Feedback gegeben und die Techniker haben alle unsere Wünsche umgesetzt. Wir fahren auch die verbleibenden fünf VLN-Rennen – vielleicht geht da sogar noch ein bisschen mehr.“

Nach ihrem Premierensieg beim vierten Rennen war das Walkenhorst-Team glücklich über einen erneuten Podestrang. „Wir hatten gegen den Ford GT heute keine Chance“, räumte Laser ein. „Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Kesselchen war ich in der Schlussphase mit einer beschädigten Frontpartie unterwegs und konnte den Lexus vor uns nicht voll attackieren. Trotzdem sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein sehr gutes Setup erarbeitet und unsere Tendenz zeigt weiter nach oben.“

Hinter dem Führungstrio belegten Dominik Baumann (Österreich), Anders Burchardt (Norwegen) und Maximilian Sandritter (Raublingen) in einem weiteren BMW Z4 GT3, eingesetzt von dem BMW Sports Trophy Team Schubert, Rang vier. Fünfte wurden Christoph Breuer (Nettersheim) und Le-Mans-Sieger Nick Tandy (Großbritannien) in einem SP7-Porsche von Manthey-Racing, vor dem Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey mit den Fahrern Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Mayen) und Jochen Krumbach (Eschweiler). Die ersten sechs Positionen des Gesamtklassements gingen also an Fahrzeuge der Klassen SP-X, SP9, SP7 und SP-PRO.

Der inoffizielle Titel des Halbzeitmeisters geht an Dirk und Tim Groneck (beide Melle), die Meister der Saison 2013. Mit ihrem Renault Clio feierten sie den vierten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum (SP3). Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Arne Hoffmeister (Niederdorfelden) und Fabian Wrabetz (Bad Soden), die in der TMG-Cup-Klasse ebenfalls zum vierten Mal triumphierten, beträgt 0,65 Punkte. Trotz mehr Teilnehmern in der Klasse – in der Langstreckenmeisterschaft erhalten die Fahrer die meisten Punkte, die die meisten Fahrer unter Ihresgleichen hinter sich lassen – konnte das Toyota-Duo die Spitzenposition nicht einnehmen. Die VLN-Junior-Trophäe führt Timo Hilgert (Rheinböllen) an, der zusammen mit Christian Büllesbach (Königswinter) und Andreas Schettler (Baden-Baden) im BMW Z4 des Pixum Team Adrenalin Motorsport in der Klasse V5 auf Platz zwei fuhr. In der VLN-Produktionswagen-Trophäe liegt der Niederländer Stefan van Campenhoudt, der als Solist in der Klasse V4 seinen dritten Sieg feierte.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 777 SPX H&R
Spezialfedern
GmbH & Co.KG
Uwe Alzen
Dominik Schwager
Ford GT 28 4:07:35.255 165.281   8:08.615 179.464 1
2 55 SPX Farnbacher
Racing
Dominik Farnbacher
Mario Farnbacher
Lexus RC-F
GT3
28 4:07:49.847 165.118 14.592 8:19.659 175.497 15
3 36 SP9 - Michela Cerruti
Jesse Krohn
Felipe Fernándes Laser
BMW Z4
GT3
28 4:08:12.102 164.872 36.847 8:17.085 176.406 1
4 20 SP9 BMW Sports
Trophy Team
Schubert
Dominik Baumann
Anders Buchardt
Maximilian Sandritter
BMW Z4
GT3
28 4:09:35.327 163.955 2:00.072 8:18.462 175.919 4
5 92 SP7 Manthey
Racing
Christoph Breuer
Nick Tandy
Porsche 911
GT3 Cup MR
28 4:09:47.215 163.825 2:11.960 8:25.749 173.384 4
6 154 SP
PRO
Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Oliver Kainz
Jochen Krumbach
Porsche 911
GT3 RSR
28 4:09:50.353 163.791 2:15.098 8:18.348 175.959 4
7 35 SP9 - Henry Walkenhorst
Matias Henkola
BMW Z4
GT3
28 4:13:06.127 161.680 5:30.872 8:23.591 174.127 8
8 56 SP7 BLACK
FALCON
Team TMD
Friction
Adam Christodoulou
Manuel Metzger
‘Gerwin’
Porsche 911
GT3 Cup
28 4:13:09.084 161.648 5:33.829 8:28.922 172.303 4
9 112 CUP2 raceunion
Teichmann
Racing
Marc Hennerici
Christian Menzel
Porsche 911
GT3 Cup 991
28 4:13:09.880 161.640 5:34.625 8:32.657 171.048 10
10 113 CUP2 - Harald Hennes
Thomas Gerling
Thomas Kappeler
Peter Scharmach
Porsche 911
GT3 Cup 997
27 4:08:10.054 159.005 1 Runde 8:37.219 169.539 6

