VLN 4. Lauf 2015: 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy

Hauptkategorie: NLS/VLN
  • 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy
  • 4. Lauf VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2015
  • Veranstalter: MSC Adenau e.V. im ADAC
  • Nordschleife und GP-Strecke (Kurzanbindung)
  • DMSB Reg.-Nr. 44/2015

Zeitplan*

Samstag, 4. Juli 2015
08:30 Uhr Zeittraining | 90 Minuten
10:45 Uhr Pitwalk
11:20 Uhr Startaufstellung
11:40 Uhr Start Einführungsrunde
12:00 Uhr Start Rennen | 4 Stunden
16:00 Uhr Zieleinlauf
16:20 Uhr Siegerehrung | Podium
18:00 Uhr Siegerehrung | Media Center

Das Rennen

Die 46. Adenauer ADAC Worldpeace Trophy wird als eines der heißesten Rennen in die Geschichte der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring eingehen.

Temperaturen von deutlich über 30°C brachten in der an sich schon anspruchsvollen ‚Grünen Hölle’ Mensch und Material an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und auch die Sieger vom Team Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop werden ihren Weg in die Analen finden. Der private Rennstall aus Melle im Kreis Osnabrück feierte mit dem Fahrertrio Michela Cerruti (Italien), Felipe Fernándes Laser (Leipzig) und Jesse Krohn (Finnland) seinen ersten Sieg. Zudem ist Cerruti erst die zweite Frau, die in der 39-jährigen Geschichte der einzigartigen Nordschleifen-Rennserie die oberste Stufe des Siegerpodestes erklimmen konnte. Hinter dem BMW Z4 GT3 fuhren Peter Dumbreck (Großbritannien) und Alexandre Imperatori (China) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports auf Rang zwei. Das Podium komplettierten Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler) und Patrick Huisman (Niederlande) im GT3-Elfer von Frikadelli Racing, die nach dem 200. Porsche-Sieg beim letzten Rennen nun erneut ein Top-Ergebnis feierten.

„Wir können unser Glück noch gar nicht fassen – ein Wahnsinnsgefühl“, freute sich Teamchef Walkenhorst, der im Schwesterfahrzeug der Sieger auf Position neun ins Ziel kam. „Wir sind seit vielen Jahren in der VLN beheimatet und feiern heute unseren ersten Sieg. Ein Moment, an den wir uns noch lange erinnern werden.“ Das Siegerteam überzeugte im Rennen über die Distanz von vier Stunden vor allem durch konstant schnelle Rundenzeiten, eine gelungene Taktik und einen tadellos laufenden BMW Z4 GT3. Für das Sport-Coupé aus München war es der fünfte VLN-Sieg. „Unser Fahrzeug ist eine bekannte Größe und gerade bei diesen Temperaturen funktionieren unsere Reifen perfekt“, sagte Laser. „Zudem sind wir ein sehr homogenes Fahrertrio – schnell und immer mit einem Auge auf dem Verbrauch.“ Die 28-jährige Italienerin Cerruti ergänzte: „Ich bin sehr stolz, dass ich nach Sabine Schmitz nun die zweite Frau bin, die ein VLN-Rennen gewinnen konnte. Persönlich hatte ich nicht so früh mit unserem ersten Sieg gerechnet. Aber jetzt wissen wir ja, wie es geht und ich hoffe, dass wir auch weiterhin erfolgreich sein werden.“

Für die gelungene Premiere auf dem Podium erntete Cerruti viel Lob von der unangefochtenen ‚First Lady’ des Nürburgrings, Sabine Schmitz: „Ich freue mich sehr für Michela. Je mehr Mädels in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Podium stehen, desto besser.“ Zu ihrem eigenen Rennen sagte die Lokalmatadorin: „Das war heute eine sehr anstrengende Nummer. Umso wichtiger war es, dass unser Porsche heute sehr komfortabel zu fahren war, was bei diesen Bedingungen eine große Rolle gespielt hat. Platz drei ist ein tolles Ergebnis.“ Mit den hochsommerlichen Temperaturen zu kämpfen hatten auch die Zweitplatzierten. Und nach einem Unfall im Zeittraining klagte Dumbreck über Schmerzen im Handgelenk. „Das hat mich aber im Rennen nicht gestört – da war die Hitze viel, viel schlimmer. Es war einfach anstrengend.“ Mit dem hervorragenden zweiten Platz knüpfte das Team Falken Motorsports an den Podestplatz beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring an. „Das war sehr wichtig und ich hoffe, dass es bald mit unserem ersten Sieg klappt. Den hat vor allem das Team endlich mal verdient.“

Hinter den drei bestplatzierten Teams fuhren Georg Weiss (Monschau), Jochen Krumbach (Eschweiler) und Oliver Kainz (Kottenheim) im Porsche 911 GT3 RSR des Wochenspiegel Team Manthey auf Rang vier, gefolgt vom Christoph Breuer (Nettersheim), Michael Christensen (Dänemark) und Richard Lietz (Österreich) in einem weiteren Manthey-Porsche. Auf Position sechs pilotierten Christian Mamerow (Waltrop) und Ferdinand Stuck (Österreich) den schnellsten Audi R8 LMS ultra.