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

  • Pole-Position: #777, Uwe Alzen / Dominik Schwager, H&R Spezialfedern GmbH & Co.KG, Ford GT, 8:08.022 Min. = 179.682 km/h
  • Gestartet: 141
  • Gewertet: 101
  • Nicht gewertet: 40
  • Sieger: #777, Uwe Alzen / Dominik Schwager, H&R Spezialfedern GmbH & Co.KG, Ford GT, 4:07:35.255 Std. = 165.281 km/h
  • Schnellste Runde: #777, Uwe Alzen / Dominik Schwager, H&R Spezialfedern GmbH & Co.KG, Ford GT, 8:08.615 Min. = 179.464 km/h in Rnd. 1

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./
Gew.
# Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP1 10/8 339 - Willy Hüppi
Alexander Schula
Opel Astra OPC Cup 25 4:08:17.603
147.153
9:23.066
155.734
5
CUP2 8/5 112 raceunion Teichmann Racing Marc Hennerici
Christian Menzel
Porsche 911 GT3 Cup 991 28 4:13:09.880
161.640
8:32.657
171.048
10
CUP4 7/7 534 Dörr Motorsport GmbH Arne Hoffmeister
Fabian Wrabetz
Toyota GT 86 23 4:01:21.661
139.269
9:48.785
148.932
10
CUP5 18/16 687 - Michele Di Martino
Moritz Oberheim
BMW M235i Racing 25 4:01:40.995
151.177
9:12.658
158.667
2
H2 2/2 624 - Jürgen Freiburg
Norbert Kraft
VW Corrado 21 4:04:37.232
125.464
10:23.470
140.646
10
H4 3/2 600 BLACK FALCON
Team TMD Friction
Jürgen Bleul
'Willi Friedrichs'
Carsten Knechtges
Porsche 911 GT3 Cup 25 4:07:33.836
147.586
8:53.918
164.236
14
SP2T 5/3 387 - Jürgen Bretschneider
Steven Fürsch
BMW Mini JCW Coupe 24 4:04:23.758
143.519
9:41.192
150.878
3
SP3 6/5 285 RAVENOL TEAM Tim Groneck
Dirk Groneck
Renault Clio 24 4:01:38.738
145.153
9:43.161
150.368
5
SP3T 5/4 303 LMS Engineering Ulrich Andree
Daniela Schmid
Stefan Wieninger
Audi TTRS2 27 4:10:33.464
157.488
8:46.003
166.708
3
SP5 3/2 235 MSC-Rhön e.V.
im ADAC
Ingo Tepel
Harald Rettich
Christian Kranenberg
BMW 1 M-Coupe 25 4:08:41.916
146.913
9:11.185
159.091
2
SP6 6/3 200 - Bernd Kleeschulte
Carsten Welschar
Jörg Wiskirchen
BMW M3 25 4:05:04.215
149.088
9:06.185
160.548
3
SP7 14/8 92 Manthey Racing Christoph Breuer
Nick Tandy
Porsche 911 GT3 Cup MR 28 4:09:47.215
163.825
8:25.749
173.384
4
SP8 5/3 138 racing one GmbH Mike Jäger
Stephan Köhler
Christian Kohlhaas
Markus Lungstrass
Ferrari 458 26 4:06:07.878
154.383
8:49.853
165.496
6
SP9 8/5 36 - Michela Cerruti
Jesse Krohn
Felipe Fernándes Laser
BMW Z4 GT3 28 4:08:12.102
164.872
8:17.085
176.406
1
SP10 4/1 186 Nedschroef /
structure-bau Racingteam
Mathias Hüttenrauch
Michael Czyborra
Aston Martin Vantage V8 GT4 25 4:09:19.334
146.545
9:23.620
155.581
7
SPPRO 1/1 154 Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Oliver Kainz
Jochen Krumbach
Porsche 911 GT3 RSR 28 4:09:50.353
163.791
8:18.348
175.959
4
SPX 2/2 777 H&R Spezialfedern
GmbH & Co.KG
Uwe Alzen
Dominik Schwager
Ford GT 28 4:07:35.255
165.281
8:08.615
179.464
1
V2 2/2 549 - Reiner Thomas
Manfred Schmitz
BMW 318is 21 4:01:41.474
126.985
10:45.035
135.944
9
V3 4/3 515 MSC-Rhön e.V. im ADAC Hubert Nacken
'Hans Wilden'
Stefan Rülke
Toyota GT 86 23 4:05:07.190
137.133
9:55.688
147.206
2
V4 10/6 478 Team Schirmer Stefan van Campenhoudt BMW 325i 24 4:07:18.363
141.830
9:51.363
148.283
2
V5 7/7 450 - Dominik Thiemann
Hajo Müller
Jens Riemer
BMW 330i 25 4:15:27.541
143.025
9:32.713
153.111
3
V6 8/5 419 aesthetic racing GmbH Stein Tveten
Yannick Fübrich
Porsche 911 25 4:06:51.840
148.005
9:07.364
160.202
2
VT2 2/1 495 - Ralf Wiesner
Carsten Erpenbach
Arnold Höppe
Renault Megane 22 4:02:42.620
132.473
10:09.554
143.857
5

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Quelle: VLN-Presse
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* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können Abweichen