Für Aufsehen sorgte die Rennpremiere des Mercedes-AMG GT3. Bernd Schneider (Schweiz), der sich das Cockpit des brandneuen GT3-Boliden mit Thomas Jäger (München) und Jan Seyffarth (Leimbach) teilte, fuhr mit einer Bestzeit von 8:02,897 Minuten die Pole-Position heraus. In der Anfangsphase rangierten die Sternfahrer in der Spitzengruppe, wurden dann aber durch ein defektes Radlager zu einem unplanmäßigen Stopp gezwungen. Die verbleibende Distanz nutzte das Mercedes-AMG Test Team, um weitere Daten zu sammeln. „Ich bin sehr zufrieden und es wird nicht unser letzter Auftritt bei der VLN gewesen sein“, sagte Tobias Moers, CEO Mercedes-AMG, der persönlich an den Nürburgring gereist war, um die Rennpremiere vor Ort zu erleben. Ebenfalls zum ersten Mal in der Langstreckenmeisterschaft im Renneinsatz unterwegs waren die beiden neuen Lexus RC F GT3. Mit je 28 Runden spulten die beiden Boliden genau so viele Runden ab wie die Rennsieger und belegten am Ende die Plätze zehn und elf.

Nach vier von zehn Rennen haben die Meister von 2013, Dirk und Tim Groneck (beide Melle), im Renault Clio die Tabellenführung in der Langstreckenmeisterschaft übernommen. Das Brüderpaar errang den dritten Klassensieg bei den VLN-Specials bis 2.000 ccm Hubraum.

Gesamtergebnis Plätze 1 bis 10

  # Kl. Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt Schnitt Rückst. Schn.-Rnd. Schnitt in Rnd.
1 36 SP9 Walkenhorst
Motorsport
powered by
Dunlop –
Melfina
Michela Cerruti
Felipe Fernándes Laser
Jesse Krohn
BMW Z4
GT3
28 4:07:22.643 165.421   8:14.971 177.159 2
2 4 SP9 Falken
Motorsports
Peter Dumbreck
Alexandre Imperatori
Porsche 911
997 GT3 R
28 4:08:02.866 164.974 40.223 8:12.920 177.897 2
3 30 SP9 Frikadelli
Racing Team
Klaus Abbelen
Sabine Schmitz
Patrick Huisman
Porsche
GT3 R
28 4:08:37.431 164.592 1:14.788 8:16.283 176.691 25
4 154 SP
PRO
Wochenspiegel
Team Manthey
Georg Weiss
Jochen Krumbach
Oliver Kainz
Porsche 911
GT3 RSR
28 4:09:31.544 163.997 2:08.901 8:18.687 175.839 2
5 92 SP7 Manthey
Racing
Christoph Breuer
Michael Christensen
Richard Liedz
Porsche 911
GT3 Cup MR
28 4:09:39.945 163.905 2:17.302 8:25.277 173.546 2
6 5 SP9 Phoenix
Racing
Christian Mamerow
Ferdinand Stuck
Audi R8
LMS ultra
28 4:10:26.675 163.395 3:04.032 8:19.226 175.650 2
7 112 CUP2 raceunion
Teichmann
Racing
Marc Hennerici
Christian Menzel
Porsche 911
GT3 Cup
28 4:13:13.870 161.597 5:51.227 8:40.288 168.539 18
8 101 CUP2 GetSpeed
Performance
Adam Osieka
Steve Jans
Porsche 991
GT3 Cup
28 4:13:53.043 161.182 6:30.400 8:39.170 168.902 27
9 35 SP9 Walkenhorst
Motorsport
powered by
Dunlop –
Melfina
Matias Henkola
David Schiwietz
Henry Walkenhorst
BMW Z4
GT3
28 4:14:30.537 160.786 7:07.894 8:29.755 172.021 15
10 55 SPX Farnbacher
Racing
Dominik Farnbacher
Mario Farnbacher
Lexus RC
F GT3
28 4:15:49.972 159.954 8:27.329 8:24.448 173.831 2

Das vollständige Gesamtergebnis findet Ihr hier!

  • Pole-Position: #16, Bernd Schneider / Thomas Jäger / Jan Seyffarth, Mercedes-AMG Test Team, Mercedes-AMG GT3, 8:02.897 Min. = 181.589 km/h
  • Gestartet: 138
  • Gewertet: 98
  • Nicht gewertet: 40
  • Sieger: #36, Michela Cerruti / Felipe Fernándes Laser / Jesse Krohn, Walkenhorst Motorsport, 4:07:22.643 Std. = 165.421 km/h
  • Schnellste Runde: #4, Peter Dumbreck / Alexandre Imperatori, Falken Motorsports, Porsche 911 997 GT3 R, 8:12.920 Min. = 177.897 km/h in Rnd. 2

 

Newsflash-Video

Klassensieger

Kl. Gest./
Gew.
# Team Fahrer Wagen Rnd. Gesamt (Std.)
Schnitt (km/h)
Schn.-Rnd. (Min.)
Schnitt (km/h)
in Runde
CUP1 12/8 353 - Hannu Luostarinen
Jürgen Fritzsche
Heinz-Otto Fritzsche
Opel Astra OPC Cup 25 4:11:16.197
145.409
9:37.225
151.914
22
CUP2 4/4 112 raceunion Teichmann Racing Marc Hennerici
Christian Menzel
Porsche 911 GT3 Cup 28 4:13:13.870
161.597
8:40.288
168.539
18
CUP4 7/7 534 Dörr Motorsport GmbH Arne Hoffmeister
Fabian Wrabetz
Toyota GT 86 Cup 23 4:04:02.996
137.734
10:03.844
145.218
10
CUP5 21/14 691 Bonk Motorsport KG Ralf Schall
Mario Merten
BMW M235i Racing 25 4:04:00.021
149.742
9:20.996
156.309
15
H1 1/1 629 Team Rallye Top Max Langenegger
Bernhard Badertscher
Citroen Saxo VTS 22 4:04:11.103
131.673
10:26.528
139.960
5
H2 2/2 617 Kissling Motorsport Olaf Beckmann
Peter Hass
Volker Strycek
Opel Manta 23 4:05:38.418
136.843
9:38.705
151.526
6
H4 3/3 600 BLACK FALCON
Team TMD Friction
Jürgen Bleul
Carsten Knechtges
Tobias Neil
Porsche 911 GT3 Cup 26 4:05:22.431
154.860
8:50.024
165.443
23
SP2T 2/1 384 - Sebastian Lhomer
Peter Utsch
Renault Clio 23 4:12:04.762
133.347
10:02.498
145.542
6
SP3 9/5 285 RAVENOL TEAM Tim Groneck
Dirk Groneck
Renault Clio 24 4:08:23.704
141.209
9:55.103
147.351
15
SP3T 3/3 303 LMS Engineering 'Christoph Tiger'
Stefan Wieninger
Daniela Schmid
Audi TT RS 27 4:13:52.377
155.432
8:55.721
163.684
23
SP5 1/1 228 - Günter Beckers BMW 330i 17 4:07:06.092
100.546
10:27.375
139.771
3
SP6 8/4 202 - Felix Horn
Jean-Louis Hertenstein
'TAKIS'
Porsche 991 24 4:07:33.323
141.688
9:26.440
154.807
2
SP7 14/7 92 Manthey Racing Christoph Breuer
Michael Christensen
Richard Liedz
Porsche 911 GT3 Cup MR 28 4:09:39.945
163.905
8:25.277
173.546
2
SP8 2/2 138 racing one GmbH Mike Jäger
Stephan Köhler
Christian Kohlhaas
Markus Lungstrass
Ferrari 458 26 4:07:28.521
153.545
8:55.632
163.711
24
SP9 7/7 36 Walkenhorst Motorsport powered
by Dunlop-Melfina
Michela Cerruti
Felipe Fernándes Laser
Jesse Krohn
BMW Z4 GT3 28 4:07:22.643
165.421
8:14.971
177.159
2
SP10 4/4 188 Team Mathol Racing e.V. Norbert Bermes
Wolfgang Weber
Hendrik Still
Aston Martin Vantage V8 26 4:14:32.123
149.286
9:11.182
159.092
17
SPAT1 1/1 635 - Thomas Hanisch
Michael Kühne
Bastian Goerke
Audi A4 Quattro 22 4:09:41.662
128.768
10:16.667
142.198
19
SPPRO 1/1 154 Wochenspiegel Team Manthey Georg Weiss
Jochen Krumbach
Oliver Kainz
Porsche 911 GT3 RSR 28 4:09:31.544
163.997
8:18.687
175.839
2
SPX 3/3 55 Farnbacher Racing Dominik Farnbacher
Mario Farnbacher
Lexus RC F GT3 28 4:15:49.972
159.954
8:24.448
173.831
2
V2 1/1 549 - Reiner Thomas
Manfred Schmitz
BMW 318is 20 4:06:06.491
118.767
10:51.891
134.515
8
V3 3/2 519 Bonk Motorsport KG Joachim Nett
Jürgen Nett
Peugeot 306 S16 23 4:09:24.646
134.774
10:20.759
141.261
6
V4 8/5 490 Pixum Team Adrenalin Motorsport Danny Brink
Christopher Rink
Niklas Steinhaus
BMW E90 24 4:10:35.840
139.968
10:04.304
145.107
6
V5 10/6 444 Pixum Team Adrenalin Motorsport Christian Büllesbach
Timo Hilgert
Andreas Schettler
BMW Z4 24 4:10:54.820
139.791 
9:56.389
147.033
3
V6 9/4 435 Team Mathol
Racing e.V.
Claudius Karch
Ivan Jacoma
Porsche Cayman S 25 4:05:23.543
148.892
9:12.262
158.781
2
VT2 2/2 503 - Peter Bonk
Marco van Ramshorst
Steffen Höber
BMW 125i 23 4:06:32.365
136.343
9:58.715
146.462
6

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* Auszug aus dem Programmheft "Racing News", Zeiten können Abweichen